Nachfolger für Backwaren Rüter: Neuer Bäcker für den Wochenmarkt kommt aus Werne

dzNeuer Bäcker

Nach 45 Jahren verabschiedete sich das Ehepaar Rüter vom Werner Wochenmarkt. Nun steht fest: Der neue Bäcker auf dem Markt hat bereits einen Laden in Werne. Und er will live Quarkbällchen backen.

Werne

, 20.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hannelore und Ulrich Rüter haben sich im November mit ihrem Backwarenstand in den Ruhestand verabschiedet - bis heute ist der Stellplatz auf dem Wochenmarkt unbesetzt. Ändern wird sich das ab dem 7. Januar, denn ab dann steht ein bekannter Werner Bäcker auf dem Markt.

Lange musste Marktmeister David Ruschenbaum nicht nach einem Nachfolger für den Stand der Rüters suchen: Auf dem Martinsmarkt sprach er Markus Krumkamp (43) an, ob er nicht Lust habe, den Platz zu übernehmen.

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Direkt am Tag nach dem Martinsmarkt verabredete sich Markus Krumkamp mit dem Werner Stadtmarketing und den Rüters, um alle Formalitäten zu klären.

Innerhalb einer Woche war der Vertrag unterschrieben - Ruschenbaum habe sich laut Krumkamp sehr gefreut, einen Beschicker aus Werne engagieren zu können. Neben ihm hatte sich noch eine Handvoll anderer Bäcker auf den Platz beworben.

Markus Krumkamp liebäugelte schon länger mit dem Wochenmarkt

Bisher sind die Krumkamps neben ihrem Geschäft an der Horster Straße in Ahlen und Ennigerloh mit einem Marktwagen unterwegs. Für den Werner Wochenmarkt müssen sie keinen zusätzlichen Wagen anschaffen oder weiteres Personal einstellen.

Gerne würde Markus Krumkamp auch auf dem Markt in Münster stehen - doch die Wartelisten seien dort viel zu lang. Vom Werner Wochenmarkt hat Krumkamp ebenfalls schon länger geträumt - bisher habe es sich aber aufgrund der Konkurrenz durch die Rüters nicht gelohnt.

An den letzten Markttagen der Rüters begannen ihre Stammkunden zu hamstern. Nach 45 Jahren müssen sie sich nun auf einen neuen Bäcker einstellen.

Markt-Sortiment bietet „Alles, was man von einem Bäcker erwartet“

Vergleicht man das Kaufverhalten der Kunden im Laden mit dem Markt, so ergäben sich deutliche Unterschiede. „Die Menschen auf dem Wochenmarkt kaufen bewusster ein. Die wissen sofort, was sie wollen“, erzählt Krumkamp. Im Laden seien die Kunden deutlich unentschlossener.

Krumkamp möchte auf dem Markt ein festes Sortiment von etwa sechs Brotsorten und verschiedenen Gebäcken, aber auch saisonale Spezialitäten wie Osterlämmer und Stutenkerle anbieten.

Neben dem klassischen Weißbrot soll es auch Brot mit Walnüssen und Cranberrys oder Stuten mit Schokolade und Kirschen geben.

Frisch auf dem Marktplatz gebackene Quarkbällchen und Waffeln

„Die Rezepte sind alle auf unseren Mist gewachsen“, erzählt Krumkamp. Außerdem stelle er keine Backwaren mit Industriehefe, sondern nur mit Sauerteig her.

Auf dem Markt möchte Krumkamp vor Ort Waffeln, Quarkbällchen und Ähnliches backen. Allerdings brauche er aus Platzgründen dazu ein zusätzliches Zelt und so würde das Frittieren der süßen Bällchen bei Regen ins Wasser fallen. Nach einer Lösung für dieses Problem sucht er noch.

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