Rund 60 Mitarbeiter der Stadt Werne haben die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. © dpa
Arbeitsbedingungen

Stadtverwaltung Werne: Die meisten Jobs sind nicht Homeoffice-tauglich

Die Arbeitsbedingungen bei der Stadtverwaltung in Werne haben sich durch die Pandemie verändert. Homeoffice und Videokonferenzen sind an der Tagesordnung. Das ist aber nicht für jeden möglich.

Klingeln, Hände desinfizieren, feste Ein- und Ausgangswege: Im Stadthaus in Werne hat sich für Besucher seit Beginn der Corona-Pandemie so einiges geändert.

Doch nicht nur für Besucher gab es einschneidende Veränderungen, sondern natürlich auch für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Homeoffice und Videokonferenzen sind für Teile der Belegschaft mittlerweile Normalität geworden.

Im Zuge der steigenden Corona-Fallzahlen im Januar hatten Bundesregierung und Ministerpräsidenten sogar über eine Homeoffice-Pflicht nachgedacht. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Arbeitgeber via Verordnung dazu verpflichtet, Homeoffice zu ermöglichen – dort wo es durchführbar ist.

Nicht alle können ins Homeoffice

Frank Gründken, Dezernent für die innere Verwaltung, erklärt die Arbeitssituation der Stadtverwaltung: „Die Stadt Werne hat insgesamt rund 300 Beschäftigte. Zum jetzigen Zeitpunkt befinden etwa 60 Beschäftigte im Homeoffice beziehungsweise haben die Möglichkeit, mobil zu arbeiten.“

In den Büros gebe es keine Doppelbesetzung mehr, sondern nur noch eine Einzelbesetzung. Durch die neue Verordnung des Arbeitsministers habe sich grundsätzlich nicht viel verändert, da die Stadt Werne die neuen Vorschriften schon vorher umgesetzt habe, erklärt Gründken. Man habe die Verordnung noch einmal als Anlass genommen um die Führungskräfte für das Thema Homeoffice zu sensibilisieren. Von Mitarbeitern seien aber keine weiteren Anfragen gekommen.

Es ist klar, dass nicht alle Beschäftigten ihre Arbeit von zuhause aus erledigen können. Wie etwa die Mitarbeiter des Winterdienstes beim plötzlichen Blitzeis in den frühen Morgenstunden des 1. Februars. „Unter den Beschäftigten sind zahlreiche Arbeitsplätze, die nicht Homeoffice tauglich sind. Dies sind zum Beispiel Arbeitsplätze am Baubetriebshof, in der Reinigung oder auch in publikumsfrequentierten Bereichen wie dem Bürgerbüro“, sagt Gründken.

Corona stößt Veränderung von Arbeitsprozessen an

Um sich an die neuen Arbeitsbedingungen anzupassen, hat die Stadt bereits im März 2020 investiert. „Im Bereich der Technik wurde massiv nachgerüstet, sodass neben der Bereitstellung von Homeoffice-Arbeitsplätzen Telefon- und Videokonferenzen organisiert und Rufweiterleitungen ins Homeoffice erfolgen können“, führt der Dezernent fort. Die Erfahrungen mit den Mitarbeitern, die im Homeoffice arbeiten, seien bisher ausnahmslos gut.

Perspektivisch habe man sich bereits Gedanken darüber gemacht, wie es in der Nach-Corona-Zeit weitergehen könnte. „Wir hatten schon vor der Pandemie eine Dienstvereinbarung zum Thema Homeoffice. Das wurde aber nur vereinzelt in Anspruch genommen. Jetzt ist gefühlt eine deutlich höhere Bereitschaft bei den Arbeitnehmern da“, erklärt Gründken.

Der Dezernent für die Innere Verwaltung glaube, dass sich durch die Corona-Pandemie eine Veränderung in den Arbeitsprozessen ergeben wird. So werde man das Thema Videokonferenzen nicht mehr komplett zurückdrehen. Als Beispiel nennt Gründken Sitzungen der Sozialdezernenten im Kreis Unna, bei der man sich vorher einmal im Monat in Unna getroffen hat. „Möglich ist sich nur noch einmal im Quartal persönlich zu treffen und die zwei anderen Sitzungen als Videokonferenz abzuhalten.“

Wer ein Anliegen im Stadthaus zu erledigen will, muss einen Termin mit den entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vereinbaren: www.werne.de/terminvergabe

Grundsätzlich ist das Betreten des Stadthauses nur mit Termin, einem eigenen Mund-Nasenschutz und unter Wahrung der derzeit geltenden Sicherheitsbestimmungen gestattet.

Über den Autor

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.