Stopp in Werne: Pater Tobias läuft für den guten Zweck 100 Kilometer durch NRW

Laufen in Corona-Krise

Pater Tobias wollte den Ultramarathon in der Schweiz meistern. Doch die Veranstaltung wurde abgesagt, sodass der gebürtige Werner nun 100 Kilometer durch NRW läuft - mit Stopp in Werne.

Werne, Cappenberg

, 23.04.2020, 13:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zur Not läuft er auch alleine: Pater Tobias absolvierte jüngst alleine an der Ruhr seinen zweiten Virtual-Marathon innerhalb zwei Wochen. Dieses Mal war es der Tokio Marathon Virtual Run 2020. Im Juni läuft der gebürtige Werner 100 Kilometer allein durch NRW - mit Zwischenstopp in seiner einstigen Heimat Werne.

Zur Not läuft er auch alleine: Pater Tobias absolvierte jüngst alleine an der Ruhr seinen zweiten Virtual-Marathon innerhalb zwei Wochen. Dieses Mal war es der Tokio Marathon Virtual Run 2020. Im Juni läuft der gebürtige Werner 100 Kilometer allein durch NRW - mit Zwischenstopp in seiner einstigen Heimat Werne. © Projekt "LebensWert"

Ursprünglich wollte der Extremsportler und Geistliche Pater Tobias (56) den Ultramarathon bei den Bieler Lauftagen Anfang Juni in der Schweiz absolvieren. Wegen der Corona-Pandemie fällt die Laufveranstaltung wie so viele allerdings aus. Doch ganz auf ein besonderes Lauf-Event verzichten möchte Pater Tobias, bekannt als „Marathon-Pater“, nicht.

Deshalb läuft Pater Tobias, der gebürtig aus Werne-Langern und der gemeinsamen Kirchengemeinde Cappenberg kommt, eben am Freitag, 5. Juni, alleine. Und zwar 100 Kilometer durch ganz Nordrhein-Westfalen. Mit einem Zwischenstopp in seiner einstigen Heimat Werne.

100 Kilometer allein für den guten Zweck

Start dieses speziellen Laufes ist um 7 Uhr in Duisburg, wo Pater Tobias wohnt und als Pfarrer tätig ist. Mehr als 100 Kilometer geht es dann durch das Ruhrgebiet und das Münsterland. All das tut er wieder für den guten Zweck. Er will Spenden für arme Kinder sammeln.

Besuch im Werner Elternhaus nach dem Wüstenmarathon: Pater Tobias lief im Dezember 2018 172 Kilometer durch die Wüste im Oman. Am Ende gab es einen Schal des Sultans, eine Medaille und natürlich Ruhm und Ehre.

Besuch im Werner Elternhaus nach dem Wüstenmarathon: Pater Tobias lief im Dezember 2018 exakt 172 Kilometer durch die Wüste im Oman. Am Ende gab es einen Schal des Sultans, eine Medaille und natürlich Ruhm und Ehre. © Andrea Wellerdiek (A)

„Ein Ultramarathon ist immer eine Herausforderung“, sagt Pater Tobias, „aber ihn allein zu absolvieren, das erfordert noch mehr mentale Stärke, Ausdauer und hohe Motivation.“ Die Strecke führt ihn vom Gemeindebüro Herz-Jesu, Duisburg-Neumühl über seine Geburtsstadt Werne (bis dahin sind es 65 Kilometer) bis nach Münster.

Pater Tobias sucht noch Sponsoren

Auch für den 100-Kilometer-Lauf durch NRW mit Zwischenstopp in Werne sucht der 56-Jährige noch Sponsoren, die seinen Lauf unterstützen wollen. Firmen können etwa einen Platz im Flyer zu dem 100-Kilometer-Lauf erwerben. Aber auch private Spenden sind willkommen. Mit den Spenden werden unter anderem Schwimmkurse für Kinder über Pater Tobias gemeinnütziges Projekt „LebensWert“ finanziert. Weitere Infos gibt es per E-Mail unter info@projekt-lebenswert.de.

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