In Ahaus bleiben die Schulen am Rosenmontag und Karnevalsdienstag geschlossen. © dpa
Bewegliche Ferientage

Rosenmontag: Schulfrei oder nicht? So unterschiedlich handeln Wernes Schulen

Vier bewegliche Ferientage im Jahr: Eigentlich ist an Rosenmontag und Karnevalsdienstag schulfrei. Auch wenn es wegen der Pandemie keine Feiern gibt? Die Schulen in Werne handeln unterschiedlich.

Den Schulen in Nordrhein-Westfalen stehen im Schuljahr 2020/2021 vier bewegliche Ferientage zur Verfügung. Viele Schulen nutzen diese Tage, um ihren Schülern am Rosenmontag und dem Fastnachtsdienstag, dieses Jahr am 15. und 16. Februar, freizugeben.

Wegen der Corona-Pandemie gibt es in diesem Jahr keine größeren Karnevalsfeiern. Wir haben bei Wernes Schulen nachgefragt, ob die beweglichen Ferientage trotzdem stattfinden.

Schulen in städtischer Trägerschaft: Unterschiedliches Vorgehen

An der Kardinal-von-Galen-Schule, der Uhlandschule und der Wiehagenschule findet der Unterricht am 15. und 16. Februar statt – unabhängig davon, ob noch im Distanzunterricht oder Präsenzunterricht, falls bis dahin die Corona-Regeln gelockert werden sollten, wie Kathrin Kötter, Schulamtsleiterin der Stadt Werne, auf Nachfrage erklärt. Ebenso entschieden habe das Anne-Frank-Gymnasium. „Gerade die Q2 und die Klassen der Erprobungsstufe profitieren im besonderen Maße von dieser Entscheidung“, heißt es in einem Elternbrief des Anne-Frank-Gymnasiums vom 3. Februar.

Die Marga-Spiegel-Schule handhabt die beweglichen Feiertage anders. Hier werde laut Aussage von Kathrin Kötter kein Unterricht stattfinden.

Gymnasium St. Christophorus entscheidet nach Corona-Beschlüssen

Thorsten Schröer, Schulleiter des Gymnasium St. Christophorus, richtet sich nach den neuesten Beschlüssen zum Corona-Lockdown. „Wir haben die Pläne in der Schublade. Es ist noch nicht klar, was passieren wird“, sagte er im Vorfeld.

Falls ab dem 15. Februar wieder Präsenzunterricht möglich sein wird, tendiere das Gymnasium dazu, keine schulfreien Tage am Rosenmontag und Fastnachtsdienstag zu haben. „Mit dem Blick darauf, dass es lange keinen Präsenzunterricht gegeben hat, wäre das ein falsches Zeichen, mit zwei Ferientagen zu starten. Weil es keinen Karneval gibt, wäre das ein bisschen fragwürdig“, erklärt Schröer.

Geht der Distanzunterricht aber weiter, könnten die Schüler am 15. und 16. Februar frei haben. „Das ist besser verantwortbar, wenn wir keinen Präsenzunterricht haben“, sagt der Schulleiter.

Diese Vorgehensweise habe man auch in einer digitalen Schulkonferenz am Montag, 8. Februar, noch einmal besprochen. „Unser Chef aus Münster, der die Bistumsschulen leitet, hat die Verantwortung in die Hände der Schulen gelegt. Wir sollen verantwortungsvoll damit umgehen und die Gremien mitnehmen“, führt Schröer fort.

Unterricht am Berufskolleg findet nicht statt

Am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg hält man an der Planung der beweglichen Feiertage fest. Für das Schuljahr 2020/2021 werden das sein: Rosenmontag (15. Februar), Fastnachtsdienstag (16. Februar), ein Brückentag nach Christi Himmelfahrt (14. Mai) und ein weiterer Brückentag nach Fronleichnam (4. Juni).

Falls Präsenzunterricht ab dem 15. Februar möglich sein würde, wolle man die schulfreien Tage nutzen, um das Berufskolleg auf die Rückkehr der Schüler vorzubereiten, erklärt der stellvertretende Schulleiter Jürgen Artmann.

Am Mittwoch, 10. Februar, sind Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut zusammenkommen, um über die Corona-Maßnahmen zu beraten. Ob es Öffnung gibt und welche Regeln es für Schulen gibt, wird sich in den Tagen danach zeigen. Denn: Zwischen Beschlussvorlage des Gipfeltreffens und endgültiger Fassung des Landes Nordrhein-Westfalen kann es noch Änderungen geben. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat aber bereits angekündigt, dass die Grundschulen ab dem 22. Februar wieder öffnen sollen.

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