„Missstände werden behoben“: Kreisverkehr an der Münsterstraße kommt ab September 2019

Stadtentwicklung

Die trennende Wirkung, die die Münsterstraße hat, könnte ab September aufgehoben werden. Der Bau des Kreisels im Bereich Becklohhof rückt näher – was fehlt, ist ein politischer Beschluss.

Werne

, 28.04.2019, 18:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Missstände werden behoben“: Kreisverkehr an der Münsterstraße kommt ab September 2019

Zwischen Becklohhof westlich der Münsterstraße und Burgstraße auf der östlichen Seite soll der Kreisverkehr entstehen. Im Zuge dessen wird die Fußgängerbrücke abgerissen. © Helga Felgenträger (Archiv)

Mit dem Bau des Kreisverkehres im Bereich Münsterstraße/Becklohhof will die Stadt im September 2019 beginnen. Damit einher geht der Abriss der Fußgängerbrücke, die den Becklohhof derzeit noch mit der Burgstraße verbindet.

Regionale-Projekt „Werne neu verknüpft“

Die Arbeiten wären ein wichtiger Schritt in Richtung Umgestaltung der Innenstadt, wäre der Kreisel an so markanter Stelle doch die erste bauliche Veränderung im Zuge des 2017 beschlossenen Regionale-Projektes „Werne neu verknüpft“.

Oberstes Ziel ist die Aufhebung der trennenden Wirkung, die die Münsterstraße derzeit noch hat. So können Fußgänger aus dem Westen die Innenstadt an dieser Stelle derzeit eben nur über die Fußgängerbrücke erreichen.

B54 wurde 2018 zur Gemeindestraße

Insgesamt sollen drei Kreisverkehre entstehen – am Becklohhof, am Stadthaus und an der Steintorkreuzung. Die B54 wurde vor dem Hintergrund der Planungen bereits zum 1. Januar 2018 zwischen Steintorkreuzung und Stadthaus zur Gemeindestraße umgewidmet.

Nun also soll es vorangehen. Wie die Verwaltung in ihrer Vorlage für den nächsten Bau- und Planungsausschuss am 7. Mai mitteilt, „beginnt nun der erste sichtbare Schritt des Regionale-Projekts“.

Bislang ist der Becklohhof durch eine Hecke mit Zaun von der Münsterstraße abgebunden, außerdem existiert laut Verwaltung ein Höhenunterschied von 60 Zentimetern. Zudem sei die Brücke nicht barrierefrei – „diese Missstände werden nun behoben“.

760.000 Euro Gesamtkosten – Land übernimmt einen Teil

Im nächsten Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr soll die entsprechende Entwurfsplanung der Politik vorgestellt werden, die im Idealfall grünes Licht für die Planungen gibt.

Nach der Beschlussfassung könne das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren zügig starten, ein möglicher Baubeginn fürs dritte Quartal 2019 angepeilt werden. Für Planung, Abriss der Brücke und Bau des Kreisverkehrs sind 760.000 Euro im Haushalt der Stadt eingeplant.

65 Prozent der reinen Ausbauarbeiten für den Kreisel übernimmt das Land, ebenso pauschal zwei Prozent für die Planung. Zudem erhält die Stadt 30.000 Euro vom Land als Ausgleich für den Unterhaltungsrückstand der Fußgängerbrücke. Die war im Zuge der Umwidmung der B54 an die Kommune übergegangen.

Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr am Dienstag, 7. Mai, um 17.30 Uhr in der Cafeteria des Stadthauses, Konrad-Adenauer-Platz 1.
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