Vandalismus: Jugendliche suchen seit Jahren den Schulhof in Stockum heim

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Jugendliche suchen seit Jahren den Schulhof der Kardinal-von-Galen-Grundschule heim. Sie sorgen für Zerstörungen und Verschmutzungen. Nun plant die Schulleitung eine radikale Maßnahme.

Stockum

, 06.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Täter stecken Spielgeräte an, zerstören Anlagen, beschmieren Fenster oder hinterlassen Glasscherben auf dem Schulhof. „Das geht schon eine geraume Zeit so“, sagt Beate Klink-Schmidt. Die Schulleiterin forderte am Dienstagabend in der Sitzung des Bezirksausschusses Stockum als Gegenmaßnahme, den Schulhof abschließbar zu machen.

„Wir haben überhaupt nichts dagegen, wenn Kinder und Jugendliche außerhalb der Schulzeiten den Hof nutzen. Aber sie sollen bitteschön alles in Ordnung lassen“, sagte Klink-Schmidt vor den Stockumer Lokalpolitikern.

Drastische Schilderung der Zerstörung auf dem Stockumer Schulhof

Drastisch schilderte sie, was die Vandalen in den letzten Jahren alles so angestellt haben: „Zum Beispiel haben sie an verschiedenen Stellen Feuer gelegt.“ Zum Glück sei aber nicht viel passiert.

Neulich hätte man entdeckt, dass die Unbelehrbaren „Döner-Reste an eine Fensterscheibe geschmiert“ hätten, berichtet die Rektorin. An Montagen müsste die Hausmeisterin morgens gründlich kontrollieren, ob keine Reste wie Glasscherben von Gelagen am Wochenende auf dem Schulhof übrig geblieben sind.

Mehrere Anzeigen der Grundschule bei der Polizei

Einige größere Schäden hat die Schule in den vergangenen Jahren bei der Polizei angezeigt, wie die Statistik belegt. Polizeisprecher Thomas Röwekamp sagt auf Anfrage: „Am 29. Dezember 2016 hat zum Beispiel ein Papiercontainer auf dem Schulgelände gebrannt.“

Im April 2017 sei es dann zu einer Sachbeschädigung unter anderem an einem Insektenhotel gekommen. An einem Wochenende im Oktober 2018 sei eine Infotafel aus einem Holzrahmen gerissen worden.

Jüngste Tat: Tischtennis-Platte beschädigt

Die jüngste Anzeige der Stockumer Grundschule datiere von Mitte April. „Vom 16. auf den 17. April 2019 haben Unbekannte das stählerne Netz der Tischtennisplatte verbogen“, sagt Polizeisprecher Röwekamp. Leider habe die Polizei in keinem der Fälle Täter ermitteln können.

Die Schule geht fest davon aus, dass es sich bei den Tätern um Jugendliche handelt. „Als wir neulich eine Konferenz hatten, fuhren beispielsweise Jugendliche mit ihren Mofas über den Schulhof. Auch das muss doch nicht sein“, sagt die Konrektorin Cordula Stamm auf Anfrage der Redaktion.

Sie erklärt, wie die Sicherung des Schulgeländes funktionieren könnte. „Eigentlich fehlt nur an einer Seite des Schulhofes noch ein Zaun. Wenn der errichtet würde, wäre das Gelände rundum versperrt.“ Die Bezirksausschuss hat den Wunsch zur Kenntnis genommen, aber noch nicht reagiert.

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