Werne im Trend: Lippestadt lockte 2019 mehr Touristen an als in den Vorjahren

dzTourismus in Werne

Wie beliebt ist Werne bei Menschen von außerhalb? Schaut man auf die Übernachtungszahlen, dann zeigt sich in der Lippestadt ein positiver Trend. Und das hat vor allem zwei spezielle Gründe.

Werne

, 16.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise lassen viele Branchen mehr oder weniger aufatmen. Auch das Tourismus-Geschäft. Laut Stufenplan der NRW-Landesregierung sind seit Montag (11. Mai) unter anderem wieder touristische Aufenthalte in Ferienhäuser und -wohnungen sowie auf Campingplätzen möglich - unter Wahrung des Kontaktverbots. Individualreisenden mit Wohnsitz in NRW ist der touristische Aufenthalt nun wieder gestattet. Und auch die Tourist-Informationen dürfen ihre Türen nun wieder öffnen.

„Wie sehr Corona sich auf die Tourismus-Zahlen ausgewirkt hat, lässt sich momentan gar nicht abschätzen. Wir werden in den vergangenen Wochen aber bestimmt einige Radtouristen verpasst haben“, sagt Britta Löchter von Werne Marketing. Ärgerlich ist das nicht zuletzt auch deswegen, weil sich in der Lippestadt im vergangenen Jahr ein positiver Trend in diesem Bereich abgezeichnet hatte. Denn laut Landesdatenbank hatte Werne - gemessen an den Übernachtungszahlen - einen Anstieg von gut 12 Prozent gegenüber 2018 zu verzeichnen.

Werne im Trend: Lippestadt lockte 2019 mehr Touristen an als in den Vorjahren
„Uns kommt zugute, dass wir zu den historischen Stadtkernen in NRW gehören.“
Britta Löchter

Die Statistik berücksichtigt zwar lediglich die 11 Werner Hotels und Pensionen und lässt somit Ferienwohnungen außen vor - doch der Trend ist trotzdem unverkennbar. „Wir bekommen natürlich auch Feedback von den Anbietern der Ferienwohnungen. Und da waren die meisten zufrieden mit der Auslastung“, so Löchter.

Insgesamt 59.234 Übernachtungen stehen für das Jahr 2019 in der Statistik der 11 Werner Beherbergungsbetriebe, die mit 395 Betten bestückt sind. Damit folgt die Lippestadte nun auch wieder dem Landestrend. Der NRW-Tourismus verbuchte das zehnte Jahr in Folge einen Gäste- und Übernachtungsrekord. Mehr als 24,3 Millionen Gäste suchten 2019 die gut 5000 nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetriebe und Campingplätze auf und verbuchten rund 53,3 Millionen Übernachtungen.

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Im Jahr 2018 hatte Werne im Hinblick auf die Übernachtungszahlen noch deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Ein wesentlicher Grund laut damaliger Aussage der Werner Tourismus-Expertin: die fertiggestellten Großbaustellen von Amazon und der Erdgas-Verdichterstation von Open Grid. Denn einen großen Teil der Übernachtungen in Werne verbuchten bis dato Geschäftskunden.

„Aber wir haben auch heute noch Monteure und Techniker bei uns zu Gast. Die großen Unternehmen schauen ins Gastgeberverzeichnis, wenn sie ihre Arbeiter unterbringen müssen. Und da taucht natürlich auch Werne auf. Zudem haben wir hier natürlich auch viele Radtouristen - wobei die oftmals nur eine Nacht bleiben“, erklärt Löchter.

Werne punktet vor allem bei Radtouristen

Werne könne hier vor allem mit dem Angebot an Radtouren und Radpauschalen - etwa in Kombination mit einer Eintrittskarte fürs Solebad - punkten: „Und uns kommt zugute, dass wir zu den historischen Stadtkernen in NRW gehören. Unsere Besucher sind auch meist angetan von der Atmosphäre und den alten Bauwerken. Das Feedback, das wir etwa bei den Stadtführungen bekommen, ist überwiegend positiv.“

Im vergangenen Jahr habe das Stadtmarketing 36 solcher Gruppenführungen veranstaltet. Und hinzu kämen natürlich noch die Führungen, die der Verkehrsverein Werne anbietet, so Löchter. Und was nehmen die Touristen abgesehen von ein paar netten Eindrücken und Geschichten noch so mit aus der Lippestadt?

Na klar, Souvenirs. Und was das anbelangt, haben die Leute von außerhalb laut der Tourismus-Expertin auch ein paar klare Favoriten: Beuteltaschen - vom Straßenfestival und von Sim-Jü: „Die gehen wirklich gut weg. Genauso wie die Klassiker: Magnete und Ansteckpins.“ Im Jahr 2020 dürfte die Ausbeute kleiner ausfallen. Die Corona-Krise macht eben auch vor der Tourismus-Branche nicht halt - Lockerungen hin oder her.

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