Weitere Stolperfalle auf neuem Moormannplatz befürchtet - ausgerechnet am Spielplatz

dzMoormannplatz

Nach der Umgestaltung des Moormannplatzes stellen die Stufen vor Optik Hoppe eine Stolperfalle dar. Nun befürchtet ein Werner eine weitere Stolperfalle: an den Kinderspielgeräten.

Werne

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Nicht selten kamen Bürger und Kunden des Optik-Geschäfts Hoppe vor der Tür ins Straucheln. Die neuen auslaufenden Treppen haben sich für manche Werner zur regelrechten Stolperfalle entwickelt. Eine Seniorin war sogar schwer gestürzt und holte sich eine blutige Nase.

Nun befürchtet ein Werner, dass es eine weitere Stolperfalle auf dem neu gestalteten Moormannplatz gibt. „Es gibt nicht nur Stolperfallen für ältere Leute, sondern auch für Kinder. Die vier Stufen an den neuen Spielgeräten können auch gefährlich werden“, sagt Dietmar Marx.

Stufen entsprechen den Richtlinien

Der Werner müsse höllisch aufpassen, wenn er mit seiner Enkeltochter zu den Spielgeräten geht. „Die Stufen entsprechen den Richtlinien. Es war genauso durchgeplant. Es tut mir leid, wenn jemand da ins Straucheln kommt“, sagt Gisbert Bensch, Projektmanager bei der Stadt Werne.

Man habe bewusst auf dunkle Stufen gesetzt, um sie hervorzuheben. „Es ist nun mal so, dass wir auf dem Platz zwischen Woolworth und Schuh Hemmerich einen Höhenunterschied von einem Meter ausgleichen müssen“, erklärt der ehemalige Tiefbauamtsleiter.

Weitere Stolperfalle auf neuem Moormannplatz befürchtet - ausgerechnet am Spielplatz

Die neuen Kinderspielgeräte werden von Mädchen und Jungen schon viel genutzt. © Andrea Wellerdiek

Ein Meter Höhenunterschied

Den Unterschied könne man entweder durch einen großen Hügel oder eben durch die nun installierten auslaufenden Stufen überwinden. Bei den Stufen habe man sich an die vorgesehenen Abstände zu den Spielgeräten gehalten, so Bensch weiter.

Er glaubt indes, dass Kinder mehr als Erwachsene auf solche Erhöhungen achten würden. Beschwerden zu der vermeintlichen Stolperfalle an den Spielgeräten auf dem Moormannplatz seien bei ihm noch nicht eingegangen, so der Projektmanager.

Mehrere Kunden ins Straucheln gekommen

Das ist bei den auslaufenden Stufen vor dem Optik-Geschäft Hoppe anders. Da haben sich gleich mehrere Kunden beschwert. Das bestätigte auch Andrea Gährken, Geschäftsführerin von Hoppe. Daraufhin habe man auf die Treppenanlage zwei große Blumenkübel gestellt.

Jetzt lesen

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Optik-Geschäfts wolle man an dieser Stelle nach geeigneten Lösungen suchen, erklärt Gisbert Bensch. „Wir wollen nicht alles absperren. Das ist natürlich auch nicht im Sinne von Hoppe. Außerdem wollen wir auch nicht wieder das Pflaster aufreißen“, sagt Gisbert Bensch.

Wie man diese Stolperfalle künftig mildert, ist bisher noch unklar, so der ehemalige Tiefbauamtsleiter der Stadt Werne. Er hofft darauf, dass sich die Bürger an die auslaufenden Stufen vor dem Optik-Geschäft gewöhnen. Das gilt auch für die Stufen an den Spielgeräten, die bereits gern von den Kindern genutzt werden.

Lesen Sie jetzt