Blick in das Logistikzentrum von Amazon in Werne: Hier stecken die Mitarbeiter mitten im Weihnachtsgeschäft. Das ist auch an der Veränderung beim Personal und am Streik zu spüren. © Mario Bartlewski (A)
Wirtschaft in Werne

Streik und Personalveränderung: So zeigt sich das Weihnachtsgeschäft bei Amazon in Werne

Mit der Black-Friday-Woche hat Amazon gleich an mehreren Tagen die Weihnachtssaison eingeläutet. Das ist auch in Werne spürbar - durch den Streik zum Auftakt und Veränderungen im Personal.

Traditionell beginnt mit dem Black Friday in den USA das Weihnachtsgeschäft. Längst gibt es ab Ende November auch besondere Angebote und Aktionen in Deutschland. Amazon, der Online-Versandhändler, macht im vierten Quartal des Jahres das wichtigste Geschäft. Die Auswirkungen der Corona-Krise und der Lockdown geben ihr Übriges hinzu. Dass Amazon nun in der umsatzstärksten Phase steckt, ist auch in Werne spürbar.

Zunächst mit einem Streik während der Black-Friday-Aktionstage. Mehrere hundert Mitarbeiter waren dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt und fuhren am Black Friday, am 27. November, mit ihren Autos zur corona-konformen Kundgebung auf dem Parkplatz am Hagen. Damit kämpfen sie für den Tarifvertag des Einzelhandels, den die Verantwortlichen von Amazon nicht unterzeichnen wollen.

Streik im Weihnachtsgeschäft hatte keine Auswirkungen auf operativen Betrieb bei Amazon

Wie in der Vergangenheit erklärt Amazon dazu, dass die Arbeitsniederlegung in Werne keine Auswirkungen auf den operativen Betrieb im Logistikzentrum und die Kundenauslieferungen gehabt habe.

Zudem sagt Wernes Standortleiter Ivan Saric: „Amazon bietet ein Umfeld in dem man gerne arbeitet, sich einbringen und erfolgreich sein kann. Tatsache ist, dass Mitarbeiter bei Amazon bereits von exzellenten Löhne, exzellenten Zusatzleistungen und exzellenten Karrierechancen profitieren – und das alles in einer sicheren, modernen Arbeitsumgebung.“

Neue Spielekonsole aus dem Werk in Werne

In Werne ist man generell auf größere Artikel spezialisiert. Das gilt auch für die Black-Friday-Zeit vom 20. bis 30. November. Da gab es vor allem Angebote aus den Sparten Technik, Technik, Haushalt und Küche, die nachgefragt wurden. Darunter seien etwa Staubsauger oder Kaffeemaschinen gewesen. Zudem wurden auch Elektrowerkzeug wie Bohrmaschinen und Akkuschrauber verstärkt verschickt, so Saric weiter.

Gefragt waren in diesem Zeitraum aber auch Spielzeug (zum Beispiel Playmobil) sowie Rucksäcke und Taschen. Aber auch der Hype um die neu herausgebrachten Spielekonsolen von Xbox und Playstation war spürbar. So ging etwa auch die neue Playstation 5 verstärkt aus dem Werk in Werne an die Kunden.

Ivan Saric ist seit 1. April 2019 Standortleiter von Amazon in Werne.
Ivan Saric ist seit 1. April 2019 Standortleiter von Amazon in Werne. © Jörg Heckenkamp (A) © Jörg Heckenkamp (A)

Um die vielen Bestellungen während des Weihnachtsgeschäftes auffangen zu können, hat Amazon wieder zusätzliches Personal eingestellt. „In Werne arbeiten mehr als 1700 Mitarbeiter in der Stammbelegschaft – zusätzlich unterstützen einige Hundert Saisonarbeitskräfte das Team“, erklärt Standortleiter Ivan Saric. In den insgesamt 15 Logistikzentren in Deutschland sind es etwa 10.000 zusätzliche Saisonmitarbeiter, die für das Weihnachtsgeschäft eingestellt worden sind.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek
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