200 Interessenten bei Gründung der ZWAR-Gruppe Werne

Aktiv im Ruhestand

Unerwartet hoch war das Interesse an der Gründung eines ZWAR-Netzwerks in Werne. Mit 30 Teilnehmern hatte die Stadt gerechnet, tatsächlich kamen am Mittwochabend, 13. März, 200.

Werne

, 15.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
200 Bürger 60+ kamen zur Auftaktveranstaltung eines ZWAR-Netzwerks in die Marga-Spiegel-Schule.

200 Bürger 60+ kamen zur Auftaktveranstaltung eines ZWAR-Netzwerks in die Marga-Spiegel-Schule. © Helga Felgenträger

Nach anderthalb Jahren Vorbereitungszeit, der ersten Info-Veranstaltung im Januar, startete BEN-Koordinator Jochen Höinghaus gemeinsam mit dem Caritasverband Lünen-Selm-Werne am Mittwochabend die Gründung des ersten Werner ZWAR-Netzwerks.

Jochen Höinghaus sammelte die Ideen der Teilnehmer, für die sie Mitstreiter suchten.

Jochen Höinghaus sammelte die Ideen der Teilnehmer, für die sie Mitstreiter suchten. © Helga Felgenträger

„ZWAR“ bedeutet „Zwischen Arbeit und Ruhestand“. Davon gibt es in NRW mehr als 200 Projekte, das erste ging vor 40 Jahren an den Start. Es sollte den Bergleuten, die früh in Rente gehen mussten, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geben.

Die Bergbaukrise ist in den Hintergrund gerutscht. „Dafür zählt die Altersgruppe der Rentner heute zu den geburtenstarken Jahrgängen“, stellt Bürgermeister Lothar Christ in seiner Eröffnungsrede fest.

Gemeinsam moderierten sie die Auftaktveranstaltung zur Gründung eines ZWAR-Netzwerks in der Marga-Spiegel-Sekundarschule: (v. l.) Schulleiter Hubertus Steiner, Barbara Thierhoff (ZWAR NRW), Henrik Nagel-Fellerhoff (Caritas Lünen-Selm-Werne), Bürgermeister Lothar Christ, BEN-Koordinator Jochen Höinghaus und Sozialdezernent Frank Gründken.

Gemeinsam moderierten sie die Auftaktveranstaltung zur Gründung eines ZWAR-Netzwerks in der Marga-Spiegel-Sekundarschule: (v. l.) Schulleiter Hubertus Steiner, Barbara Thierhoff (ZWAR NRW), Henrik Nagel-Fellerhoff (Caritas Lünen-Selm-Werne), Bürgermeister Lothar Christ, BEN-Koordinator Jochen Höinghaus und Sozialdezernent Frank Gründken. © Helga Felgenträger

Sie seien gefordert, ihre freie Zeit zu gestalten. „Bei den heutigen Rentnern handelt es sich meist um Menschen, die noch fit sind und sich freuen, mit anderen etwas unternehmen zu können“, erklärt Barbara Thierhoff von der Zentralstelle des ZWAR-Netzwerks NRW.

Im Anschluss an die Eröffnung teilten sich die Teilnehmer in mehrere Kleingruppen zu einer Fragerunde auf. „Was hat sich seit dem Eintritt in den Ruhestand geändert?“, wollte Sozialdezernent Frank Gründken von den Teilnehmern wissen.

Auch Herbert Winkelmann hatte eine Einladung zur ZWAR-Gründung erhalten. Bei ihm steht der Ruhestand in zwei Jahren bevor.

Auch Herbert Winkelmann hatte eine Einladung zur ZWAR-Gründung erhalten. Bei ihm steht der Ruhestand in zwei Jahren bevor. © Helga Felgenträger

Zurecht stellte Klaus Wortmann (66) fest, dass er mehr Zeit habe. Darin bestätigten ihn die Anderen, eine Teilnehmerin gab aber zu bedenken: Man habe zwar mehr Zeit, aber auch weniger Geld, um die Dinge, die man gerne tun möchte, zu machen.

Die entscheidende Frage an diesem Abend war allerdings: Was möchten Sie gemeinsam mit anderen tun? Teilnehmer Walter Drescher (67) beispielsweise würde gerne mit anderen Doppelkopf spielen.

Lange Liste mit möglichen Tätigkeiten

Die Liste auf dem Flip-Chart wurde immer länger: Urban Gardening, Großeltern-Dienste, Treffen mit Wohnmobil-Freunden, interkultureller Austausch, Radfahren und vieles mehr, für das die Teilnehmer Mitstreiter suchen. Im großen Plenum wurden die Ideen dann anschließend gesammelt und dienen als Grundlage für die weiteren Treffen.

An den Feinschliff geht es bei den vierzehntägigen Basistreffen. Hier beginnt dann der Aufbau der Interessensgruppen, die die Teilnehmer selbst organisieren werden. Ansprechpartner bei den Basistreffen ist weiterhin Jochen Höinghaus.

Das erste Basistreffen: Montag, 25. März 2019, 18.30 Uhr, Caféteria im Stadthaus, Konrad-Adenauer-Platz 1.
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