Die richtige Haarpflege ist nicht nur während des Lockdowns, sondern auch bei der Kälte wichtig. Wie kann man seine Haare richtig pflegen, bis man wieder einen Termin beim Friseur bekommt? Eine Friseurmeisterin aus Werne gibt Tipps für daheim. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Friseure im Lockdown

Warten auf einen Termin: Werner Friseurin gibt Haarpflege-Tipps im Lockdown

Friseure dürfen am 1. März wieder öffnen. Bis man einen Termin bekommt, kann es dennoch Wochen dauern. Eine Friseurmeisterin aus Werne gibt deshalb Haarpflege-Tipps für den Lockdown und für die Kälte.

Erleichterung bei den Friseuren in Deutschland. Bald endet für sie der Lockdown, der seit Mitte Dezember 2020 besteht. Ab dem 1. März dürfen die Salons wieder unter strengen Hygienemaßnahmen öffnen. Weil dann viele Kunden ihre bereits bestehenden Termine nachholen oder neue vereinbaren möchten, müssen viele Kunden Geduld zeigen. Bis man selbst also mit der lang ersehnten Behandlung dran ist, kann es noch einige Wochen dauern. Wie man bis dahin seine Haare am besten pflegt, verrät Friseurmeisterin Katrin Stockhausen (43) aus Werne.

Kälte sorgt für Stress für die Haare

Grundsätzlich gilt: Man sollte seinen Haaren nicht nur wegen des Lockdowns und der seit Monaten fehlenden Behandlung beim Friseur etwas Gutes tun. Auch die teils eisigen Temperaturen sorgen für Stress für die Haare. „Bei der Heizungsluft können die Haare zum Beispiel schnell stumpf werden“, sagt Stockhausen.

Deshalb rät sie dazu, weiter das Shampoo und den Conditioner, den die Kunden bereits verwenden sollten, zu nutzen. Der Conditioner schützt und pflegt die Haare und schließt die Schuppenschicht, die sich nach dem Waschen mit dem Shampoo geöffnet hat. Zusätzlich verleiht ein Conditioner, der reichhaltiger als eine typische Spülung ist, dem Haar einen schönen Glanz.

Shampoo, Conditioner und Co.

Katrin Stockhausen, die seit zwölf Jahren ihren Salon in der Steinstraße in Werne betreibt, rät dazu, nach jeder Haarwäsche auch einen Conditioner zu verwenden. Während dieses Pflegemittel nur wenige Minuten einwirken muss, ehe man es wieder ausspült, ist das bei einer Haar-Kur anders. Die sollte man gerade bei diesen tiefen Temperaturen wöchentlich anwenden, rät die Friseurmeisterin. „Da sollte man sich schon 15 Minuten ein Handtuch umwickeln und die Kur ordentlich einwirken lassen. Das ist eigentlich wie das Hände-Eincremen im Winter“, sagt die 43-Jährige.

Shampoo, Conditioner und die richtige Farbe zum Färben und Tönen daheim können Kunden am Salon  kaufen.
Shampoo, Conditioner und die richtige Farbe zum Färben und Tönen daheim können Kunden am Salon kaufen. © Katrin Stockhausen © Katrin Stockhausen

Sich selbst Strähnchen in die Haare zu färben oder sich zu blondieren, davon rät Katrin Stockhausen ausdrücklich ab. Eine komplette Haarfarbe aufzutragen, könnte man aber auch im Lockdown daheim schaffen. „Ein gewisses Restrisiko tragen die Kunden schon. Es wird nur ordentlich, wenn es jemand anderes macht. Und es wird nur ganz ordentlich, wenn es ein Profi macht“, sagt die Friseurmeisterin.

Fenster-Verkauf am Salon in Werne

Für ihre Stammkunden bietet sie mit ihrem Fenster-Verkauf an ihrem Salon neben Shampoos und Conditioner dennoch die Ansatzfarbe an. Den auf den Kunden abgestimmten und zusammengestellten Farbbrei gießt Stockhausen dabei in kleine Fläschchen, die die Kunden selbst mitbringen müssen. Die Farbmischung muss dann innerhalb der nächsten drei Stunden aufgetragen werden, erklärt die Expertin.

Katrin Stockhausen, Friseurmeisterin aus Werne (r.), bietet während des Lockdowns ihren Fenster-Verkauf mit Haarpflege-Produkten an.
Katrin Stockhausen, Friseurmeisterin aus Werne (r.), bietet während des Lockdowns ihren Fenster-Verkauf mit Haarpflege-Produkten an. © Katrin Stockhausen © Katrin Stockhausen

Handschuhe und Pinsel gibt es ebenfalls dazu. Zuhause müssen die Kunden dann nur noch den Entwickler hinzukippen und das Ganze mischen, bevor sie es auf die Haare auftragen. „Das ist ein kleines Trostpflaster, damit sie genau ihre Haarfarbe bekommen“, sagt Stockhausen. Manchmal werde der passende Farbton durch drei oder vier verschiedene Töne erreicht. Im Drogeriemarkt gebe es diese individuelle Farbzusammenstellung nicht.

Bei den Kunden kommt der Service von Katrin Stockhausen und ihrem Team im Lockdown gut an. Auch das Färben oder Tönen daheim funktioniert im Notfall. „Ja, ich habe das schon bei einigen Kunden beobachten können. Da kam eine Kundin, die direkt ihre Mütze abgezogen hat und gesagt hat: ‚Guck mal, ist doch ganz schön geworden, oder?‘“

Die Kunden werden dennoch froh sein, wenn sie wieder eine Behandlung im Salon bekommen können. Zunächst werden im Salon von Katrin Stockhausen die im Dezember vereinbarten Termine nachgeholt. Selbst für diese Kunden kann es bis zu zwei Wochen dauern, bis sie an der Reihe sind. Für alle anderen gilt: Geduld bewahren und bis dahin daheim die Haare so gut es geht pflegen.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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