Innerhalb kürzester Zeit war die erste Arbeitswoche im Salon Cuttingroom von Judith Nickel nahezu ausgebucht. © Jörg Heckenkamp
Kundenansturm

Werner Friseure dürfen bald wieder öffnen: Termine sind sehr gefragt

Am 1. März dürfen Friseure wieder öffnen. Seit dem 16. Dezember waren die Salons geschlossen. Termine bei den Profis sind gefragt. Das wirkt sich auf die angebotenen Dienstleistungen aus.

Sie dürfen eher als andere Dienstleister wieder öffnen: die Friseure. Das haben Bund und Länder beim Corona-Gipfeltreffen am 10. Februar entschieden. Seit dem 16. Dezember mussten die Menschen in Werne auf einen professionellen Haarschnitt verzichten.

Dementsprechend groß ist der Andrang nun in den Friseursalons. Damit gehen die Friseure in der Lippestadt unterschiedlich um.

Telefone stehen nicht still

Necla Yildiz, Geschäftsführerin des Salon „Haarmonie“ in der Bonenstraße, ist am Donnerstag, 11. Februar, seit 8.30 Uhr dauerhaft am Telefon. „Wir haben bei Facebook und Instagram gepostet, dass wir wieder Termine entgegennehmen. Die Leute rufen seitdem an“, erzählt Yildiz. Kunden, deren Termin durch den vorherigen Lockdown ausgefallen ist, hätten keinen Vorrang.

„Wir hoffen, dass wir den Andrang schaffen. Große aufwendige Sachen werden wir in der ersten Woche nicht machen und nicht föhnen, damit wir möglichst viele Kunden bedienen können“, erklärt die Geschäftsführerin.

Ähnlich ist die Lage bei Sina Junga, die den Salon „Hair. Art“ in der Steinstraße betreibt. „Das Telefon läuft heiß. Ich habe die ganze Zeit Anrufe von Kunden“, sagt sie auf Nachfrage. Bei der Terminvergabe wolle sie alle gleich behandeln, auch bei ihren angebotenen Leistungen wolle sie keine Abstriche machen: „Es gilt gleiches Recht für alle“, sagt sie.

Cuttingroom: Die erste Woche ist fast schon voll

Beim Cuttingroom von Judith Nickel an der Burgstraße war die erste Woche innerhalb von wenigen Stunden voll. „Ich habe nur noch vereinzelt Termine in den ersten sechs Arbeitstagen“, sagt die Chefin. Bereits am Mittwoch hätten sich die ersten Kundinnen wegen Terminen gemeldet. „Ich habe aber erst am Donnerstag ab genau 12 Uhr welche angenommen. So hatte ich es in den sozialen Netzwerken gepostet.“

Was ist das dringendste Anliegen der hauptsächlich weiblichen Kundschaft? „Farbe“, sagt Judith Nickel, „also zum Beispiel Ansätze entfernen oder Strähnchen.“ Sie arbeitet in ihrem Salon alleine und darf ab dem 1. März maximal zwei Kunden zeitgleich im Laden bedienen.

„Wir fangen nicht da an, wo wir aufgehört haben“

In Stockum bemerkt man den Kundenandrang ebenfalls. „Die Anrufe gingen gestern Abend schon los. Wir haben die Rufumleitungen drin und sind die ganze Zeit für unsere Kunden erreichbar. Das klappt ganz gut. Ich denke, die Erfahrungen mit dem ersten Lockdown helfen“, erklärt Anja Brundtke vom Frisörteam Hertel in der Werner Straße am Donnerstag.

In den ersten Tagen könne man nicht alle Kunden bedienen. Die Termine werden neu vergeben. „Es ist ein Neustart nach acht Wochen. Aber wir fangen nicht da an, wo wir aufgehört haben“, sagt Brundtke. Man habe eine Prioritätenliste und wolle erst Berufstätige und die Stammkunden bedienen.

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Jörg Heckenkamp

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