Hartmut Kröger, Leiter des Rettungsdienstes, und Kordula Mertens vom Ordnungsamt bei einer Corona-Pressekonferenz im März 2020. © Jörg Heckenkamp (Archivfoto)
Corona-Impfungen

Rettungsdienst Werne: Keine Ausfälle durch Impfreaktionen – simple Erklärung

Das NRW-Gesundheitsministerium rät dazu, Rettungsdienst-Mitarbeiter gestaffelt zu impfen, um Personalausfälle zu vermeiden. In Werne musste das nicht sein. Das hat einen besonderen Grund.

Neben Pflegeheimen und Krankenhäusern gehören die Rettungsdienste zur Gruppe, die die höchste Priorität für eine Schutzimpfungen gegen das Coronavirus haben. Das regelt die Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Stadt Werne sind mittlerweile fast alle geimpft. „Die erste Impfung haben wir zu 100% bekommen. Die Zweitimpfung ist teilweise schon erfolgt, bei manchen Kollegen folgt sie in den nächsten Tagen“, erklärt Rettungsdienstleiter Hartmut Kröger.

Impfung erfolgte zusammen mit den Pflegeheimen

Die Rettungskräfte wurden dezentral in den Pflegeheimen geimpft. “Das ganze lief über den ärztlichen Leiter des Kreises Unna. Da wurden kreisweit die Impfdosen prozentual gerecht verteilt”, sagt Kröger.

Die Mitarbeiter wurden in die jeweiligen Pflegeheime entsandt, wo gerade geimpft wurde. „Wir haben kurzfristig von den Terminen erfahren. Etwa 45 bis 60 Minuten vorher. Dass die Termine kurzfristig reinkommen, wussten alle. Alle hatten ihren Impfausweis und die Aufklärungsblätter immer mit dabei“, führt Kröger fort.

Die Impfbereitschaft beim Rettungsdienst in Werne war sehr hoch. Alle Mitarbeiter wollten sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Dabei wurde der Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht. Nur der jüngste Mitarbeiter habe den Impfstoff von AstraZeneca erhalten. Einen Personalausfall durch Impfreaktionen habe es in Werne nicht gegeben, erklärt Rettungsdienstleiter Hartmut Kröger. Impfreaktionen seien zwar vorgekommen, aber niemand wurde deshalb kurzfristig arbeitsunfähig.

„Die Impfung gibt unseren Mitarbeitern Sicherheit. Der Schutz aber bleibt gleich. Wir schützen uns weiterhin mit FFP2-Masken. Daran verändert sich nichts“, sagt Kröger.

Keinen Ausfall durch Impfreaktionen

In den vergangenen Tagen hatten sich Medienberichte gehäuft, nach denen viele Rettungsdienst-Beschäftige sich nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff krankgemeldet hatten. So fielen in Dortmund zum Beispiel bis zu 25 Prozent der mehr als 300 Angehörigen des dortigen Rettungsdienstes aus.

Die Impfreaktionen entsprächen dabei den Hinweisen in den Fachinformationen bezüglich des AstraZeneca-Impfstoffes, wie eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums erklärte. Mittlerweile rät das Ministerium, Rettungsdienst-Mitarbeiter mit dem AstraZeneca-Impfstoff gestaffelt zu impfen, um Personalausfälle zu vermeiden. Das war aber kein Problem in Werne, denn hier wurde zum größten Teil mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft.

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