Weil sie zu Unrecht Arbeitslosengeld bezogen haben soll, sollte eine Wernerin vor Gericht erscheinen. Doch sie kam nicht. © picture alliance / dpa (Symbolbild)
Betrug in Werne

Nicht vor Gericht erschienen – Haftbefehl gegen 30-jährige Wernerin

Eigentlich sollte eine 30-jährige Wernerin vor Gericht erscheinen. Ihr wird vorgeworfen, zu Unrecht Arbeitslosengeld bezogen zu haben. Doch sie kam nicht. Das hat Folgen.

Trotz neuer Arbeit bezog eine Wernerin offenbar weiter Unterstützung vom Jobcenter. Nun hätte sich die 30-Jährige wegen Betrugs vor dem Amtsgericht Unna verantworten sollen. Sie erschien nicht und war auch für die Polizei nicht greifbar. Das hatte Folgen.

Laut Anklage verschwieg die Frau ihre Arbeitsaufnahme ganz bewusst und erhielt so für den Zeitraum zwischen Anfang Oktober 2019 und Ende Januar 2020 zu Unrecht rund 1300 Euro Arbeitslosengeld. Diese Überzahlung kam schließlich über einen Datenabgleich ans Licht.

Vorbestrafte Wernerin erschien nicht vor Gericht

Nun hätte die umfangreich und einschlägig vorbestrafte Wernerin in Unna auf der Anklagebank sitzen sollen. Von ihr fehlte jedoch jede Spur. Telefonisch bat der Richter daraufhin die Polizei vor Ort zu ihrer Anschrift zu fahren und sie im Falle ihrer Anwesenheit zum Gericht zu bringen. Nach einiger Zeit kam dann der Rückruf: Die ausgerückten Beamten trafen die 30-Jährige nicht an. Somit scheiterte auch die polizeiliche Vorführung. Unter den Umständen blieb dem Richter nichts anderes übrig, als das Verfahren auszusetzen. Demnächst gibt es einen neuen Anlauf. Um sicher zu stellen, dass die Angeklagte dann erscheint, erging ein Haftbefehl. Für die Frau mit der bewegten Vergangenheit geht es um einiges, da ihr in diesem Fall auch eine Freiheitsstrafe drohen könnte.

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