Personalpool für Kindergärten: Kibiz zwingt Gemeinden zum Verbund

WERNE Als Mitglied in einem Kindergartenverbund im Kirchenkreis Hamm hofft die evangelische Kirchengemeinde Werne die Personalprobleme in den Griff zu bekommen, die das Kinderbildungsgesetz (Kibiz) bereitet.

von Von Irene Steiner

, 31.07.2008, 07:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nicht jeder scheint mit dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) zufrieden. Hier lassen Kinder, Eltern und Betreuerinnen ihrem Unmut freien Lauf.

Nicht jeder scheint mit dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) zufrieden. Hier lassen Kinder, Eltern und Betreuerinnen ihrem Unmut freien Lauf.

Da die Personalzuweisung an die Kindergärten von den Betreuungsstunden abhängt, die die Eltern buchen, kann sich der Personalschlüssel immer wieder ändern. „Da gibt uns der Verbund Personalsicherheit“, so Pfarrer Claus Becker von der evangelischen Gemeinde.

Einsatz nach Bedarf

In dem Verbund werden alle Mitarbeiterinnen zusammengefasst, die in den beteiligten Einrichtungen arbeiten. Und diese werden dann nach Bedarf eingesetzt, ob in Werne oder Hamm.

Ein Modell, das den Erzieherinnen nicht nur Mobilität abverlangt, sondern ihnen auch Vorteile bringt, wie Kirchenkreis-Pressesprecher Dr. Tilman Walther-Sollich auf Anfrage betont: „Ziel ist die Arbeitsplatzsicherheit der Mitarbeiterinnen.“

Ein Zusammenschluss wird notwendig

13 von 37 Kindergärten im Kirchenkreis Hamm haben sich zum 1. August 2008, dem Tag des Inkrafttretens des Kibiz, dem Verbund angeschlossen, die Kirchengemeinde Werne tritt zum 1. August 2009 bei.

Doch auch im Investitionsbereich klemmt die Umsetzung von Kibiz. Ab 11. August wird zum Beispiel der Kindergarten „Unter dem Regenbogen“ Unter-Dreijährige betreuen. Die Umbauarbeiten dafür leiden aber unter dem rasanten Start von Kibiz.

Ohne Fördermittel geht es nicht

„Wir machen jetzt die Arbeiten, die außerhalb des Betriebs gemacht werden müssen“, so Becker. Eine Wand für den Schlafbereich wurde eingezogen, eine Küche eingebaut, Leitungen gezogen. Doch der Innenausbau entspricht noch nicht dem Raum-Konzept.

„Das können wir erst umsetzen, wenn die Fördermittel bewilligt sind“, verweist Claus Becker auf eine weitere Tücke des Kibiz für die Arbeit vor Ort.

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