Nach Ostern startete das Solebad Werne mit dem Großreinemachen des 50-Meter-Außenbeckens. © Jörg Heckenkamp
Schwimmen in Werne

Mit Video: Solebad Werne bereitet Freibad-Betrieb vor – zwei Fragezeichen

Während der ein oder andere Schneeschauer um sie fegt, bereiten Mitarbeiter des Solebades die Freibad-Saison 2021 vor. Doch das Freiluft-Schwimmvergnügen ist nicht nur vom Wetter abhängig.

Während die Temperaturen aktuell knapp die Minusgrade verlassen, bereitet sich das Solebad Werne auf die Freibad-Saison vor. „Trotz der Rahmenbedingungen wollen wir, wie jedes Jahr, das Freibad bis zum 1. Mai startklar haben“, sagt der kaufmännische Leiter des Bades, Carsten Langstein, auf Anfrage der Redaktion.

Das macht eine rund dreiwöchige Vorbereitungszeit nötig, in die das Solebad-Team am Ostermontag mit dem Ablassen des Wassers aus dem Freibad-Becken eingestiegen ist. Ob das Bad tatsächlich am 1. Mai öffnen kann, hängt „einerseits von einer stabilen Wettervorhersage ab“, sagt Langstein. Mindestens genauso wichtig ist aber die aktuelle Corona-Lage.

Corona-Lage erlaubt aktuell keine Bad-Öffnung

„Derzeit gibt es keine aktuellen Beschlüsse, was eine Öffnung unseres Freibades angeht“, sagt Langstein. Zwar habe sich die Stadt Werne mit dem Bad für das Modell-Projekt von streng geregelten Öffnungszeiten nach dem Tübinger Modell beworben. Aber ob man den Zuschlag bekommt, ist noch offen. Ein drohender harter Lockdown könnte all diese Bemühungen zunichte machen. Zumindest auf die lange Bank schieben.

Dennoch hat das Solebad am Ostermontag „den Stöpsel gezogen“ und lässt aus dem insgesamt 2200 Kubikmeter Wasser fassenden Außen-Sportbecken das Nass ab. „Ein gefülltes Freibad-Becken bietet im Winter den besten Schutz gegen Frostschäden“, sagt Langstein. Dazu seien zudem sogenannte Eisdruckpolster nötig, die Schäden am Beckenrand verhindern sollen.

„Diese Polster haben sich in diesem Winter bewährt“, sagt der kaufmännische Leiter. Trotz des Wintereinbruchs im Februar mit zweistelligen Minusgraden über mehrere Tage sei dank der Schutzvorrichtung „an dem Becken nichts“ passiert. Während das Wasser nun – mit Genehmigung des Kreises – langsam in die Horne abfließt, beginnen die Mitarbeiter mit der Reinigung.

Über den Winter hat sich viel Laub und anderes organisches Material im Becken angesammelt.
Über den Winter hat sich viel Laub und anderes organisches Material im Becken angesammelt. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Sie arbeiten sich mit fallendem Wasserstand von oben nach unten, säubern und desinfizieren zunächst die Überlaufrinne und den Beckenrand, bis schließlich der Boden trocken fällt. „Es sind dann noch weitere Arbeiten am Filter, etc. notwendig“, sagt Carsten Langstein.

Danach kann frisches Wasser ins Becken fließen. Dafür kalkuliert die Bad-Leitung rund drei Tage ein. Schwimmmeisterin Barbara Kipp: „Wegen der Temperaturangleichung können wir das Wasser nur langsam steigen lassen, etwa fünf Zentimeter pro Stunde.“ Ist das Wasser aufgefüllt und entsprechend behandelt, werden Proben genommen und eingeschickt.

„Die Ergebnisse sollten dann nach 10 bis 14 Tagen vorliegen“, sagt Langstein. In der Regel hätten die Prüfer nichts an der Wasserqualität auszusetzen. Dann wäre im Freibad Werne alles bereit. Fehlt nur noch warmes Wetter. Und die amtliche Corona-Erlaubnis.

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Jörg Heckenkamp

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