Warum Werne immer noch auf fünf schöne, neue Rundwanderwege wartet

dzNatur-Erlebnis

Rundwanderwege sind beliebt, aber Werne hat keine. Vor zwei Jahren schien es soweit zu sein: Fünf Rundtouren sollten entstehen. Doch getan hat sich nichts. Die Ideengeber sind enttäuscht.

Werne

, 22.09.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man kennt es, ob bei Fahrrad- oder bei Wandertouren: Rundwege sind deutlich schöner, als wenn man dieselbe Strecke hin und zurück bewältigen muss. Aus diesem Grunde haben vor einigen Jahren Udo Henkelmann und Bernhard Wesselmann vom Wanderclub Werne die Initiative für gleich fünf neue Rundwanderwege übernommen.

Initiative für Rundwanderwege stieß auf Zustimmung

Sowohl bei Stadtmarketing, das sich davon eine Aufwertung der touristischen Infrastruktur verspricht, als auch bei der städtischen Abteilung für Straßen und Verkehr stießen sie damit auf offene Ohren. Im Juni 2017 schien es soweit zu sein: grünes Licht für die neuen Touren.

Warum Werne immer noch auf fünf schöne, neue Rundwanderwege wartet

Der Rundwanderweg durch Stockum hätte schon längst realisiert werden können, Genehmigungen von Waldbesitzern wären hier gar nicht nötig gewesen, sagt Bernhard Wesselmann. © Grafik Zielonka

Und heute, mehr als zwei Jahre danach? „Es hat sich seitdem nichts getan. Obwohl wir immer wieder nachgefragt haben“, sagt Bernhard Wesselmann im Gespräch mit der Redaktion: „Ich bin traurig und tief enttäuscht“, sagt er. Zumal es einen eindeutigen politischen Auftrag durch den zuständigen Ausschuss gegeben habe: „Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten und zu vermarkten“, zitiert Wesselmann.

Wanderclub hat gute Vorarbeit für Rundwanderwege geleistet

Dabei haben die Mitglieder des Wanderclubs schon eine Menge an Vorarbeit geleistet. Sie haben damals die fünf Routen unterschiedlicher Länge akribisch ausgearbeitet und dabei auch aktuelle geografische Änderungen berücksichtigt. „Ein alter Wanderweg führte direkt über das Gelände, auf dem heute Amazon sein neues Lager baut“, sagte Wesselmann damals. Das habe man natürlich in den neuen Plänen berücksichtigt.

Der SGV (Sauerländische Gebirgsverein), Abteilung Lünen, sollte im Auftrag der Stadt die neuen Wege ausschildern. Darauf hatten sich damals Wanderclub, SGV und Stadtverwaltung geeinigt. Doch dazu mussten noch einige Vorleistungen seitens der Stadt geschehen, etwa die Genehmigung der Grundbesitzer.

Wo ist der Schwung denn nun verpufft?

Wo nun ist der Schwung der Wanderwegs-Bewegung verpufft? „Wir haben das an den SGV weitergeleitet, weil die Markierungen machen sollen und warten auf Rückmeldung“, sagt Adrian Kersting, Tiefbauamtsleiter der Stadt Werne, auf Anfrage.

Jetzt lesen

Doch so eine jahrelange Bearbeitung durch den Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) kann sich Bernhard Wesselmann nun überhaupt nicht vorstellen. Er vermutet Verzögerungen auf dem Wege zwischen Stadt Werne und Arnsberg, weil das Regierungspräsidium für die Eintragung der Routen die Genehmigung der Grundstücksbesitzer sehen will.

Doch selbst wenn das zu Verzögerungen geführt haben sollte, hätte die Stadt laut Wesselmann schon längst zumindest zwei Rundwanderwege einrichten können, darunter einer in Stockum. Wesselmann: „Das sind keine Genehmigungen nötig.“

Lesen Sie jetzt