Trauerweide am Stadtsee umgestürzt - Ursache bleibt rätselhaft

Natur in Werne

Die Trauerweide auf der kleinen Insel im Stadtsee Werne ist vielen älteren Wernern ein Begriff. Doch aus dem einst stolzen Baum ist nun ein gestraucheltes Gewächs geworden, das im See dümpelt.

Werne

, 27.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Bild von einem Baum: Die Trauerweide auf der kleinen Insel im Stadtsee, aufgenommen etwa Ende der 1970er Jahre.

Ein Bild von einem Baum: Die Trauerweide auf der kleinen Insel im Stadtsee, aufgenommen etwa Ende der 1970er Jahre. © Jörg Heckenkamp (A)

Mit einem lauten Knall, so ein Ohren- und Augenzeuge, stürzte am Dienstagvormittag, 23. Juni 2020, die bekannte Trauerweide auf der kleinen Insel im Stadtsee um. Eine orkanartige Böe kann es nicht gewesen sein. „Es war fast windstill“, sagt Augenzeuge Wilhelm Bußkamp (82). Die Weide sei aus unerfindlichen Gründen einfach Richtung katholischer Friedhof in den Stadtsee gestürzt.

Bleibt die Trauerweide im Stadtsee liegen?

Da liegt sie nun und harrt der Dinge, die da kommen. Burkhard Klinkhammer vom Umweltamt der Stadt hatte erklärt, er könne sich gut vorstellen, dass das Gewächs einfach im See liegen bleibt. Dort behindere oder gefährde es niemanden und verwandele sich über kurz oder lang in ökologisch wertvolles Totholz. Ob es eventuell doch zu einer Bergung des gefallenen Baumes kommen könnte, konnte uns trotz mehrfacher Nachfrage niemand im Stadthaus beantworten.

Die Trauerweide auf der kleinen Insel im Stadtsee Werne ist am Dienstag, 23. 6. 2020, umgekippt und in den See gestürzt.

Die Trauerweide auf der kleinen Insel im Stadtsee Werne ist am Dienstag, 23. 6. 2020, umgekippt und in den See gestürzt. © Jörg Heckenkamp

Auch über die Ursache des Umsturzes herrscht Unklarheit. Die einst mächtige Trauerweide, die zu ihren besten Zeiten die gesamte Insel wie mit einem grünen Vorhang umgeben hatte, hatte in der Vergangenheit schon den Verlust eines großen Astes zu verkraften gehabt. Im Gegensatz zu früher wirkte sie danach schon ordentlich gerupft.

Nun also das endgültige Ende für den Baum, der vermutlich rund 90 Jahre alt geworden ist. Eventuell, so eine Vermutung von Burkhard Klinkhammer, könnte die Trockenheit der vergangenen Jahre zu einem gefürchteten, so genannten Sommerbruch geführt haben.

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