Zurhorst überlässt Museum historische Vermessungsinstrumente

Dauerleihgabe

WERNE Ein besonderes Geschenk hatte die Familie Zurhorst für das Vermessungstechnische Museum in Dortmund: Sie stellte dem Haus die größte Sammlung historischer Messinstrumente als Dauerleihgabe zur Verfügung.

von Von Daniel Claeßen

, 05.01.2010, 16:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Michael Zurhorst (2.v.l.) überreichte Ingo von Stillfried (2.v.r.) exemplarisch einen Bordakreis.

Michael Zurhorst (2.v.l.) überreichte Ingo von Stillfried (2.v.r.) exemplarisch einen Bordakreis.

"Dabei handelt es sich um die Sammlung meines Vaters", berichtet Michael Zuhorst, Präsident des Bundes der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure. Insgesamt 32 Geräte umfasst der Fundus, den Zurhorst an den Vorsitzenden des Förderkreises für das Vermessungstechnische Museum, Ingo von Stillfried, übergeben konnte.

Darunter sind historische Schätze wie ein Pendelkompass mit Winkelmesser von 1676, ein Nivellier von 1860 oder ein Nivelliertachymeter von 1890. "Insgesamt decken die Instrumente eine Zeitspanne vom 17. Jahrhundert bis in die 1950er ab", erläutert Zurhorst.Borda-Kreis einmalig in Deutschland

Besonders hebt der Vermessungsingenieur den "Borda-Kreis" hervor. "Das war ein Gerät, mit dem man unter anderem den Ur-Meter messen konnte", so Zurhorst. "Es ist das einzige Exemplar deutschlandweit." Deshalb hatte sich das ZDF den Borda-Kreis auch im vergangenen Jahr von der Familie Zurhorst ausgeliehen, um ihn als Requisite für seine "Terra X"-Reihe einzusetzen. "Die Folge wird voraussichtlich im April ausgestrahlt.

Anlass für die Übergabe der Sammlung war laut Michael Zurhorst der zehnte Todestag seines Vaters Bertold. Bei der Übergabe in Dortmund, zu der rund 30 Vertreter der Familie angereist waren, betonte der Vermessungstechniker, dass es eine "langjährige Verbundenheit" zum einzigen deutschen Vermessungstechnischen Museum gebe. "Daher fällt es mir auch leicht, die Sammlung in fachliche Hände zu übergeben."Instrumente der Öffentlichkeit zugänglich machen

Die Familie sei sich einig, dass die Instrumente besser der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten, anstatt in Kartons im Keller zu verstauben. "Deshalb stellen wir sie dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung."

Derzeit sind sechs Instrumente in Dortmund zu sehen, der Rest soll nach Angaben von Ingo von Stillfried bald folgen. Und zwar aus gutem Grund: "Bei vielen Besuchern der Ausstellung erwecken die Instrumente ein gewisses ,Ingenieur-Gen'. Die Dauerleihgabe ist eine ideale Ergänzung unserer bestehenden Sammlung."

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