Wochenmarkt am Samstag: Rohrkrepierer oder neues Highlight für Werne?

dzMarkt in Werne

Nach einer eher verhaltenen Premiere ging der „Werner Wochenmarkt extra“ am Samstag in die zweite Runde. Hat sich die Veranstaltung diesmal gelohnt? Wir haben beim Stadtmarketing nachgefragt.

Werne

, 09.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aus der Not eine Tugend machen - das ist eine dieser Phrasen, die der Volksmund in schlechten Zeiten immer mal wieder bemüht. Erst recht in Krisenzeiten. So wie jetzt im Falle der Corona-Pandemie. Das fast schon Absurde daran: So abgedroschen dieser Spruch auch daherkommen mag - er gilt, zumindest in einzelnen Fällen, auch in der aktuellen Situation. Beispiel gefällig?

Weil der Blumen- und Spargelmarkt in diesem Jahr, wie so viele andere Veranstaltungen auch, abgesagt werden musste, schmiedete man auf Seiten des Werner Stadtmarketings einen alternativen Plan: Der „Werner Wochenmarkt extra“ sollte zwar nicht unbedingt den Karren aus dem Dreck ziehen, aber zumindest für ein bisschen Kundenfrequenz in der Innenstadt sorgen. Und zwar samstags.

Premiere des Wochenmarkts am Samstag war mau

Nach der Premiere des neuen Formats am 16. Mai hielt sich die Begeisterung noch in Grenzen. Nun, kurz nach der zweiten Auflage am 6. Juni, sagt David Ruschenbaum von Werne Marketing auf Anfrage unserer Redaktion: „Die Resonanz der Händler und auch der Besucher war diesmal deutlich besser.“ Der zwischenzeitliche Regen habe der Veranstaltung zwar nicht sonderlich gut getan, „aber man hat gesehen, dass mehr Betrieb in der Stadt war. Und die Veranstaltung diente ja nicht zuletzt auch der Innenstadtbelebung. Das hat funktioniert.“

Natürlich handle es sich bei der Samstagsveranstaltung um ein anderes Format als bei den Märkten am Dienstag und Freitag - auch wenn das scheinbar noch nicht bei jedem so ganz angekommen ist. „Die Kunden waren teilweise noch ein bisschen irritiert, dass sie hier nicht die gleichen Händler wie dienstags oder freitags finden“, so Ruschenbaum.

Doch das bringe das Konzept nun einmal so mit sich: „Natürlich waren einige Beschicker vertreten, die die Kunden sonst auch dienstags oder freitags antreffen. Aber es ging uns ja zunächst einmal vor allem darum, den Händlern, die eigentlich auf dem Blumen- und Spargelmarkt dabei gewesen wären, eine Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren.“

Nicht nur Werner Blumen- und Spargelbauern

Dementsprechend boten am Samstag elf Blumen- und Spargelbauern auf dem Werner Marktplatz ihre Waren an. Nun wolle man mit denen, aber auch mit den anderen Stammbeschickern die Veranstaltung auswerten. Möglicherweise könnten dann sogar weitere Auflagen des „Werner Wochenmarkt extra“ stattfinden.

Ruschenbaum hierzu: „Wir würden uns wünschen, dass die Veranstaltung stetig wächst. Das liegt aber auch an der Bereitschaft der Händler. Das müssen wir jetzt abklären. Unsere Wochenmarkthändler sind da unsere ersten Ansprechpartner. Die Aussichten stehen aber ganz gut, das wir mindestens noch einen weiteren Samstagsmarkt ausrichten können.“

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