Straßenkunst in Freilichtbühne: Ticketverkauf boomt, einige Shows fast ausverkauft

dzVeranstaltung in Werne

Straßenkunst in der Freilichtbühne: Viele Zuschauer möchten das alternative Programm zum Straßenfestival erleben. Der Ticketverkauf startete sofort sehr gut, einige Shows sind fast ausverkauft.

Werne

, 05.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als die Türen am Montagmorgen um 9 Uhr bei Bücher Beckmann geöffnet wurden, rückte der Verkauf von Büchern in den Hintergrund. Die Kunden wollten sich stattdessen ein Ticket für das Festival Straßenkunst in der Freilichtbühne vom 28. bis 30. August sichern.

Der Vorverkauf für die alternative Veranstaltung zum Straßenfestival startete am Montag, 3. August, sehr gut. Bereits nach den ersten beiden Tagen des Ticketverkaufs waren 1100 Karten und damit ein gutes Drittel aller Karten bereits vergriffen, wie Carolin Brautlecht, Leiterin von Werne Marketing, erzählt.

„Wir haben natürlich gehofft, dass wir uns eine Fan-Base erarbeitet haben und dass die Bürger die Alternative zum Straßenfestival gut annehmen. Es ist schön zu sehen, dass wir genau das Richtige gemacht haben und uns die Besucher in unserer Arbeit unterstützen“, erklärt Brautlecht.

Samstag-Shows bei Straßenkunst besonders gefragt

Demnach gibt es für einige Shows nur noch wenige Tickets. Laut Brautlecht seien die Shows am Samstagnachmittag und -abend besonders beliebt. Bei Bücher Beckmann hatte sich gleich am Montagmorgen eine lange Warteschlange zum Ticketkauf gebildet, wie Inhaber Hubertus Waterhues erzählt.

Hier seien bereits einige Shows ausverkauft: Für Freitag gibt es keine Karten mehr für Show 2, für Samstag sind die Shows 1 und 2 ausverkauft und für Sonntag gibt es noch Tickets für alle Shows. „Mir war klar, dass es einen Run auf die Tickets geben wird“, sagt Waterhues. Denn zum einen hätten die Veranstalter an alle Sicherheitsvorkehrungen gedacht und man könne sich als Besucher sicher fühlen. Und zum anderen gebe es derzeit ein großes Defizit im kulturellen Programm in Werne.

Neben der Buchhandlung Bücher Beckmann gibt es aber noch bei der Tourist-Information am Markt Karten für Straßenkunst in der Freilichtbühne. Ausschließlich in den beiden Vorverkaufsstellen können Besucher Karten erwerben und zwar nur noch solange der Vorrat reicht.

Abgespeckte Version des Straßenfestivals Werne

In diesem Jahr steigt das Straßenfestival aufgrund der Corona-Pandemie statt in der Innenstadt in der Freilichtbühne. Bei dem Alternativ-Festival finden jeweils drei Veranstaltungen täglich statt. Eine Show geht bis zu zwei Stunden und wird von drei Künstlern gestaltet.

Dabei gilt eine begrenzte Besucherzahl von insgesamt knapp 3000 Zuschauern. Pro Show werden maximal 330 Tickets verkauft. In zwei Blocks werden die Zuschauer dann eingeteilt. Maximal zehn Besucher dürfen in einer Gruppe zusammensitzen. Bis die Zuschauer an ihrem Platz sitzen und für den Gang zur Toilette gilt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Statt 19 kommen 9 Acts zum Straßenfest nach Werne - darunter einige altbekannte Künstler. Die erste Show gestalten Felice & Cortes Young (Artistik und Musik), One Woman Company (Straßentheater, Tanz, Clowshow) und Surprise Effect (Akrobatik, Breakdance).

In Show zwei sind Palo Santo (Musik), Thelmo Parole (Comedy, Artistik) und Muy Moi (Fakir, Kontorsion, Feuer) zu sehen. In Show drei sind mit dabei: Faela (Musik), Lavo ta novo (Comedy, Zauberei, Kontorsion, Hula Hoop) und This Maag (Comedy, Straßentheater).

Spielzeiten:

Show 1:

Freitag, 28.08.2020: 15 bis 17 Uhr

Samstag, 29.08.2020: 18 bis 20 Uhr

Sonntag, 30.08.2020: 18 bis 20 Uhr

Show 2:

Freitag, 28.08.2020: 18 bis 20 Uhr

Samstag, 29.08.2020: 21 bis 23 Uhr

Sonntag, 30.08.2020: 12 bis 14 Uhr

Show 3:

Freitag, 28.08.2020: 21 bis 23 Uhr

Samstag, 29.08.2020: 15 bis 17 Uhr

Sonntag, 30.08.2020: 15 bis 17 Uhr

Die Tickets werden pro Show verkauft. Erwachsene zahlen 13,50 Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen 9,50 Euro. Davon gehen pro Karte 50 Cent an die Freilichtbühne, der Rest direkt an die Künstler. Auf ein Hutgeld wie aus den Vorjahren müssen die Künstler in diesem Jahr nämlich verzichten.

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