Erst flicken, dann klotzen: Deutsche Bahn schiebt Umbau der Eurobahn-Strecke nach hinten

dzBahnsperrung

Aus heiterem Himmel hat die Deutsche Bahn Arbeiten auf der Strecke der RB50 abgesagt. Erst lautete der neue Termin September, jetzt wird es noch viel später.

Werne, Ascheberg, Dortmund, Lünen, Capelle

, 26.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sperrung oder doch keine Sperrung? Diese Frage stellte sich aus heiterem Himmel am Dienstag, 25. Juni, als die Deutsche Bahn die eigenen Bauarbeiten an der Strecke der RB50 (Eurobahn) von Münster nach Amelsbüren absagte.

Jetzt ist klar: Die Deutsche Bahn will zunächst die Strecke flicken, bevor sie für die ganz großen Arbeiten anrückt. „Einfach gesagt, ist das ein bisschen wie bei einer Straße, bei der man Schlaglöcher stopft“, sagt ein Bahn-Sprecher auf Anfrage. Richtig gewollt war das aber nicht.

Vom 1. bis zum 4. Juli sollten Bauarbeiten auf der Strecke der RB50 durchgeführt werden. Doch ein personeller Engpass bei der beauftragten Firma sorgte für ein jähes Ende der Planungen. Stattdessen hat die Deutsche Bahn nun einen Plan B.

Zunächst behebt die Bahn zwei bis drei kleinere Stellen auf einer Länge von 10 bis 30 Metern. In kleinen Arbeitsschritten soll das ausgeführt werden. Bahnfahrer sollen davon aber nur wenig mitbekommen.

Mehrere Tage Großarbeiten angekündigt

Einerseits möchte die Bahn die Bauarbeiten nachts durchführen lassen, andererseits müsste die Eurobahn ihr Tempo nur ein wenig für die Arbeiten verringern. Etwa von 70 auf 50 km/h. Ob das letztlich zu Verspätungen führt, bleibt abzuwarten.

Doch damit ist noch nicht Schluss. Die großen Arbeiten inklusive Sperrungen folgen laut Bahn-Sprecher im Januar. „Das wird eine größere Sache, die wir nicht mal so eben nebenbei machen können.“ Vier bis fünf Tage könnten die Arbeiten dann für Verspätungen und Umleitungen sorgen. Wie das genau aussieht, ist aber noch offen.

Eurobahn entschuldigt sich für kurzfristige Entscheidung

„Die in der Pressemitteilung vom 24. Juni angekündigte Baumaßnahme zwischen Münster und Amelsbüren wurde abgesagt. Die Züge der Linie RB50 fahren vom 1. bis 4. Juli nach Fahrplan. Wir bitten Sie, die kurzfristige Änderung zu entschuldigen“, hieß es in der Pressemitteilung von Eurobahn-Betreiber Keolis.

Dort wusste man zunächst nicht, warum die Deutsche Bahn die angekündigten Bauarbeiten vom einen auf den anderen Tag abgesagt hatte. Laut Informationen von Keolis war zunächst die Rede davon, dass die Arbeiten frühestens Ende September nachgeholt werden sollten. Nun hat die Bahn noch einmal mehr als drei Monaten obendrauf gepackt.

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