Der Schulgarten der Marga-Spiegel-Sekundarschule weist nun mit diesen Winterbirnen zwei selten gewordene Bäume auf. Sie wurden gespendet von Schulleiter Hubertus Steiner (l.) und Einzelhändler Clemens Overmann. © Jörg Heckenkamp
Schule und Naturschutz

Zwei seltene Bäume wachsen jetzt im Schulgarten der Sekundarschule Werne

Die Marga-Spiegel-Sekundarschule ist als „Schule der Zukunft“ für ihr Schulgartenprojekt ausgezeichnet worden. Dieser Garten glänzt seit Donnerstag mit zwei seltenen Gewächsen.

Im ausgezeichneten Schulgarten der Marga-Spiegel-Sekundarschule wachsen seit Donnerstag, 26. November 2020, zwei Bäume einer selten gewordenen Art: Winterbirnen. „Die sind eigentlich typisch fürs südliche Münsterland, aber heute sehr selten geworden“, sagt Einzelhändler und Naturexperte Clemens Overmann. Auf seine Initiative geht die Pflanzung zurück.

Die Marga-Spiegel-Sekundarschule ist stolz auf ihre Auszeichnung als
Die Marga-Spiegel-Sekundarschule ist stolz auf ihre Auszeichnung als “Schule der Zukunft” für ihr Engagement in Naturschutz und Nachhaltigkeit. © Sekundarschule © Sekundarschule

Und das kam so: Bei der Einweihungsfeier der neuen Wiehagenschule an der Stockumer Straße blickte Overmann kritisch auf die Baumpflanzung. Warum japanische Kirsche?, fragte Overmann. Warum nicht heimische Sorten, vielleicht sogar sehr seltene Sorten? Die Idee zur Pflanzung von zwei Winterbirnen im Schulgarten der Sekundarschule war geboren.

Baumschule in Lünen zieht Winterbirnen-Bäume

Aber welche Gärtnerei zieht noch solche seltenen Gewächse? „Ich wusste, dass die Baumschule Giesebrecht in Lünen seltene Obstsorten zieht“, sagt Overmann. Als sich die Verantwortlichen dort umschauten, stießen sie auf den Werner Landschaftsgärtner Eckhart Deutsch. „Den haben wir gleich verpflichtet, den Transport der beiden Bäume zu übernehmen“, sagt Schulleiter Hubertus Steiner. Deutsch unterstützte zudem am Donnerstag das Schulgartenteam beim Einpflanzen.

„Die Bäume sollen als Erinnerung an den jüngsten Abgangs-Jahrgang erinnern“, sagt Steiner. Denn coronabedingt habe man auf die übliche Abschlussfeier verzichten müssen. „Weil wir auf Naturschutz und Nachhaltigkeit setzen, haben wir uns für die Winterbirne entschieden, die sehr selten ist“, sagt der Schulleiter.

Dieses Engagement wurde jüngst belohnt. Im Rahmen der Kampagne der Natur- und Umweltschutzakademie des Landes NRW (NUA) wurde die Marga-Spiegel-Sekundarschule erstmalig zur „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet. Teilgenommen hat die Schule an der Bahnhofstraße mit dem Schulgarten-Projekt.

Das Ziel des Projektes ist die Vermittlung von Maßnahmen zum Klimaschutz durch ökologischen Anbau und eine nachhaltige Gartengestaltung. Zum Beispiel erfahren die Schülerinnen und Schüler vom Insektensterben und lernen Maßnahmen kennen, dagegen vorzugehen. „Mit dem Anlegen von Bienenwiesen und dem Aufstellen von Insektenhotels versuchen wir, den Insekten ihren Lebensraum zurück zu geben. Gleichzeitig können wir durch das Beobachten der Insekten viel lernen“, sagt Schülerin Veronika Weinberg aus der 10E.

Im Frühjahr 2017 wurde der Schulgarten von Lehrerin Frederike Heuer ins Leben gerufen. Sie setzte sich dafür ein, dass das Gelände um die Turnhalle herum als Garten genutzt werden kann.

2500 Euro für den Schulgarten: Das Lensing Media Hilfswerk, das zu diesem Medienhaus gehört, hat im vergangenen Jahr 2500 für den Schulgarten als besonderes Projekt zur Verfügung gestellt.

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Jörg Heckenkamp

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