28 neue Wohnungen entstehen auf der Fläche der einstigen Wiehagenschule an der Horster Straße. Bisher liegt der Neubau im Zeitplan. © Visualisierung: 3dpixel company
Wohnen in Werne

Neubau des Kastanienquartiers: Enger Zeitplan gerät (noch) nicht ins Wanken

Baustart im September, nun steht bei einem Gebäude schon fast der Rohbau. Der Neubau von 28 Wohnungen im Kastanienquartier in Werne liegt weiter im Zeitplan. Zwei Faktoren könnten ihn ins Wanken bringen.

Neubau im Eil-Tempo: Im Februar 2020 gab die Politik grünes Licht, im August wurde die ehemalige Wiehagenschule abgerissen, im September schon wurde der Grundstein für den Neubau gelegt. Weitere gut drei Monate später steht schon fast der Rohbau.

Der Zeitplan für das sogenannte Kastanienquartier an der Horster Straße in Werne ist eng. Bislang wird der zeitliche Rahmen für das Großprojekt – hier sollen 28 Wohneinheiten bis Ende des Jahres entstehen – eingehalten. „Es geht zügig voran. Es ging bisher alles sehr schnell. Wir hoffen, dass es auch dabei bleibt“, erklärt Rainer Heubrock, Vorstandsmitglied der Wohnungsbaugenossenschaft Lünen (WBG), die Eigentümer des 3800 Quadratmeter großen Grundstücks ist.

14 geförderte Wohneinheiten

Zwei Faktoren allerdings könnten an dem Zeitplan rütteln: das Wetter und die Corona-Pandemie. „Bislang hat das Wetter gut mitgespielt, sodass weiter gearbeitet werden konnte. Und auch Corona darf nicht auf der Baustelle einziehen“, erklärt Heubrock und verweist auf strenge Hygieneregeln, die auch draußen an und im Neubau gelten. Läuft alles weiter nach Plan, sollen die Mieter der 28 Wohnungen schon Ende 2021 einziehen.

Für alle Einheiten gibt es bereits unzählige Anfragen. Das gilt vor allem für die 14 Wohnungen, die öffentlich gefördert werden. Für die Wohnungen, die zwischen 47 und 97 Quadratmeter groß sein werden, wird dann ein Quadratmeterpreis von 5,80 Euro fällig. „Dass kann man kaum glauben bei dem Energie-Standard und der Ausstattung“, lobte Bürgermeister Lothar Christ bei der Grundsteinlegung im September.

Dazu zählt etwa die Versorgung mit Erdwärme und Solarstrom aus Fotovoltaikanlagen und ein Garten oder Balkon je Wohneinheit. Nach wie vor können sich Interessenten bei der WBG für eine Wohnung im Kastanienquartier bewerben, erklärt Rainer Heubrock. Die bisherige starke Nachfrage auf die geförderten Wohnungen würde deutlich zeigen, wie wichtig und notwendig bezahlbarer Wohnraum in Werne sei.

5,6 Millionen Euro teures Wohnprojekt

Und der soll eben auch möglichst schnell entstehen. Und möglichst mit heimischer Expertise. „Wir möchten so weit es geht Werner Firmen an dem Bau beteiligen. Für uns ist es ganz wichtig, dass das Geld in Werne bleibt“, erklärt Heubrock. Dort, wo dies nicht möglich sei, setze man aber auf Unternehmen aus der näheren Umgebung.

Ende September fand die feierliche Grundsteinlegung inklusive Verlegen der Zeitkapsel statt.
Ende September fand die feierliche Grundsteinlegung inklusive Verlegen der Zeitkapsel statt. © Andrea Wellerdiek (A) © Andrea Wellerdiek (A)

Die Planung des 5,6 Millionen Euro teuren Projekts liegt in den Händen des Architekturbüros Assmann-Gruppe aus Dortmund. Das Bauunternehmen Jücker aus Cappenberg ist für den Rohbau verantwortlich. Und der ist bei einem der beiden Gebäude fast fertig. Hier wird bereits im zweiten Obergeschoss gemauert, im zweiten Gebäude steht das Kellergeschoss.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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