Mittlerweile sind alle iPads an den Werner Schulen angekommen. Zwischenzeitlich hatte es massive Lieferschwierigkeiten gegeben. © picture alliance/dpa
Corona und Schule

Trotz massiver Lieferschwierigkeiten: Alle iPads haben Schulen in Werne erreicht

Plötzlich war Distanzunterricht und vielen Schülern fehlten die mobilen Endgeräte, besonders finanziell weniger starken Familien. Offenbar sind nun aber alle Geräte an den Schulen in Werne angekommen.

Trotz teilweise massiver Lieferschwierigkeiten durch den Hersteller Apple haben es offenbar alle bestellten iPads an die Schulen in Werne geschafft. Das bestätigt die Leiterin der Abteilung Bildung, Kultur und Sport, Kathrin Kötter, auf Nachfrage der Redaktion. Demnach seien insgesamt 523 iPads für Lehrpersonal und Schülerinnen und Schüler bestellt worden – 220 davon gingen an die Lehrkräfte.

Die Geräte an den Schulen wurden wie folgt aufgeteilt: 122 an die Grundschulen, 100 an die Marga-Spiegel-Sekundarschule und 81 an das Anne-Frank-Gymnasium (AFG). „Die Marga-Spiegel-Sekundarschule hat zusätzlich dazu eine Spende für die Beschaffung von 43 zusätzlichen iPads erhalten“, so Kötter. Im Rahmen des „Digitalpaktes Schule – Sofortausstattungsprogramm“ konnten Schulträger von Schulen in öffentlicher Trägerschaft die Anschaffung von schulgebundenen mobilen Endgeräten „zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte“ beantragen.

Endgeräte sind in der ersten Märzwoche ausgeliefert worden

In der ersten Märzwoche 2021 seien sie dann ausgeliefert worden. Nach der notwendigen Einrichtung der Geräte durch die Stadt seien sie daraufhin an die Schulen ausgegeben worden. „Die iPads wurden in den Phasen des Distanzlernens an bedürftige Schüler*innen verliehen“, so Kötter. Die iPads seien ebenfalls für das von der Stadt Werne finanzierte Lernförderungsprojekt „Schüler helfen Schülern“ genutzt worden, welches vor den Sommerferien durchgeführt worden ist.

Auch im Präsenzunterricht werden die Geräte nun benötigt, erklärt Kötter. „Die Stadt Werne hat mit „iServ“ und „UCS@school“ Lernmanagementsysteme beschafft, die die Schulen langfristig bei ihrer pädagogischen Arbeit unterstützen sollen.“ Doch wer kümmert sich um die Geräte, wenn die Coronapandemie irgendwann tatsächlich als beendet erklärt werden könnte? Klar ist, dass sich die Stadt darum kümmert – sowohl personell als auch finanziell. „Sachausgaben für die Wartung und den Betrieb der anzuschaffenden Endgeräte sowie Personalausgaben gehören – laut Förderbescheid – nicht zu den förderfähigen Ausgaben.“

Die Digitalisierung an den Schulen werde auch nach Corona noch ein wichtiges Thema bleiben, so Kötter. „Die Schulen spielen eine wesentliche Rolle bei der Vermittlung von Medienkompetenz an die Schüler*innen. Das Anne-Frank-Gymnasium ist bekanntermaßen in diesem Bereich bereits sehr gut aufgestellt.“ Die Marga-Spiegel-Sekundarschule wolle bewusst die Erfahrungen aus dem Distanzlernen nutzen und nimmt an dem Landesprogramm „Klasse!Digital – Ganzheitliche Schul- und Unterrichtsentwicklung für heute und morgen“ teil, um die neu angeeigneten Kompetenzen weiterzuentwickeln. „Die Stadt Werne investiert in den digitalen Ausbau der Schulen. Die Sommerferien werden beispielsweise zur EDV-Verkabelung der Schulen im Rahmen des Digitalpaktes genutzt“, so Kötter.

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Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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