Die Stadt Werne will an dem bundesweiten Wettbewerb „Wattbewerb“ teilnehmen. © pa/obs E.ON Energie Deutschland GmbH
Solarstrom-Wettbewerb

Solarstrom: Werne will Photovoltaik-Ausbau so schnell wie möglich verdoppeln

Ein bundesweiter Photovoltaik-Wettbewerb soll den PV-Ausbau in Werne so schnell wie möglich exponentiell vorantreiben. Dafür hat der Umweltausschuss am Mittwochabend sein „Ja“ gegeben.

Die Stadt Werne will den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen (PV) in der Stadt vorantreiben und nimmt am bundesweiten Wettbewerb „Wattbewerb“ teil. Das hat der Umweltausschuss am Mittwochabend (2. Juni) einstimmig beschlossen. Der Initiative Fossil Free Karlsruhe (zu Deutsch „frei von fossilen Brennstoffen“) als Organisator geht es bei dem Wettbewerb um „exponentiellen Ausbau“ der Anlagen, um das Pariser Klimaschutzabkommen und darum, sein Ziel von maximal 1,5 Grad Erderwärmung durch Treibhausgase zu erreichen.

Stadt soll mit 0,92 Kilowattstunden in der Spitze an den Start gehen

Städte wie Borken, Dülmen oder Münster haben sich für den Wettbewerb bereits registriert, der bereits Ende Februar 2021 gestartet ist. Um teilzunehmen, muss die Stadt Werne den Zuwachs von Photovoltaik-Anlagen in der Stadt dokumentieren und öffentlich machen. Der Zuwachs wird dann monatlich auf der Seite wattbewerb.de aktualisiert. „Kriterium ist die zugebaute Bruttonennleistung der installierten Anlagen in Kilowatt (peak) bezogen auf die Einwohnerzahl“, heißt es in der Vorlage für den Umweltausschuss.

Die Wertung findet in zwei getrennten Kategorien statt: Großstädte ab 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und Städte mit bis zu 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Laut Stadt ende der Wettbewerb in beiden Kategorien, sobald die erste Stadt ihre PV-Leistung verdoppelt habe.

„Voraussetzung ist, dass diese Stadt beim ‚Zieleinlauf‘ mindestens 0,2 Kilowatt (peak) [in der Spitze, Anm. d. Red.] pro Kopf vorweisen kann. Damit soll verhindert werden, dass Städte mit niedrigen Ausgangswerten ein vorzeitiges Ende des Wettbewerbs herbeiführen.“ Die Stadt Werne werde mit einem Ausgangswert von 0,92 kW(p) pro Kopf an den Start gehen.

Wettbewerb wird von Fridays for Future mitgetragen

Im Ausschuss stieß der Vorschlag, an dem Wettbewerb teilzunehmen, auf offene Ohren. Jürgen Regener (CDU) merkte vor allem positiv an, dass der Wettbewerb auch von der Initiative Fridays for Future mitgetragen werde. „Das die hier eingebunden werden, ist eine wirklich gute Idee“, sagte er. Gleichzeitig merkte er an, dass das Thema Photovoltaik für ihn mit „ein bisschen mit Bauchschmerzen“ verbunden sei.

„Im Moment liegen wir bei 64 bis 70 Gigawatt Leistung. Wenn wir das steigern wollen, müssen wir auch was an den Pufferkapazitäten tun“, so Regener. Mit Pufferspeichern werden Spitzen und Mindereinspeisungen ausgeglichen, indem die gewonnene Energie gespeichert wird und so beispielsweise eine gleichmäßige Stromversorgung gewährleistet werden kann.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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