Monsanto: Stopp der Versuche mit Gen-Mais denkbar

WERNE Stellt der amerikanische Agrarkonzern Monsanto seine Gen-Mais-Versuche in Werne ein? Fast sieht es danach aus: Denn obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben noch drei bis vier Jahre in Schmintrup aktiv sein darf, lassen Sabotage-Akte von Gentechnik-Gegnern den Konzern zweifeln.

von Von Rudi Zicke

, 29.07.2008, 07:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Vermutlich mit einer Machete hatten Unbekannte das Maisfeld zerstört. </p>

<p>Vermutlich mit einer Machete hatten Unbekannte das Maisfeld zerstört. </p>

Der bisherigen Versuchsreihe, erklärte Thierfelder gestern überraschenderweise, hätten die drei Anschläge jedenfalls nicht geschadet. Denn es ist laut Thierfelder bei den Tests nicht um den Mais selbst gegangen.

Nicht zuletzt die bislang drei Anschläge auf den Acker in der Nähe des Alten Zolls innerhalb von vier Jahren lassen Monsanto einen Rückzug denkbar erscheinen. „Wir müssen überlegen, auf welche Fragestellungen wir noch Antworten benötigen und welche Effekte die Zerstörungsproblematik auf die Ergebnisse hat“, erläuterte Dr. Andreas Thierfelder.

Der bisherigen Versuchsreihe, erklärte Thierfelder gestern überraschenderweise, hätten die drei Anschläge jedenfalls nicht geschadet. Denn es ist laut Thierfelder bei den Tests nicht um den Mais selbst gegangen.

Es ging um Unkraut Man habe herausfinden wollen, wie sich bei einem konsequenten Anbau von gentechnisch verändertem Mais und dem Einsatz von Monsanto-Unkrautvernichtungsmitteln die Unkrautflora über einen längeren Zeitraum entwickelt. Um die Versuche, die erfolgreich abgeschlossen worden seien, zu gefährden, hätten die Gentechnik-Gegner nicht den Mais, sondern die Unkräuter zerstören müssen.

Nun müsse Monsanto entscheiden, welche neuen Fragestellungen noch zu „beackern“ seien, ob diese Versuche durch Anschläge gefährdet werden könnten.

Aber auch andere Gründe

Unabhängig von den Zerstörungsrisiken müsse außerdem geprüft werden, ob es z.B. mit Blick auf die Boden- und Wasserverhältnisse geeignetere Standorte als den in Werne gibt.

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