Schienenersatz nach den Ferien: So hektisch war für Joshua Tolksdorf (17) der erste Schultag

dzSchienenersatzverkehr der Eurobahn

Nach den Ferien mussten Dienstag auch einige Schüler ihren Schulweg mit dem Schienenersatzverkehr bestreiten. Joshua Tolksdorf aus Stockum fuhr bis nach Dortmund - mit einem hektischen Start.

Werne, Stockum

, 07.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst mit dem Bus aus dem Öffentlichen Nahverkehr von Stockum bis zum Werner Stadthaus, dann hinein in den Bus des Schienenersatzverkehrs bis nach Lünen. Von dort aus in die Eurobahn bis nach Dortmund. Der Schulweg von Joshua Tolksdorf (17) aus Stockum hatte einige Herausforderungen parat.

Doch wie es manchmal so ist, kam es am ersten Schultag nach den Ferien ganz anders als gedacht. Eigentlich hatte Joshua Tolksdorf damit gerechnet, 40 Minuten früher aus Stockum aufzubrechen, um den Bus des Schienenersatzverkehrs am Stadthaus in Werne pünktlich zu erreichen.

Mit dem Auto statt mit dem Bus nach Werne

Doch dann ist der 17-Jährige am Dienstagmorgen gar nicht erst mit dem Bus R14 von Stockum nach Werne gefahren. „Ja, ich muss zugeben, dass ich verschlafen habe. Deshalb hat meine Mutter mich nach Werne gebracht“, erzählt Tolksdorf.

Und dort wurde es dann hektisch, wie der Schüler erzählt. Kurz vor dem Werner Bahnhof ist ihm und seiner Mutter der Bus des Schienenersatzverkehrs schon entgegengekommen. „Der Bus ist zwei Minuten früher gefahren als geplant“, erzählt der Schüler.

Dann hat seine Mutter ihn schnell bis zum Stadthaus gebracht. Dort hat er den Bus, der planmäßig um 5.43 Uhr losgefahren ist, gerade noch bekommen. Mit dem fuhr er dann bis zum Bahnhof nach Lünen.

Schienenersatz nach den Ferien: So hektisch war für Joshua Tolksdorf (17) der erste Schultag

Joshua Tolksdorf fährt normalerweise mit dem Bus von Stockum nach Werne, um dort in die Eurobahn nach Dortmund zu steigen. Doch nun muss er auch von Werne aus bis nach Lünen mit dem Bus des Schienenersatzverkehrs fahren. © Andrea Wellerdiek

Zug deutlich leerer als sonst

Dort stieg Joshua Tolksdorf dann in den Zug der Eurobahn-Linie RB50. „Der Zug war deutlich leerer als sonst. Das heißt, dass sich wohl etliche Pendler Alternativen gesucht haben und aufs Auto umgestiegen sind“, berichtet Tolksdorf.

In der Eurobahn habe er dann mit einem Kontrolleur gesprochen. Denn Tolksdorf ist aufgefallen, dass die Abfahrtzeiten des Schienenersatzverkehrs nicht in der DB Navigator App der Deutschen Bahn aufgeführt wurden.

Pünktlich zur Schule nach Dortmund

Der Eurobahn-Mitarbeiter habe dann erklärt, dass das Problem bald behoben sein soll, erzählt Tolksdorf. Dann gab es noch einen Taschenwärmer mit der Aufschrift „Damit sie nicht eiskalt in unsere Baustelle laufen“, erzählt Tolksdorf. Ausgestiegen ist der Stockumer dann in Dortmund, um dort zum Wirtschaftsgymnasium zu gehen.

Am ersten Tag hat er es pünktlich zum Unterricht geschafft. Der Rückweg gestaltete sich ebenso problemlos. In Lünen hat Tolksdorf den Bus des Schienenersatzverkehrs erreicht. Von Werne aus hat er gerade noch den Anschluss, die R14-Bus-Linie, nach Stockum bekommen.

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Insgesamt war er so eine knappe Stunde unterwegs. „Wenn ich den R14 bekomme, dann macht das eigentlich keinen großen Unterschied“, sagt Joshua Tolksdorf.

Schulweg ohne große Probleme

Der Schüler ist optimistisch, dass er keine größeren Probleme auf seinem Schulweg in der Zeit des Schienenersatzverkehrs bekommen wird. „Das hat für mich alles einen zuversichtlichen Eindruck gemacht“, sagt der 17-Jährige.

Nur kann er künftig nicht immer von seiner Mutter von Stockum bis nach Werne gebracht werden. Wenn das Wetter mitspielt, werde er das Fahrrad nehmen oder eben sein Glück mit der Verbindung über Hamm probieren.

Alternativ muss er früher aus dem Haus, um erst den Bus in Stockum und dann den des Schienenersatzverkehrs am Werner Stadthaus zu bekommen.

Bahnstrecke zwischen Davensberg und Lünen gesperrt

Noch bis August gilt auf der Eurobahn-Linie RB50, die zwischen Münster und Dortmund verkehrt, auf den Teilstücken zwischen Davensberg und Lünen der Schienenersatzverkehr. Dieser wurde am Montag, 6. Januar, eingesetzt, um umfangreiche Baumaßnahmen am Bahndamm durchzuführen.

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