St. Konrad ist in der kommenden Woche wohl verschwunden

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Die Kirche St. Konrad ist in der 48. Kalenderwoche Geschichte. Wenn alles nach Plan läuft, sind in wenigen Tagen die Abrissarbeiten abgeschlossen. Am Montag rollen die Kettenbagger an.

Werne

, 22.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mehrere Löcher klaffen schon in der katholischen Kirche St. Konrad. Bauschutt liegt vor dem Eingang und an der Außenfassade. Auch die Sakristei steht nicht mehr. Ab Montag, 26. November 2018, wird das Gotteshaus schließlich ganz dem Boden gleich gemacht. Dann kommt der Abrissbagger.

Großes Loch in die Außenwand geschlagen

Seit Anfang November ist die zuständige Firma Robers aus Stadtlohn damit beschäftigt, die Kirche zurück zu bauen. Zunächst hat die Abbaufirma ein großes Loch in die Außenfassade der Kirche gebohrt, um das nötige Gerät in den Innenraum zu bringen. Der Teleskoplader fährt schon seit Tagen hinein ins Gotteshaus, dorthin, wo einst Bänke und der Altar standen.

Mithilfe einer Arbeitsbühne am Teleskoplader legen die Bauarbeiter die Decken frei. Diese Arbeiten stehen in den kommenden Tagen an. Einzig der imposante Glockenturm bleibt von den Abrissarbeiten verschont. Er bleibt erhalten. Dafür müssen die Bauarbeiter ihn vom Kirchenschiff trennen.

St. Konrad ist in der kommenden Woche wohl verschwunden

Der Teleskoplader mit der Arbeitsbühne fährt durch das Loch in der Außenfassade. © Andrea Wellerdiek

Die Sakristei neben dem Glockenturm hingegen ist mittlerweile Geschichte. Nur wenige Tage hat der Rückbau gedauert. Auch der Abriss des Kirchenschiffes wird laut Aussage eines Mitarbeiters der Firma Robers nicht lange dauern. Innerhalb von zwei Tagen sei hier alles platt, sagt er. Die Kettenbagger rücken am Montag an. Wenn alles nach Plan läuft, ist die Kirche - außerdem dem Glockenturm - Mitte der Woche verschwunden.

St. Konrad ist in der kommenden Woche wohl verschwunden

Die Sakristei ist schon nicht mehr zu sehen. © Andrea Wellerdiek

Dann können die Arbeiten für den 1,7 Millionen Euro teuren Neubau beginnen. Darin soll in gut einem Jahr die Rendantur, sprich die Kassenstelle oder Rechnungsbehörde für die Kirchengemeinden Hamm-Nord, Lüdinghausen und Werne, einziehen. In dem zweigeschossigen Gebäude entstehen 18 Büros sowie eine Sakristei und ein Gemeinderaum. In dem Glockenturm, der noch von der St.-Konrad-Kirche erhalten bleibt, sollen künftig Gottesdienste stattfinden.

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