Verriegelt und verrammelt: So sieht es zurzeit bei Fränzers oft aus. © Jörg Heckenkamp
Gastronomie in Werne

Traditions-Lokal Fränzers steht vor großen Veränderungen

Ein Spontan-Besuch in Wernes Traditions-Lokal „Fränzers“ ist aktuell eine spannende Sache. Denn jedes Mal steht die Frage im Raum: Geöffnet oder geschlossen? Es stehen große Veränderungen an.

Wer spontan eine der bekanntesten Gastronomien in Werne besuchen möchte – Fränzers in der Marktgasse – muss sich darauf einstellen, vor verschlossener Tür zu stehen. Denn seit Wochen hängen Zettel in den Türen, die entweder von „kleinen Betriebsferien“ oder „coronabedingten Schließungen“ künden. Der Laden hat nur noch selten geöffnet. Was ist bei Fränzers los?

Die Traditions-Kneipe Fränzers hat im Juli 2020 häufig geschlossen. Öffnungszeiten sind meist am Wochenende. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Pächter Marcus Kocha gibt folgende Antwort auf Anfrage der Redaktion. Durch zwei Erkrankungen in seinem Hauptbetrieb in Kamen, dem spanischen Restaurant La tapa guapa, habe er mit dem Personal jonglieren müssen. „Das, und durch Urlaube, musste ich Fränzers in Werne kürzer fahren. Aber ab August geht es normal weiter“, sagt Kocha.

Demnächst kein Frühstück mehr bei Fränzers

Doch so normal wie in den vergangenen Jahren wird es doch nicht weitergehen, wie der Wirt weiter erklärt. Denn Marcus Kocha will bei Fränzers das Frühstücks-Geschäft abschaffen. „Das lassen wir ab August wohl ganz weg. Das hat sich nie so richtig gerechnet“, erklärt er. Dieses Segment sei durch andere Gastro-Betriebe in Werne stark besetzt. Demzufolge würden die morgendlichen Öffnungszeiten abgeschafft und Fränzers würde nur noch ab nachmittags öffnen.

Die genauen Öffnungszeiten könne er jetzt noch nicht festzurren. Vermutlich läuft es auf eine Öffnungszeit von 16 oder 17 Uhr hinaus. Höchstwahrscheinlich bleibe es zudem bei dem in der Branche ungewöhnlichen Ruhetag, nämlich dem Sonntag.

Stark eingeschränkte Zeiten bei Fränzers im Juli

Die stark eingeschränkten Zeiten gelten noch am kommenden Freitag und Samstag, eventuell auch noch am 24. und 25. Juli. „Danach machen wir eine längere Pause. Zu dem Zeitpunkt haben wir auch im vergangenen Jahr Betriebsferien gemacht.“ Und danach solle es im August mit dem neuen, geschrumpften Konzept weitergehen.

Der gestandene Wirt Marcus Kocha hatte die Traditionskneipe Fränzers, bis dato von der Familie Fränzer geführt, im Herbst 2016 übernommen. Bis dahin war das Lokal, das ungewöhnlicherweise über zwei Eingänge, von der Bonenstraße und von der Marktgasse, verfügte, eine Kneipe mit gut-bürgerlicher Speisenkarte. Kegel- und Karten-Klubs, Jung und Alt kamen hier zusammen.

Kocha renovierte behutsam das Interieur der alteingesessenen Gastronomie. Mit etwas größerem Schwung änderte er die Speisenkarte. Als Pächter des erfolgreichen spanischen Restaurants in der Kamener Innenstadt führte er bei Fränzers spanische Spezialitäten ein sowie Steaks und Burger.

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Jörg Heckenkamp

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