Stufen am Neubau: Verwaltung räumt Fehler ein

Nicht barrierefrei

Barrierefrei sollten die Stadtvillen sein - doch dann wurden auf dem Zinke-Gelände Stufen gebaut. Das hatte schon seit Monaten für Aufregung gesorgt. Jetzt hat sich der Planungsdezernent im Ausschuss erneut geäußert. Was er und die anderen Teilnehmer zu dem Bau gesagt haben, lesen Sie hier.

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, 29.06.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stufen am Neubau: Verwaltung räumt Fehler ein

Auch hier behindern die Stufen weiterhin den barrierefreien Zugang zu den Stadtvillen am Burgtor.

Die Sitzung des Planungsausschusses dauerte schon mehr als drei Stunden. Alle wollten nach Hause. Doch Klaus Schlüter (Grüne) brannte noch etwas unter den Nägeln. „Ich will hier einfach noch mal das Thema Treppenstufen an der Bebauung auf dem Zinke-Gelände ansprechen. Wie kann das sein, dass wir das nicht barrierefrei hinbekommen.“

Dezernent: "Ich kann mich nur entschuldigen"

Die einsetzende Debatte endete mit einem Schuldeingeständnis seitens der Verwaltung. Planungsdezernent Ralf Bülte: „Ich kann mich nur entschuldigen, dass wir nicht aufgepasst haben.“

Schlüter ärgert sich darüber, dass Behinderte und Rollatorfahrer aus Richtung Innenstadt einen langen Umweg nehmen müssen, um Büros und Wohnungen an der Burgstraße in dem Neubaukomplex zu erreichen. Wenn der Bauherr statt der zwei Stufen eine Rampe angelegt hätte, wäre alles gut gewesen. Doch das Bauordnungsamt hatte die Pläne mit den beiden Stufen genehmigt.

"Das ist nicht gut gelaufen"

„Es gibt ja einen barrierefreien Zugang, der ist halt weiter weg“, hatte Monika Geißler von der Bauordnung in besagter Sitzung die Erlaubnis verteidigt. Das wollte der Ausschuss-Vorsitzende Michael Zurhorst so nicht einfach stehen lassen: „Der Bauherr hat an dieser Stelle schließlich städtischen Grund überbaut. Da hätte die Verwaltung in den Verhandlungen die Stufen verhindern können.“ Jetzt könne man nichts mehr erzwingen. Zurhorst: „Das ist nicht gut gelaufen.“ 

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