Die Fußgängerbrücke liegt in der Horne: Viele Fotos vom Brückenabriss

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Der Abriss der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße ist in vollem Gange: In den Mittagsstunden sackte ein Teil der Brücke in die Horne. Der offizielle Spatenstich erfolgte nach Beginn der Bauarbeiten.

Werne

, 06.12.2019, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Tage haben die Bauarbeiter Zeit, um die Fußgängerbrücke über die Münsterstraße dem Erdboden gleich zu machen. Montag soll die Sperrung der Straße aufgehoben werden. Bisher liegen sie gut im Zeitplan: Vor Einbruch der Dunkelheit lag bereits der linke Bogen der Brücke in der Böschung der Horne. Am anderen Ufer des Baches vibriert der Boden: Jetzt, wo die Brücke am Boden liegt, lässt das Rütteln der Baustellenfahrzeuge die Erde erzittern.

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Brückenabriss an der Münsterstraße

Die Fußgängerbrücke an der Münsterstraße muss für einen Kreisverkehr weichen. Lediglich das Wochenende über haben die Bauarbeiter Zeit, um die Brücke zu entfernen und die Straße wieder befahrbar zu machen. Drei Baustellenfahrzeuge rütteln, was das Zeug hält um die Brücke dem Erdboden gleich zu machen.
06.12.2019
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Der Spatenstich: Daniel Fühner vom Projekt Regionale 2016, Staatssekretär Christian Dammermann, Alfred Tonder von der Baufirma, Bürgermeister Lothar Christ und Projektleiter Gisbert Bensch schaufeln symbolisch Sand. Der Abriss der Brücke ist der Startschuss für das Projekt "Werne neu verknüpft", welches die Stadt für die kommenden zehn Jahre beschäftigen wird. © Sylva Witzig
Drei Baustellenfahrzeuge bringen die Brücke Stück für Stück zu Fall. © Sylva Witzig
Gegen 10.30 Uhr waren bereits die ersten Brückenteile auf der Münster Straße aufgetürmt. © Sylva Witzig
Viel Lärm und Staub verursachen die Baustellenfahrzeuge bei den Abrissarbeiten. © Sylva Witzig
So liefen die Abrissarbeiten am Freitag.© Sylva Witzig
So liefen die Abrissarbeiten am Freitag.© Sylva Witzig
So liefen die Abrissarbeiten am Freitag.© Sylva Witzig
So liefen die Abrissarbeiten am Freitag.© Sylva Witzig
So liefen die Abrissarbeiten am Freitag.© Sylva Witzig
Am Nikolaustag war auch ein Nikolaus auf der Baustelle.© Sylva Witzig
Die Abrissarbeiten begannen am 6. Dezember gegen 8 Uhr. Am Sonntag Abend soll die Baustelle wieder abgebaut werden. © Sylva Witzig
In den Nachmittagsstunden senkte sich die Brücken-Kurve in die Horneböschung.© Sylva Witzig
Gegen 14.30 Uhr wurde die in der Böschung liegende Brücken-Kurve bereits zersetzt. © Sylva Witzig

Direkt vor der Baustelle versteht man sein eigenes Wort kaum. Drei Bagger zersetzen die Brückenteile und wirbeln eine Menge Zementstaub auf, der die Nase kitzelt. Und doch versammeln sich immer wieder Schaulustige vor der Baustelle, um die letzten Stunden der Brücke zu beobachten.

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Am Samstag soll das Mittelstück der Brücke abgebaut werden. Einfach hinabstürzen soll die Brücke nicht, sondern langsam zersetzt werden.

Fußgängerbrücke wurde kaum genutzt

Damit der Abriss schnell über die Bühne gebracht wird, hat die Abrissfirma aus Hamm eine Sondergenehmigung bekommen, um bis Mitternacht zu rütteln und am Sonntag die letzten Arbeiten zu erledigen. 760.000 Euro sind für den Abriss der Brücke und den Bau des Kreisverkehres, der die Münsterstraße künftig mit dem Becklohhof verbinden soll geplant.

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Wirklich genutzt wurde die Fußgängerbrücke kaum - das konnte Bürgermeister Lothar Christ kürzlich noch beobachten: „Ich musste keine zwei Minuten warten, bis eine Gruppe von Berufsschülern die Fußgängerbrücke komplett links liegen ließ, um dann die Straße 30 Meter weiter zwischen den fahrenden Autos und Lastwagen zu überqueren.“ Doch nicht nur Jugendliche boykottierten den kurvigen Weg über die Brücke: „Entgegen kam ihnen auf der Straße eine ältere Dame - mit einem Rollator“, fügt Christ hinzu.

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Abriss der Brücke an der Münsterstraße

Die Abrissarbeiten an der Münsterstraße sind in vollem Gange.
06.12.2019
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Im Laufe des Nachmittages senkte sich die Fußgängerbrücke in die Horne.© Lülf
Von den Balkonen der Anwohner hat man einen guten Blick auf die Baustelle.© Lülf
Die Abrissarbeiten sollen am Sonntag beendet werden.© Sylva Witzig
Hier entsteht bald ein neuer Kreisverkehr. Noch ist davon nicht viel zu sehen.© Sylva Witzig
Auf der Baustelle staubt es gewaltig. © Sylva Witzig
Der linke Teil der Brücke rutschte in die Horne.© Sylva Witzig
So sieht der Bauplan für den kommenden Kreisverkehr aus.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig
Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße.© Sylva Witzig

Spatenstich nach Baubeginn

Die Menschen suchten sich einen anderen Weg auf die andere Seite der elf Meter breiten, stark befahrenen Straße. 10.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag gingen laut Christ in der letzten Zeit über die alte B54. Der Kreisverkehr solle im kommenden Jahr fertig gestellt werden.

Der Spatenstich für das Projekt fand um 15 Uhr statt - die Bauarbeiten begannen jedoch bereits gegen 8 Uhr. Lothar Christ, Projektleiter Gisbert Bensch, Daniel Fühner vom Projekt Regionale 2016, Staatssekretär Christian Dammermann und Alfred Tonder von der Baufirma stachen in einen extra zu diesem Zweck aufgeschütteten Sandhaufen, während die Baufahrzeuge im Hintergrund fleißig rüttelten.

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Der Abriss der Werner Fußgängerbrücke - Teil 2

Der ehemalige Bürgermeister Willi Lülf konnte den Abriss der Brücke von seinem Balkon aus beobachten. „Ich hätte mich als Bauaufsicht bewerben können“, scherzt er. Der Baulärm durchdringt die geschlossenen Fenster. „Damit muss ich wohl leben. Die Arbeiten müssen ja erledigt werden“, so Lülf.

Abriss der Fußgängerbrücke ist Teil eines größeren Projektes

Der Abriss der rund 50 Jahre alten Fußgängerbrücke ist der Startschuss für das Projekt „Werne neu verknüpft.“ Bis dahin war es ein weiter Weg: Da Bundesstraßen dem Bund gehören, dürfen sie im Umkreis von 20 Metern nicht überplant und bebaut werden, erklärt Christ. Deshalb musste die B54 erst einmal zur Gemeindestraße umgewidmet werden.

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Auch die Ovelgönne und Pennigrode wurden in diesem Zuge umgewidmet. In den kommenden Jahren sind drei weitere Kreisverkehre auf dem Weg durch Werne geplant. Dadurch soll der Verkehr durch die Stadt gebremst werden. Für das Projekt stehen der Stadt Fördergelder vom Land zur Verfügung. Insgesamt 20 Millionen sollen für die Umgestaltung der Stadt aufgewendet werden. Zehn Jahre werde das gesamte Projekt „Werne neu verknüpft“ laut Christ in Anspruch nehmen.

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So läuft der Abriss der Fußgängerbrücke in Werne

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