Verkaufsoffene Sonntage in Werne: Einzelhändler verzichten auf weiteren Termin

dzEinkaufen in Werne

Werne plant für dieses Jahr noch drei verkaufsoffene Sonntage. Eigentlich wäre sogar ein weiterer Termin möglich gewesen aufgrund einer Neuverordnung und der Absage der ersten Sonntagsöffnung 2020.

Werne

, 28.07.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Werne soll es drei verkaufsoffene Sonntage in diesem Jahr geben. Zurzeit läuft eine Umfrage bei den Einzelhändlern, ob sie drei Termine ab Herbst anbieten möchten. Noch bis Mittwoch, 29. Juli, haben sie Zeit, ihre Wünsche zu äußern, erklärt Carolin Brautlecht, Leiterin von Werne Marketing.

„Es werden die Termine abgefragt, die wir auch bis dato geplant haben. Mit dem neuen Erlass ist das auch von Veranstaltungen losgelöst möglich“, so Brautlecht. Das Landeskabinett hatte Anfang Juli beschlossen, dass verkaufsoffene Sonntage in NRW auch dann möglich sind, wenn sie nicht im Zusammenhang mit einem Event stattfinden.

Ein Sachgrund reicht demnach aus, um eine Ladenöffnung am Sonntag durchführen zu können. Weil viele verkaufsoffene Sonntage aufgrund der Corona-Krise ausgefallen sind, gibt es 2020 die Möglichkeit, einen zusätzlichen Termin anzubieten.

Drei statt vier verkaufsoffene Sonntage in Werne

In Werne allerdings soll es - Stand jetzt - bei den geplanten drei verkaufsoffenen Sonntagen bleiben: 25. Oktober (zur Sim-Jü-Kirmes), 8. November (zum Martinsmarkt) und am 6. Dezember (zum Weihnachtsmarkt). Der verkaufsoffene Sonntag, der Anfang April zum Mode- und Autofrühling geplant war, soll nicht nachgeholt werden.

„Es wäre großartig, wenn wir überhaupt die drei geplanten Termine anbieten könnten“, sagt Brautlecht. Bisher hätte sie noch nicht von allen Einzelhändlern die Rückmeldung zu verkaufsoffenen Sonntagen bekommen. Werne Marketing als Veranstalter wird die Entscheidung in Rücksprache mit den Einzelhändlern treffen, hatte Carolin Brautlecht immer wieder betont.

Einzelhändler möchten Läden öffnen

Und die haben weitestgehend ihre Zusage gegeben, wie Hubertus Waterhues von der Aktionsgemeinschaft „Wir für Werne“ erklärt. „Das Interesse ist ziemlich hoch. Zum einen bieten verkaufsoffene Sonntage die Chance, einen Teil der Umsätze, der während des Lockdowns liegen geblieben ist, wieder einzubringen. Zum anderen bieten verkaufsoffene Sonntage den Einzelhändlern die Chance, sich mit ihrem Angebot und ihrer Beratungsqualität darzustellen“, erklärt der Inhaber der Buchhandlung Bücher Beckmann.

Eine solche Ladenöffnung würde aber nur bei vielen teilnehmenden Geschäften Sinn ergeben. „Es muss sich auch lohnen - auch wenn es keine Veranstaltung in der Stadt gibt. Es nützt nichts, wenn nur in fünf Läden Licht brennen würde.“

Zufrieden mit drei Terminen

Bislang seien die Reaktionen auf die drei geplanten verkaufsoffenen Sonntage aber positiv. „Es sieht ganz gut aus. Im klassischen Einzelhandel würden die meisten ihre Türen aufmachen“, so Waterhues weiter. In der Kern-Fußgängerzone hätten demnach annähernd alle Einzelhändler zugesagt.

Dabei sind die Geschäftsleute, die für zusätzliche Geschäftsöffnungen personell entsprechend planen müssen, offenbar auch mit drei Terminen zufrieden. Hubertus Waterhues zumindest habe keine negativen Rückmeldungen bezüglich der Anzahl der Termine bekommen.

Er spricht sich auch dafür aus, die Läden in Werne an den geplanten Terminen zu öffnen. Diese sind im Zusammenhang mit den Veranstaltungen, die in diesem Jahr womöglich gar nicht stattfinden können, vereinbart worden. Aufgrund der Neuregelung könnten die verkaufsoffenen Sonntage aber auch an beliebigen anderen Wochenenden steigen.

Jetzt lesen

„Ich glaube, es ist sinnvoll, an den bekannten Terminen festzuhalten. Sie sind schon bei vielen Kunden im persönlichen Kalender notiert. Und der Aufwand, etwas Neues zu installieren, ist deutlich höher“, sagt Waterhues. Zudem bräuchte es eine gewisse Vorlaufzeit, um auf die Ladenöffnung aufmerksam zu machen. An den verkaufsoffenen Sonntagen in Werne gelten wie an den anderen Tagen dann auch die üblichen Corona-Regeln.

Lesen Sie jetzt