So sah es nachmittags am Ostersonntag an Gradierwerk und Stadtsee aus. Sehr entspannt. © Michelle Kozdon
Ostersonntag in Werne

Nach Karsamstags-Trubel herrscht Sonntag am Stadtpark Werne Oster-Ruhe

Karsamstag noch Trubel, Ostersonntag Ruhe und fast nichts los in Werne. Der 4. April 2021 lässt die Stadt und auch den Stadtpark ein wenig aufatmen. Nur wenige Spaziergänger sind unterwegs

Mit dem Gedanken, am Nachmittag noch einmal in aller Ruhe einen Osterspaziergang zu machen, schlendern Roswitha (79) und Wilfried Schmidt (81) im Stadtpark um den See und schwelgen in Erinnerung, als sie noch im Solebad schwimmen, nach dem Spaziergang in der Stadt gemütlich shoppen und einen Kaffee trinken konnten. Solange dies noch nicht wieder möglich ist, gehen sie wenigstens einmal in der Woche um den See spazieren und atmen die kühle, salzige Luft am Gradierwerk tief ein.

Die Enten ließen sich den Osterspaziergang nicht nehmen.
Die Enten ließen sich den Osterspaziergang nicht nehmen. © Michelle Kozdon © Michelle Kozdon

„Das ist gut für die Bronchien,“ sagte Wilfried Schmidt. „Wir sind früher öfter hierhergekommen und freuen uns schon darauf, wenn das Solebad wieder öffnen kann,“ sagt Roswitha Schmidt. Heute seien an der Saline auch nicht so viele Menschen da, dass fänden die beiden angenehmer, als wenn es wie sonst voller sei. Dafür kämen die beiden gerne aus Bergkamen hierher.

Kühles Osterwetter hält vom Spaziergang ab

Grund ist sicherlich auch das kühle Osterwetter, das die Menschen zu ihren Wintermänteln greifen lässt. Entspanntes Sitzen auf deiner Bank vor dem Gradierwerk oder am Stadtsee macht bei Temperaturen zwischen 6 und 8 Grad keinen großen Spaß. Doch der ein oder andere Mutige gönnt sich trotz frischer Temperaturen ein Eis aus dem nahen Automaten von Eis Berger.

Heike Farwick hatte einen ganz besonderen Grund für einen Osterspaziergang an der Saline.
Heike Farwick hatte einen ganz besonderen Grund für einen Osterspaziergang an der Saline. © Michelle Kozdon © Michelle Kozdon

Heike Farwick (56) genießt ebenfalls die relative Ruhe. „Ich spaziere öfter mal da, wo es schöne Plätze gibt,“ sagte sie. Dazu gehöre ihrer Meinung nach Werne definitiv dazu. Heute genießt sie die kühle, frische Luft sogar nicht alleine, denn sie wartete ganz gespannt auf einen Mann, den sie heute beim gemeinsamen Spaziergang besser kennenlernen will. „Das ist tatsächlich unser erstes Treffen,“ gab sie lachend preis.

Kleine Ostereiersuche in der Freilichtbühne

Aber es wäre ja nicht Ostern, wenn nicht auch Kinder Ostereier suchen würden. Dazu dachte sich die Freilichtbühne eine kleine Veranstaltung für die Freilichtbühnenaktiven und -helfer aus – natürlich mit Abstand und Hygienekonzept.

Die Zwillinge Lasse (12) und Frieda Kneip (12) mit ihrer Mutter Melanie Kneip (44) kommen gerade fröhlich mit vollen Händen aus der Freilichtbühne und erzählen von ihrer Ostereiersuche. „Das war schon cool“, sagt Frieda. „Und eine richtig schöne Abwechslung, die Leute und die Bühne wiederzusehen“, fügt Lasse hinzu.

Denn die Bühne, so Melanie Kneip, sei schon mehr als ein Jahr außer Betrieb und man suche immer noch nach anderen Möglichkeiten. „So hatten wir wieder ein bisschen das Gefühl von Normalität,“ sagt sie abschließend.

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