Hubertus Waterhues ist Vorstandsmitglied der Aktionsgemeinschaft Wir für Werne. © Sylva Witzig (A)
Wirtschaft in Werne

Werner Einzelhändler zu Gerichtsbeschluss: „Endlich eine logische Entscheidung“

Keine Kundenbegrenzung, keine Terminbuchung - das Oberverwaltungsgericht für NRW hat viele Coronabeschränkungen für den Einzelhandel außer Kraft gesetzt. So reagieren die Werner Einzelhändler darauf.

Update (14.30 Uhr):

Das war ein kurzer Moment der Freude: Kurz nach dem OVG-Urteil hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales reagiert – mit einer angepassten Coronaschutzverordnung. Statt die Kundenbegrenzung und Terminvereinbarungen für den gesamten Einzelhandel aufzuheben, sollen diese Einschränkungen nun auch für Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen und Gartenmärkte gelten. Letzteres war bislang nicht der Fall.

Das OVG hatte sein Urteil zuvor mit einer Ungleichbehandlung begründet. Vom Ministerium heißt es hierzu in einer Pressemitteilung: „Die vom Oberverwaltungsgericht ausdrücklich als insgesamt verhältnismäßig eingestuften Beschränkungen für den Einzelhandel bleiben damit weiterhin bestehen.“

Ursprüngliche Nachricht:

Das Oberverwaltungsgericht für das Land NRW hat viele Coronabeschränkungen im Einzelhandel außer Kraft gesetzt. So gilt im gesamten Einzelhandel keine Kundenbegrenzung pro Quadratmeter mehr und auch eine vorherige Terminbuchung fürs Shopping (Click and Meet) entfällt.

Hubertus Waterhues, Vorstandmitglied der Aktionsgemeinschaft Wir für Werne, ist erleichtert über diese Entwicklung. Mehr noch: „Das ist endlich mal eine logische Entscheidung – und es freut mich vor allem für die Kollegen.“ Der Grund: Abgesehen davon, dass es nur gerecht sei, kleineren Händlern die gleichen Bedingungen zu ermöglichen wie Supermärkten und Co., seien erstere „niemals der Infektionstreiber gewesen“. Zumindest gebe es keine Belege, die das Gegenteil beweisen.

Öffnung der Gastronomie im Außenbereich wünschenswert

„Ich bin auch ein Befürworter der Gastronomie im Außenbereich. Bei Einhaltung der Hygienemaßnahmen natürlich“, betont Waterhues. Jeder Gastronom und jeder Händler kümmere sich schon aus Eigeninteresse darum, dass die Regeln eingehalten werden.

Für Waterhues selbst ändert sich durch den Beschluss tatsächlich nicht besonders viel. Denn in sein Geschäft, die Buchhandlung Bücher Beckmann, wird er weiterhin nicht mehr als fünf Kunden lassen. „Wir messen schon lange die Luftqualität und lassen so viele Leute rein, wie wir es vertreten können. Und das sind nun mal nicht mehr als fünf“, so Waterhues.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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