Unfallhauptursache sind Alkohol und Raserei

Verkehrsstatistik

Mehr Geschwindigkeitsüberwachungen und die kompromisslose Ahndung von Verkehrsverstößen - mit diesem Rezept will Landrat Michael Makiolla (SPD) gegen den Anstieg der Verkehrsunfallzahlen mit Toten und Verletzten im Kreis vorgehen.

WERNE

von Von Heiko Mühlbauer

, 27.02.2012, 18:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erst vor rund zwei Wochen ereignete sich ein schwerer Unfall auf der Kamener Straße.

Erst vor rund zwei Wochen ereignete sich ein schwerer Unfall auf der Kamener Straße.

Am Montag gab der Landrat und Chef der Kreispolizeibehörde gemeinsam mit seinem zuständigen Spitzenpersonal die aktuellen Unfallzahlen bekannt. Dabei ist es im Kreis nicht anders als im Land. Vor allem die Steigerungsrate der Unfälle mit Verletzten und Toten beunruhigt die Fachleute. Jahrelang konnte man auf diesem Gebiet sinkende Zahlen vermelden.

Ob die Autofahrer mehr rasen oder häufiger betrunken unterwegs sind, lässt sich statistisch nicht belegen. Fest steht, dass Trunkenheit und Geschwindigkeitsüberschreitungen als Hauptursache für Unfälle mit Personenschäden gelten.

Probleme machen der Polizei auch weiterhin frisierte Motorroller. Im vergangenen Jahr gingen mehr als 100 Anzeigen kreisweit ein. Dadurch, dass die Maschinen meist vom Werk gedrosselt würden, reichte oft ein einfacher Handgriff, um aus dem Mofa einen Renner zu machen. Kein Wunder, dass Jugendliche im Straßenverkehr am häufigsten mit dem motorisierten Zweirad verunglücken.

Die meisten Jugendlichen verunglückten im vergangenen Jahr in Schwerte und Unna (21). Kinder kommen hingegen am häufigsten mit dem Fahrrad im Straßenverkehr zu Schaden. Dasselbe gilt für Senioren (über 65 Jahre). Hier rangieren Fahrradunfälle weit vor Autounfällen.Nordlippestraße ist Unfallschwerpunkt

"Die Statistik sagt aber nichts darüber, wer jeweils schuld am Unfall war", betont die Direktionsleiterin Verkehr der Kreispolizei, Michaela Helm. Deshalb hat sich die Kreispolizei auch die Unterstützung der Bereitschaftspolizei Bochum für Fahrradkontrollen gesichert. Die Einsatzkräfte sollen verstärkt Fahrräder kontrollieren, zum Beispiel auf Schulwegen und in der Fußgängerzone.

Ansonsten hat man sich drei Bereiche für verstärkte Kontrollen vorgenommen: Die Geschwindigkeitsüberwachung, mehr Alkohol- und Drogenkontrollen und eine stärkere Überwachung der Gurtpflicht. Ein Problem in Werne bleiben die beiden Auffahrten zur A 1. Die Nordlippestraße gilt sowohl in Richtung Köln als auch in Richtung Bremen als so genannter Unfallschwerpunkt.

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