Mit der App durch Werne: Christophorus-Schüler erklären digital ihre Stadt

Schülerprojekt

Oberstufenschüler des Christophorus-Gymnasiums haben viele Monate daran gearbeitet, einen Digitalparcours durch Werne zu entwickeln. Dabei kam eine ganz spezielle App zum Einsatz.

Werne

, 10.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Mit der App durch Werne: Christophorus-Schüler erklären digital ihre Stadt

Schüler vom St.-Christophorus-Gymnasium präsentieren die App Biparcours mit einer Station aus Werne. © Till Goerke

Projektarbeit statt klassischer Geschichtsunterricht – nach diesem Prinzip haben 26 Oberstufenschüler des St.-Christophorus-Gymnasiums die vergangenen Monate intensiv gearbeitet. Unter dem Motto „Aufbruch in Werne“ haben sie mittels einer App einen digitalen Rundgang mit mehreren Stationen durch die Stadt an der Lippe entwickelt.

Die Idee zu diesem Projekt entstand in einem Gespräch zwischen Geschichtslehrer Christian Schmidtmann und Stadtmuseums-Leiterin Constanze Döhrer. „Wir haben überlegt, was Schüler begeistern könnte“, sagt Schmidtmann. Zügig sei dann die digitale Projektidee „Aufbruch in Werne“ entstanden. Den Rahmen bildet das Projekt „Werne up`n Patt“, das sich im Kern mit den Veränderungen des Stadtbildes durch stetig steigende Mobilität befasst.

Schüler recherchierten seit den Sommerferien 2018

„Wir haben uns seit den Sommerferien 2018 in kleinen Gruppen mit jeweils einer Station beschäftigt“, berichtet Schülerin Tabea Nagel. Sie gehörte zu der Gruppe, die sich mit der Geschichte und Entwicklung des Anne-Frank-Gymnasiums auseinandersetzte. Recherche im Stadtarchiv, Zeitzeugengespräche und das Erstellen von Audio- und Videodateien waren dabei Aufgaben, die die Schüler zu bewältigen hatten. Alles zusammen ergibt das Informationspaket einer Station.

„Es ist ein interaktives Angebot.“
Schülerin Tabea Nagel

Weitere Stationen sind zum Beispiel die Lippebrücke, das Solebad oder das Gradierwerk. „Gearbeitet haben wir mit der App Biparcours“, sagt Schüler Lorenz Bach. Biparcours ist eine App von Bildungspartner NRW und kostenlos im Playstore erhältlich. „Wir haben dann für Werne einen eigenen Parcours mit den Stationen aller Projektgruppen mithilfe dieser App angelegt“, so Mitschüler Maximilian Roth. Großes technisches Verständnis sei dafür zum Glück nicht vonnöten gewesen.

Nutzer benötigen die kostenlose App

Jeder, der die App auf seinem Smartphone hat, kann in dieser im Suchfeld das Wort „Werne“ eingeben und bekommt dann alle Stationen vor Ort angezeigt. Schon kann der Rundgang durch die Stadt starten. Dabei führt die App mittels GPS zur jeweiligen Station und hält zudem ein kleines Quiz und diverse Aufgaben bereit. „Es ist ein interaktives Angebot“, so Tabea Nagel.

„Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis.“
Schülerin Tabea Nagel

Die Auswahl der jeweiligen Stationen sei auf Basis der Veränderungen erfolgt. „Dort, wo viel passiert ist im Laufe der Zeit, haben wir angesetzt“, sagt Lorenz Bach.

Mitte März dieses Jahres sei der Werne-Parcours nach „vielen, vielen Arbeitsstunden“ fertig geworden. „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis“, so Tabea Nagel. Dem pflichtet Museumsdirektorin Constanze Döhrer bei. „Das Resultat begeistert uns und es hat einen großen Mehrwert für das Stadtmuseum und unsere Stadt.“

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