Auch an Weihnachten, wie hier am 11. Dezember, war das Werner Ordnungsamt im Einsatz. Und wird es auch an Silvester sein. © (A) Jörg Heckenkamp
Coronavirus in Werne

Neue Lockdown-Regeln: Ordnungsamt will Kontrolle mit gesundem Augenmaß

Kontaktbeschränkungen, eingeschränkter Bewegungsradius, sogar zum Thema Impfen rufen die Werner Bürger das Ordnungsamt im Angesicht der dämmernden neuen Lockdown-Regeln an. Das Ordnungsamt klärt auf.

Als die neuen Coronaregeln aus Berlin in den Medienberichten am Dienstag (5. Januar) auch nach Werne sickerten, machte sich das bereits im Ordnungsamt bemerkbar. Erweiterter Lockdown bis Ende Januar, Treffen des eigenen Haushalts nur mit einer weiteren Person – was bedeuten die Regeln von oben jetzt konkret in Werne? „Die Leute haben schon nachgefragt, was das jetzt für sie heißt“, sagt Kordula Mertens, Leiterin des Werner Ordnungsamtes, am frühen Mittwochnachmittag.

Auch die Ansage, ab einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 werde der Bewegungsradius der Bürger auf 15 Kilometer eingeschränkt, bewegte die Werner dazu, beim Ordnungsamt nachzuhören. Auch zum Thema Impfen rufen die Bürger das Ordnungsamt an. Allerdings ist hier der Kreis Unna Ansprechpartner, ebenso wie die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Dass die härteren Regeln kommen, das habe aber niemanden überrascht, sagt Mertens. Für das Ordnungsamt heißt es nun wie in der Vergangenheit auch: Warten auf die neue NRW-Coronaschutzverordnung. Mertens rechnet damit, dass diese bis spätestens Freitag vorliegen sollte.

An dem Vorgehen des Ordnungsamtes ändert sich nichts: „Wir werden so weitermachen wie bisher“, sagt Mertens. Nun müsse man gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern schauen, dass man die Zeit bis Ende Januar gut über die Bühne bringe. Kontrolliert werde mit gesundem Augenmaß: Träfe ein Ehepaar auf ein weiteres Ehepaar, werde man die vierte Person nicht dazu auffordern, zu gehen. Vielmehr gehe es bei den Kontrollen um das Einhalten des Mindestabstandes sowie der Maskenpflicht. „Wir würden einschreiten, wenn es jemand übertreibt“, sagt Mertens. Etwa, wenn größere Gruppen zusammenkämen, Alkohol getrunken werde oder sich jemand absolut uneinsichtig zeige.

Über die Autorin
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Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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