Tödlicher Unfall: 18-Jähriger hatte Alkohol im Blut

B54 zwischen Herbern und Werne

Die Ursache für den tödlichen Unfall eines 18-Jährigen auf der B54 zwischen Herbern und Werne scheint geklärt. Bei der Obduktion der Leiche des in dem Wagen verbrannten Schülers haben die Ermittler Alkohol festgestellt. „Wir gehen davon aus, dass das die Ursache für den tödlichen Unfall ist“, sagt Polizeisprecherin Ute Hellmann. Und auch ein anderes Detail hat sich geklärt.

HERBERN/WERNE

, 05.09.2016, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

 

Dabei handelt es sich um einen bislang ungeklärten Unfall kurz vorher in Herbern. Dabei war ein PKW gegen den Zaun eines Kinderspielplatzes gefahren. Der Fahrer flüchtete, verlor aber dabei Teile des Kühlergrills. Es handelt sich um Bauteile eines Mercedes. „Vom Typ und vom Baujahr her, passt das am Spielplatz gefundene Teil zu dem wenig später verunglückten Wagen.“

Das Geschehen in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 13./14. August, stellt sich nach jetzigem Stand in großen Zügen wie folgt dar: Der aus Werne stammende 18-Jährige Abiturient durfte den elterlichen Mercedes zur Fahrt zu einer Party in Herbern nutzen. Auf dem Hinweg hatte er Freunde mitgenommen. Auf der Party hat er offenbar Alkohol getrunken und sich dann gegen 2.30 Uhr ans Steuer gesetzt, um Richtung Werne zu fahren.

Erst in Spielplatz-Zaun gefahren, später gegen Baum gekracht

Schon kurz nach Fahrtbeginn krachte er in den Zaun des Spielplatzes. „Der liegt tatsächlich in der Nähe des Ortes, wo die Party stattfand“, sagt Polizeisprecherin Hellmann. Der 18-Jährige fuhr trotz des arg ramponierten Wagens weiter.

Zwischen Herbern und Werne, zwischen den Einmündungen Höltingweg und Zollstraße, auf fast gerader Strecke, kam er dann gegen 2.40 Uhr von der Bundesstraße nach rechts ab, berührte einen Baum und krachte dann gegen einen zweiten. Dabei ging der Wagen in Flammen auf. Der junge Mann verbrannte vor Ort, die Retter von Feuerwehr und Rettungsdienst konnten nichts mehr tun.

Die Polizei ermittelte daraufhin im Umfeld des Verstorbenen, untersuchte das ausgebrannte Wrack und obduzierte die Leiche. Ute Hellmann: „Wir fanden weder Anzeichen für ein Fremdverschulden noch für einen technischen Defekt am Fahrzeug.“ 

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