Scharfe Worte kontra Kohlekraft

29.04.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Werne Er kritisierte, informierte und gab Rat. Der 1. Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI «Kontra Kohle Kraftwerk» ) gegen das Trianel Kohlekraftwerk in Lünen Thomas Matthée kam am Freitag nach Werne, genauer nach Werne-Langern, um den Standpunkt der BI klar zu machen.

Der in Lünen bereits für seine scharfe Kritik gegen das Kohlekraftwerk bekannte Mattheé zeigte auf, welche Argumente die BI für ihre Position habe. Er und seine Mitglieder seien sich sicher, dass Kohlekraftwerke zwar von Nöten seien, jedoch die Massen und der Standort der falsche seien. Da Langern der Nachbarstadt Lünen am nächsten sei und in ihrer Hauptwindrichtung liege, so Matthée, sei diese genauso wie Lünen, vor allem von den Berieselungen aus den Schornsteinen der Kraftwerke betroffen. Zahlen aus Antragsanlagen für den Rat der Stadt Lünen würden aufzeigen, dass auch Werne «fleißig mit Schwefel- und Stickoxiden berieselt» werde. «Umweltämter schreiten ein, wenn Werte zu hoch seien», erklärt Matthée, «passiert ist das aber noch nie.» Die Langerner wollten wissen, was sie tun könnten. Einzel- oder Sammeleinwände gegen das Kohlekraftwerk an die Stadt Werne verfassen, so der Referent. jk

Die Microca Kohlenstäbe GmbH und die Trianel-Power-Projektgesellschaft wollen ein 750-Megawatt-Kraftwerk am Stummhafen-Gelände in Lünen errichten. Die Gesamtinvestitionen liegen bei rund einer Milliarde Euro. 2008 soll der Bau beginnen, 2012 soll das Kohlekraftwerk in Betrieb genommen werden.

Lesen Sie jetzt
Dorstener Zeitung 60 Jahre Freilichtbühne Werne

Hochwasser, Sturm, Brand: Das waren die größten Schreckmomente der Freilichtbühne Werne