Manche mit Maske und alle mit 3G - so funktioniert eine Großveranstaltung wie Sim-Jü trotz Pandemie. © Jörg Heckenkamp
Meinung

Sim-Jü Werne: Paradebeispiel für andere Großveranstaltungen

Die Sim-Jü in Werne ist trotz aktueller Corona-Pandemie erfolgreich gestartet. Geht das so weiter, kann sie eine Signalwirkung für andere Großveranstaltungen haben. Das liegt vor allem an einem Umstand. Ein Kommentar.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nach diesem Motto funktioniert mitten in einer gefährlichen, weltweiten Pandemie eine Großveranstaltung, die Zehntausende Besucher auf engem Raum zusammenführt. Es sind, oder sollten zumindest sein, 3G-Besucher. Damit die Gefahr einer Ansteckung möglichst gering ist, organisiert die Stadt Werne Kontrollen. Die zeigen Wirkung. Aber auch etwas anderes Wichtiges.

Nämlich die Selbstverantwortung der Menschen. Sim-Jü ist eine traditionsreiche Familien-Kirmes. Generationen von Wernern sind mit ihr groß geworden. Sie sind sich offenbar der Verantwortung ihren Familien, Freunden, aber auch allen Gästen gegenüber bewusst. Verschwindend gering ist der Prozentsatz derer, die am Samstag ungeschützt auf die Kirmes wollten. Es war auch richtig, auf das beliebte Festzelt zu verzichten, wo sich doch viren-gesättigte Luft sammeln könnte.

Die äußeren Rahmenbedingungen, die Kontrollen, die Appelle an die Selbstverantwortung – all das lässt sich steuern und kann ein Beispiel für andere Großveranstaltungen sein.

Einen Faktor können die Organisatoren und Schausteller allerdings nicht beeinflussen: das Wetter. Das zeigte sich in diesem Jahr so herrlich, als wollte es die Absage von Sim-Jü im vergangenen Jahr doppelt wett machen.

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Jörg Heckenkamp

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