Schulen, Kitas und Spielplätze: Die Pläne zur Wiedereröffnung in Werne

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In einer Pressekonferenz legte die Stadt Werne ein detailliertes Konzept zur schrittweisen Rückkehr in den Alltag vor. Schüler und Kindergartenkinder können bald wieder in die Einrichtungen.

Werne

, 10.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus beschäftigt Werne bereits seit rund zwei Monaten. Nun werden die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wieder gelockert - das bedeutet auch, dass wieder Unterricht stattfinden darf. Außerdem können die Kinder seit Donnerstag (7. Mai) wieder auf dem Spielplatz toben. Bald öffnen auch die Kindergärten wieder - mit Einschränkungen. Hier ein Überblick:

Schulen

  • Abiturienten und Schüler, die vor dem Abschluss stehen, gehen seit dem 23. April wieder in die Schule.
  • Seit dem 7. Mai sind die Viertklässler wieder in der Grundschule.
  • Ab dem 11. Mai sollen die übrigen Klassen und Jahrgänge im rotierenden Verfahren wieder in die Schulen kommen. Welche Klasse wann wieder in die Schule kommt, entscheiden die Schulen jeweils selbst. Denkbar sei auch, so Alexander Ruhe von der Stadt Werne, zuständig für Schul-, Kita-, Sport- und Kulturangelegenheiten, dass Klassen blockweise jeweils zwei Tage geballt in die Schulen kämen. Von der Stadt werden die entsprechenden Hygienevoraussetzungen geschaffen und Reinigungen durchgeführt. Außerdem werde veranlasst, dass der nötige Personennahverkehr dafür in Gang kommt.
  • Für die Q1 gäbe es andere Regeln, da hier verbindliche Klausuren auf die Schüler und Abiturienten zukämen. Hier stehe man im Kontakt mit den Eltern, so Ruhe. Bei offenen Fragen stehen Schulen und das Schulteam der Stadt zur Verfügung.

Ruhe rechnet damit, dass es in den ersten Tagen nicht sofort regulären Unterricht geben wird: „Wir werden aus den Erfahrungen der ersten Tage lernen. Alle Schulen haben ein Interesse an dem Einstieg. Wir müssen die Kinder erstmal abholen, schauen, wie es ihnen geht.“ An den ersten Tagen nach Wiederbeginn stehe der Unterricht deshalb erstmal im Hintergrund.

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Kitas

  • In NRW sollen die Kindergärten stufenweise weiter geöffnet werden. Am kommenden Donnerstag (14. Mai) sollen zunächst Vorschulkinder mit besonderem Förderbedarf in die Kitas zurückkehren. Auch Tagespflege für Kinder ab zwei Jahren ist dann wieder erlaubt, wie Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Freitag in Düsseldorf ankündigte.
  • Ab dem 28. Mai sollen alle Vorschulkinder wieder in die Kindergärten kommen.
  • Im Juni sollen die Einrichtungen unter Einschränkungen für sämtliche Kinder geöffnet werden.
  • Einen Regelbetrieb wird es Stamp zufolge erst im September geben.

1062 Kitaplätze gibt es in der Stadt Werne, davon sind aktuell 160 Kinder (16 Prozent) in der Notbetreuung. „Die Zahl ist seit Anfang der Woche gestiegen, als auch Alleinerziehende ihre Kinder in die Notbetreuung geben konnten“, so Bürgermeister Lothar Christ. „Wir haben eine Herausforderung für Eltern und Träger zu meistern. Wir müssen aufpassen, dass die Kerze nicht von zwei Seiten abbrennt“, beschreibt Ruhe die Lage.

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Bei den Kitas müsse man von Woche zu Woche schauen, wie sich die Lage entwickelt. Aktuell heiße es aus den Kitas, die jeweils zwischen 4 bis 15 Kinder betreuen, dass die derzeitige Situation zu stemmen sei. Die weitere Entwicklung müsse man nun beobachten.

Spielplätze

Seit Donnerstag (7. Mai) dürfen die Spielplätze wieder öffnen. Der Bauhof hat dafür die Rasenflächen gemäht und die Spielplätze wieder freigegeben. „Ich bin froh, dass die Kinder wieder einen Entfaltungsbereich haben“, so Bürgermeister Lothar Christ. Bolzplätze an den Spielplätzen werden noch nicht geöffnet, weil dies oft mit Kontaktsport wie Fußball verbunden sei.

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