Ein teurer Badespaß? FDP fordert Auflistung aller Kosten für Wernes neues Solebad

Solebad Werne

Ist schön geworden, hat aber auch lange gedauert - das haben sich viele Werner wohl in etwa gedacht, als das neue Solebad eröffnet wurde. Die FPD möchte nun genau wissen, wie teuer der Badespaß letztlich war.

Werne

, 14.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im April 2019 hat das neue Werner Solebad eröffnet. Aber wie teuer ist der ganze Spaß unterm Strich nun eigentlich ausgefallen?

Im April 2019 hat das neue Werner Solebad eröffnet. Aber wie teuer ist der ganze Spaß unterm Strich nun eigentlich ausgefallen? © Leandra Stampoulis

Vor fast einem Jahr öffnete das neue Solebad seine Türen. Und spätestens als Bürgermeister Lothar Christ beim Tag der offenen Tür sein Versprechen einlöste und samt Hemd und Anzughose ins Becken sprang, herrschte ausgelassene Stimmung.

Vor allem Freude - aber bei dem ein oder anderen sicherlich auch Erleichterung. Denn Planung und Bau von Wernes neuem Badeparadies waren bekanntlich alles andere als reibungslos verlaufen. Nicht nur der Zeitplan zog sich in die Länge. Auch die ursprüngliche Kostenkalkulation geriet aus den Fugen. Aber wie teuer ist der Badespaß nun eigentlich wirklich geworden?

Das möchte die Werner FDP gerne genau wissen - und stellt daher in der kommenden Sitzung des Betriebsausschusses des Bäderbetriebs am Dienstag, 18. Februar, einen entsprechenden Antrag.

Vollumfassendes Fazit nötig

In diesem soll die Verwaltung zu einer Auflistung der Gesamtkosten, die beim Bau des Bads entstanden sind, aufgefordert werden. Dazu gehören neben den reinen Baukosten auch sämtliche Gelder, die für Planung, externe Beratung, anwaltliche Vertretung und den Abriss des alten Bades aufgebracht werden mussten.

„Wir haben das Gefühl, das Bad kommt beim Großteil der Bevölkerung gut an und das freut uns“, teilte FDP-Fraktionsvorsitzende Claudia Lange mit. Es biete einen Mehrwert für die Stadt und trage zu einer attraktiven Innenstadt bei: „Dennoch darf man - so toll das Bad ist - nie die Kosten aus den Augen verlieren und muss stets auch den wirtschaftlichen Aspekt betrachten“. Um ein „vollumfassendes Fazit“ ziehen zu können, „müssen wir wissen, wie teuer das Bad insgesamt war“, fügt Ratsherr Artur Reichert hinzu.

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Im Laufe der Planungs- und Bauphase sei es immer wieder zu Kostensteigerungen gekommen. Während 2015 der Neubau des Bades noch weniger als 14,7 Millionen Euro zuzüglich der Abrisskosten kosten sollte, sei 2017 bereits klar gewesen, dass der Bau nicht unter 17 Millionen Euro kosten würde. Zudem führten ausladende Planungen des Planungsbüros dazu, dass 630.000 Euro für die erste, nicht realisierbare, Planung gezahlt wurden, wodurch auch die ursprünglich geplante große Saunalandschaft gestrichen werden musste.

Mit einer schnellen Auflistung aller Kosten kann die Politik allerdings wohl nicht rechnen. Darauf hat die Stadt in der Verwaltungsvorlage für die Ausschusssitzung bereits hingewiesen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht sicher, ob die Rechnungslegung inklusive der „sonstigen“ Kosten bereits zur übernächsten Sitzung am 16. Juni vorgelegt werden könne.

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