Über die Verlängerung des Lockdowns in Schulen und Kitas hat sich Wernes Schuldezernent Alexander Ruhe nicht überrascht gezeigt. © Andrea Wellerdiek (A)
Schulen und Kitas

Werner Schuldezernent über Beschlüsse: „Sicheren Weg müssen wir weiter gehen“

Schulen und Kitas bleiben bis auf eine Notbetreuung zum 14. Februar geschlossen. Wie es danach weitergeht, bleibt offen. Doch in Werne hofft man, dass es darauf bald eine Antwort gibt.

Der Distanzunterricht wird bis zum 14. Februar verlängert, die Kitas bleiben geschlossen. Der Appell, Eltern sollen ihre Kinder möglichst zuhause betreuen, bleibt ebenfalls zwei Wochen länger als zunächst geplant bestehen.

Über die weiteren Corona-Regeln, die aus Berlin und später auch von der Landesregierung in Düsseldorf beschlossen wurden, sei er nicht überrascht gewesen, sagt Alexander Ruhe, Schuldezernent in Werne. „Die Verlängerung des Distanzunterrichtes kann ich – so schwer es den Eltern und Schülern fällt – nachvollziehen. Bei dem Blick auf die Infektionszahlen müssen wir den sicheren Weg weiter gehen.“

„Wir brauchen den Fahrplan frühzeitig“

Er könne die Maßnahmen in den Schulen und Kitas, die nun verlängert wurden, inhaltlich teilen. Nun aber ginge es darum, weitere Details für die Umsetzung von der Landesregierung zu bekommen. „Ganz wichtig ist es jetzt, dass es verbindlich wird und wir den Maßnahmenplan bekommen. Wir brauchen den Fahrplan frühzeitig, damit wir diesen an die Schulleitungen und an die Eltern weitergeben können. Sie müssen sich rechtzeitig informieren können, um besser planen zu können“, erklärt Ruhe.

Die Verordnung, die vom Land NRW am Mittwochnachmittag (20. Januar) noch nicht bei den Kommunen vorlag, müsste zudem darüber informieren, wie es nach dem 14. Februar weitergehen könnte. Wie die Schulen also sukzessive wieder geöffnet werden könnte, wenn es die Infektionszahlen wieder zulassen.

„Ich erhoffe mir, dass wir diesen Plan in den nächsten Tagen bekommen, damit Eltern ihre Informationen bekommen – und zwar unabhängig davon, wann der Plan greift“, sagt Ruhe. Die Eltern, die zurzeit an ihre Grenzen gehen, sollten frühzeitig selbst einschätzen und planen können, wie sie ihre Kinder während des Lockdowns betreuen können.

Schon bald eine schrittweise Öffnung der Schulen?

Der Schuldezernent erwartet, dass es – wenn die Infektionszahlen es zulassen – eine schrittweise Eröffnung der Schulen geben wird. Demnach werden zunächst die Grundschüler wieder in den Präsenzunterricht gehen. Das könne bei entsprechender Entwicklung der Infektionszahlen im Februar so weit sein, so Ruhe.

Bei den weiterführenden Schulen allerdings könne er sich eine Rückkehr in die Schule hingegen noch nicht im Februar vorstellen. Hier erwartet er, dass es in einem rollierenden System zunächst für die Fünft- und Sechstklässler tageweise wieder in den Präsenzunterricht geht, bevor die älteren Schüler in einer Mischform aus Distanz- und Präsenzunterricht wieder an einigen Tagen der Woche in die Schule kommen.

Nur wenige Kinder in den Kitas in Werne

Neben den Schulen bleiben auch die Kitas weitestgehend bis zum 14. Februar geschlossen. Die Eltern, die keine andere Möglichkeit der Betreuung sehen, können ihre Kinder aber in die Einrichtung schicken. Der Appell von NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP), die Betreuungszeiten in den Kitas mit maximal zehn Stunden in der Woche so gering wie möglich zu halten, habe seinen Effekt gezeigt. „Es gibt einen Rückgang in der täglichen Frequentierung“, sagt Alexander Ruhe.

Er erwartet allerdings eine Zunahme. „Je länger der Lockdown andauert, umso höher wird der Bedarf sein“, sagt der Schuldezernent aus Erfahrungen, die im vergangenen Lockdown gemacht wurden. Das gilt auch für die Notbetreuung in den Schulen.

Die Entwicklung werde stets einhergehen mit den Veränderungen des Infektionsgeschehens. „Wenn die Infektionszahlen signifikant steigen, dann gehen auch die Betreuungszahlen nicht zurück“, sagt Ruhe. Das gilt auch für das Verständnis der Eltern. „Je länger der Lockdown andauert, umso geringer wird es“, so Ruhe weiter.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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