Tannenbäume werden ab Montag abgeholt - aber nicht im gesamten Stadtgebiet

Ausrangierte Weihnachtsbäume

Manche lassen ihren Tannenbaum bis Maria Lichtmess (2. Februar) in der guten Stube. Doch die meisten takeln ihn kurz nach dem Jahreswechsel ab. Denn es naht die Abholung der ausrangierten Bäume.

Werne

, 07.01.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
So nicht - schon Tage vor der offiziellen Abholung haben unbekannte diesen Tannenbaum an einem Container-Standort abgelegt.

So nicht - schon Tage vor der offiziellen Abholung haben unbekannte diesen Tannenbaum an einem Container-Standort abgelegt. © Jörg Heckenkamp

Die meisten Familien trennen sich um den Dreikönigs-Tag, 6. Januar, von der festlich geschmückten Nordmanntanne. In Werne startet die kostenlose Abholung der abgetakelten Tannenbäume am Montag, 11. Januar 2021. Eine Woche hat die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft (GWA) Kreis Unna für die Entsorgung kalkuliert. Dazu hat sie Werne in neun verschiedene Abhol-Zonen eingeteilt.

Je zwei Zonen steuern die Fahrzeuge von Montag bis Donnerstag an. Am Freitag, 15. Januar, endet die Abholung mit dem letzten Bezirk 9 in Werne. Die genaue Einteilung der Abhol-Zonen ist dem länglichen Abfallkalender zu entnehmen, der allen Haushalten Ende des Jahres 2020 zugegangen ist.

Keine Abholung in den Außenbereichen

Zuständig für die Abfuhr sind die Stadtwerke Selm. Ehrenamtliche Organisationen, wie etwa die Pfadfinder in Selm, helfen in Werne nicht bei der Abholung. Übrigens: Wer im Außenbereich wohnt, muss sich um die Zukunft der Tanne selbst Gedanken machen. „In den dünn besiedelten Bereichen wäre es zu aufwendig, wegen einiger weniger Exemplare die Wagen dort hinzuschicken“, sagt Regine Hees von der GWA-Abfallberatung auf Anfrage der Redaktion. Kompostierung oder (kostenpflichtige) Abgabe am Wertstoffhof am Südring sind die Alternativen.

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Die GWA-Abfallberatung weist darauf hin, dass die Bäume am Abholtag spätestens ab 6 Uhr morgens gut sichtbar und ohne Baumschmuck bereit liegen müssen. Das bedeutet, Lametta, Sterne, Aufhänger und so weiter müssen komplett von dem Grünling entfernt worden sein.

Bäume gehen in die Kompostierung

„Was wird eigentlich aus meinem Weihnachtsbaum, wenn er abgeholt worden ist?“ Diese Frage haben sich viele Bürger sicher schon mal gestellt. Für die Verwertung der Weihnachtsbäume im Kreisgebiet sorgt die GWA. Die ausgedienten Bäume werden von der Müllabfuhr eingesammelt und im Kompostwerk zu gütegeprüftem Kompost verarbeitet.

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Nach ihrer Anlieferung auf dem Grünschnittkompostplatz werden sie zunächst zweimal geschreddert und anschließend der Bioabfallkompostierung als Strukturmaterial zugeführt. So wird mit Hilfe der ausgedienten Tannenbäume wertvoller Kompost mit RAL-Gütesiegel hergestellt, der wiederum als fruchtbarer Bodenverbesserer zum Einsatz kommt: Der Kreislauf schließt sich, sagt die GWA.

Kostenpflichtige Abgabe am Wertstoffhof

Wer den Abholtermin für den Weihnachtsbaum verpasst hat, muss sich selbst um die Entsorgung kümmern. Dann bleibt in der Regel nur der Weg zum Wertstoffhof. Im Rahmen der Grünschnittannahme ist die Abgabe meist kostenpflichtig.

Hilfe bei Entsorgungsfragen gibt es bei der GWA-Abfallberatung am Infotelefon unter 0 800 400 1 400 und im Internet unter www.gwa-online.de.
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