Dr. Iris Mumm (l.) und Senay Yalcin betreiben nun die Praxis Am Neutor gemeinsam. © Jörg Heckenkamp
Impfen beim Hausarzt

Werner Ärztin: „Zum Impfen lassen wir auch die Mittagspause ausfallen“

Die Werner Hausärzte sind mittlerweile voll ins Impfgeschehen eingebunden. So auch die Werner Ärztinnen Dr. Iris Mumm (63) und Senay Yalcin von der Gemeinschaftspraxis Am Neutor.

Dr. Mumm sagt: „Es ist schon ein enormer Aufwand. Aber wir wollen alle, dass möglichst schnell möglichst viele Menschen geimpft sind.“ Dazu ist es nicht selten nötig, dass die beiden Ärztinnen sowie das gesamte Team die Mittagspause ausfallen lassen und impfen.

Das liegt unter anderem daran, wie viel Impfstoff die Praxis zugewiesen bekommt. „Das kann man nie vorher sagen“, sagt Dr. Mumm. Die Bestellungen gingen in der einen Woche heraus, am Montag der Folgewoche würde dann der Impfstoff geliefert. Oft nicht die Mengen, die bestellt sind. „In der einen Woche war es genau eine Ampulle für sechs, maximal sieben Injektionen“, sagt Mumm. In einer anderen Woche reichte es für 50 Dosen. Dann ging die Telefoniererei für ihre Mitarbeiterinnen los, um alle Impfkandidaten zu informieren.

Das ist zeitaufwendig. Die Patienten müssen einen mehrseitigen Fragebogen ausfüllen. Dann folgt ein Arztgespräch. Danach muss eine Kabine frei sein, damit der Patient den erlösenden Piks bekommt. Zudem müssen die Mitarbeiterinnen noch im Auge haben, wie viele Dosen man zurücklegen muss für diejenigen, die bereits die zweite Impfung bekommen. Das alles parallel zum normalen Praxisbetrieb.

Dr. Mumm sagt: „“Das schafft man nur mit einem tollen Team, wie wir es haben, egal ob als medizinische Fachangestellte oder Ärztin. Das ist schon toll, wenn man ein Teil davon ist.“

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Redaktion Werne
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Jörg Heckenkamp
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