Schmersträter gehört zu Top-Vier-Einzelhändlern: Von der Chemieindustrie zur Herrenmode

Westfälischer Handelspreis 2018

Christof Schmersträter ist mit seinem Herrenmode-Geschäfte in einen elitären Kreis aufgerückt. Er gehört zu den vier Nominierten für den Handelspreis – und damit zu den besten Einzelhändlern in der Region.

Werne

, 13.09.2018, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Christof Schmersträter von „Herrenmoden Schmersträter“ freut sich über die Nominierung für den Westfälischen Handelspreis.

Christof Schmersträter von „Herrenmoden Schmersträter“ freut sich über die Nominierung für den Westfälischen Handelspreis. © Mario Bartlewski

Mit einem breiten Lächeln sitzt Christof Schmersträter hinter der Kasse in seinem Herrenmode-Geschäft. Nach Wochen, in denen er das große Geheimnis für sich behalten musste, darf er nun endlich mit allen teilen, was ihm auf den Lippen liegt. „Herrenmoden Schmersträter“ gehört zu den vier Nominierten für den Westfälischen Handelspreis 2018.

„Ich war total überrascht, als ich davon erfahren habe“, sagt Schmersträter. „Es gibt also auch gute Überraschungen.“ Vier inhabergeführte Einzelbetriebe sind für den vom Handelsverband Westfalen-Münsterland und der Nationalbank Dortmund verliehenen Westfälischen Handelspreis nominiert.

Schmersträter: „Sieg ist gar nicht so wichtig“

„Bei der Unzahl an Geschäften in diesem Gebiet denkt man gar nicht darüber nach, dass man eines Tages nominiert werden könnte“, so der 42-jährige Inhaber. Und plötzlich klingelte an einem Tag im August das Telefon – und die Nominierung wurde wahr.

Ob Schmersträter gewinnt, erfährt er am 10. Oktober bei der Preisverleihung: „Der Sieg ist gar nicht so wichtig. Es ist schon jetzt schön, zu den besten Vier zu gehören.“

Christof Schmersträter leitet das gleichnamige Herrenmode-Geschäft seit 2012.

Christof Schmersträter leitet das gleichnamige Herrenmode-Geschäft seit 2012. © Mario Bartlewski

Das sehen auch die Veranstalter ähnlich, die bei den Nominierten loben, dass sie allesamt dem „kontinuierlichen Wandel im Handel mit Persönlichkeit, Fantasie und unternehmerischem Mut kreativ und beharrlich begegnen und sich so am Markt behaupten“, heißt es im Schreiben von Michael Brückner, Direktor der National-Bank Dortmund, und Verbandsgeschäftsführer Thomas Schäfer.

Nach dem ersten Telefonat ging alles ganz schnell: Ein Filmteam machte Aufnahmen im Geschäft für die Vorstellung bei der Preisverleihung, ein Unternehmensberater prüfte die Finanzen und zwei Mitarbeiter des Handelsverbandes haben vor Ort alles abgeklopft.

Ohne Mitarbeiter wäre Erfolg nicht möglich

„Die Leute haben sich ordentlich Zeit genommen für die Aspiranten“, so Schmersträter, der jetzt nur noch warten kann. Die anderen Nominierten, Zeltspezialist Marco Hahn aus Dortmund, Obenrum BH-Beratung aus Hamm und das Sanitätshaus Schock aus Dortmund, kennt er nicht.

Etwas anderes weiß Schmersträter hingegen ganz genau: Ohne seine Mitarbeiter wäre das nicht möglich gewesen. „Manche von ihnen arbeiten hier schon länger, als ich überhaupt lebe. Das ist ein Preis für uns alle.“

1998 hat Christof Schmersträter in diesem Geschäft, das damals noch Modehaus Kroes hieß, seine Ausbildung im Einzelhandel begonnen. 21 Jahre war er damals alt und hatte zuvor schon eine Ausbildung in der Chemieindustrie hinter sich. 2009 übernahm er die Geschäftsführung, ehe er 2012 das Traditionshaus übernahm.

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