Kritische Unfallstellen am Stadthaus - Stadt denkt über Temporeduzierung und Schilder nach

dzUnfälle in Werne

Die Kreispolizei hat gleich zwei Stellen in Werne als gefährliche Stellen ausgemacht - beide rund ums Stadthaus. Die Stadt will die Stellen entschärfen. Eine Lösung: das Tempo drosseln.

Werne

, 17.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Wo passieren besonders viele Unfälle? Genau das hat sich die Unfallkommission der Kreispolizei Unna angeschaut und ist dabei in Werne auf zwei Stellen rund ums Stadthaus gestoßen.

Am Fußgängerüberweg am Stadthaus, Konrad-Adenauer-Platz, sowie an der Kreuzung Münsterstraße, Bahnhofstraße und Konrad-Adenauer-Platz

sind vergleichsweise viele Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern passiert.

„Das sind noch keine Unfallschwerpunkte, aber wir sind kurz davor“, sagt Adrian Kersting von der Stadt Werne. „Wir müssen etwas tun.“

Problem: Radfahrer überqueren die Straße ungebremst

Um zu sagen, wie die beiden Stellen entschärft werden können, muss man sich anschauen, warum hier überhaupt verhältnismäßig viele Unfälle passieren. 2016 hat die Stadt am Fußgängerüberweg am Stadthaus eine Radfurt nachgerüstet, die den Fahrradverkehr stärken sollte.

„Das Problem ist, dass viele Radfahrer hier ungebremst über die Straße fahren und gar nicht auf Autos achten“, sagt Kersting. Ohne die nötige Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer komme es deshalb zu den Unfällen.

Zwei Varianten für Fußgängerüberweg am Stadthaus möglich

Zwei Varianten kommen für Kersting für den Fußgängerüberweg am Stadthaus infrage. Einerseits könnte die Radfurt wieder entfernt werden, damit Radfahrer zwangsläufig besser auf den Verkehr achten. Andererseits wolle man die Beschilderung untersuchen - und gegebenenfalls das Tempo der Autos an dieser Stelle drosseln. Wie die Stadt das machen will, ist noch nicht klar.

Bis Mitte Herbst möchte man die kritische Stelle überprüfen und Lösungen finden. Schneller könnte es hingegen an der Kreuzung Münsterstraße, Bahnhofstraße und Konrad-Adenauer-Platz gehen.

Kreisverkehr ist für 2021 geplant

Hier ist die Besonderheit, dass es nur auf der nördlichen Seite einen ausgewiesenen Radweg gibt und die Markierungen langsam aber sicher verblasst sind. „Wir schauen, wie wir die Situation kurzfristig und mit möglichst wenig Aufwand entschärfen können“, so Kersting. Denn die Kreuzung soll bis 2021 sowieso umgebaut werden.

Ein Kreisverkehr soll hier entstehen und dafür sorgen, dass der Verkehr sicherer und übersichtlicher geleitet wird. Doch bis es soweit ist, könnte die Beleuchtung der alten Ampelanlage verbessert werden.

Stadt Werne muss nicht zwangsläufig handeln

Im Dezember 2018 ist die Unfallkommission durch Werne gezogen und hat sich ein Bild gemacht. Die Ergebnisse hat sie nun veröffentlicht. Klar ist aber auch: Die Stadt Werne muss nicht zwangsläufig handeln. „Doch wenn etwas passieren sollte, heißt es vom Kreis: Wir haben es doch gesagt“, so Kersting.

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