Nicht nur für das Festzelt auf der Sim-Jü-Kirmes würde es strikte Regeln geben. Ob die Kirmes tatsächlich Ende Oktober stattfinden kann, entscheidet die Politik am Dienstag (21. September). © Wilco Ruhland (A)
Kirmes in Werne

So könnte Sim-Jü aussehen: Stichprobenartige Kontrollen und feste Plätze im Festzelt

Die Politik muss noch grünes Licht für Sim-Jü 2021 in Werne geben. Klar ist, dass die Kirmes mit einem strengen Hygienekonzept, einem abgespeckten Programm und ohne ein Highlight stattfinden würde.

Die Nachricht sorgte für viele Schausteller, viele Werner Bürgerinnen und Bürger und Kirmes-Fans in der Region für Erleichterung: Wernes Bürgermeister Lothar Christ hat sich am Freitag (17. September) für die Durchführung der Sim-Jü im Oktober 2021 ausgesprochen.

Er reagierte damit auf eine Erklärung, die das NRW-Gesundheitsministerium in Abstimmung mit Schaustellerverbänden und den kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht hat. Darin wird klar, dass Kirmesse vertretbar seien, wenn es ein entsprechendes Hygienekonzept gibt. Für die Werner Kirmes, die vom 23. bis 26. Oktober stattfinden soll, gibt es bereits konkrete Vorstellungen, wie ein solches Konzept aussehen kann.

Sie sind Grundlage für die Entscheidung, die die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, öffentliche Ordnung, Integration und Inklusion am Dienstag (21. September) treffen werden. Wenn sie dem Votum des Bürgermeisters folgen, steht einer Kirmes nichts mehr im Wege. Vorausgesetzt, die Corona-Lage wird sich bis Ende Oktober nicht verschärfen.

Maskenpflicht und 3G-Regel

Das Hygienekonzept für Sim-Jü richtet sich grundsätzlich nach der aktuellen Coronaschutzverordnung, die zunächst noch bis zum 8. Oktober gilt. Bleibt es auch nach diesem Datum bei ähnlichen Regeln, würde dies für Sim-Jü bedeuten: Auf dem gesamten Kirmesgelände herrscht eine Maskenpflicht – es sei denn, man nimmt Speisen oder Getränke zu sich. Zudem würde die 3G-Regel gelten. Dass man geimpft, genesen oder getestet ist, würden Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der Polizei und des Sicherheitsdienstes mit stichprobenartigen Kontrollen überprüfen.

Das soll an den Hauptzugängen mit festen Kontrollständen sowie mit mobilen Kontrollteams auf dem Kirmesgelände sowie mit Hilfe der Schausteller an den Ständen erfolgen. Das geht aus der Vorlage für den Ausschuss hervor. Darin heißt es auch: „Es ist damit zu rechnen, dass Besucher/innen, die kontrolliert werden sollen, ungehalten und/oder aggressiv auf die Kontrollen reagieren, wenn sie die 3G-Regel nicht erfüllen und mit einem Platzverweis belegt werden.“ Der Nachweis über die 3G-Regel soll demnach mit einem Ausweispapier abgeglichen werden. Anzahl und Standorte der Kontrollen seien noch zu bestimmen, heißt es weiter.

Feuerwerk zu Sim-Jü wird es nicht geben

Klar ist bereits, dass Sim-Jü mit einem abgespeckten Programm stattfinden würde. Ein Highlight wird mit großer Sicherheit fehlen: das Feuerwerk am Kirmes-Montag. „Nach den langjährigen Erfahrungen ist zu erwarten, dass Abstände beim Betrachten des Feuerwerks nicht eingehalten werden können. Dies mit Ordnungskräften durchzusetzen ist – realistisch betrachtet – nicht möglich.“

Dichtes Gedränge gibt es auch stets bei der Eröffnungsfeier und bei der Verteilung der Sim-Jü-Lebkuchenherzen. Deshalb sollte man überlegen, ob man auf die Eröffnungsfeier und den anschließenden Rundgang des Bürgermeisters mit offiziellen Gäste verzichtet werden sollte, heißt es weiter seitens der Stadtverwaltung.

Verzichten müssten die Besucher in jedem Fall auf das Partnerschafts- und das Gewerbezelt. Der Betreiber für das Gewerbezelt habe bereits abgesagt. Das Partnerschaftszelt könne man unter den gegebenen Rahmenbedingungen – 3G-Regel, feste Sitzplätze und Abstände zwischen fremden Gruppen – nicht sinnvoll organisieren, heißt es weiter.

Für das Festzelt ist die Entscheidung noch nicht getroffen. Der Betreiber habe noch um etwas Bedenkzeit gebeten. Er müsste in jedem Fall dafür sorgen, dass die 3G-Regel eingehalten wird. Zudem müsste er den Gästen feste Sitz- und Stehplätze zuweisen. Außerhalb des eigenen Platzes würde eine Maskenpflicht gelten. Wenn der Betreiber eine Tanzfläche anbieten möchte, müssten die Gäste, die nicht geimpft oder genesen sind, einen PCR-Test nachweisen.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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