Jetzt, wo der Schnee langsam auftaut, kann es immer wieder dazu kommen, dass Schnee als Dachlawine auf den Boden stürzt. Das gilt auch für die Eiszapfen, die gefährliche Geschosse werden können. © Jörg Heckenkamp
Schnee-Update in Werne

Liveblog zum Schnee in Werne: Gefahr durch Eiszapfen und -flächen, Verspätung bei Eurobahn

Der Winter hat Werne weiter fest im Griff. Auch am Freitag (12. Februar) kommt es zu Beeinträchtigungen im Verkehr - auf den Straßen und Gleisen. Unser Blog hält Sie auf dem Laufenden.

Werne ist weiterhin weiß: Werne hat sich auch am Freitag (12. Februar) noch als Winterlandschaft präsentiert – und das wird in den kommenden Tagen wohl noch so bleiben. Nach wie vor kommt es zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Wir halten Sie in unserem Blog auf dem Laufenden:

19.05 Uhr: Tagesfazit

  • Werne hat einen ruhigen Schnee-Tag erlebt. Es gab bis zum Abend hin keine Meldungen der Feuerwehr oder Polizei über größere Probleme auf den Straßen oder Gehwegen, über Verkehrsunfälle oder andere Vorfälle, die mit den extremen Wetterbedingungen zu tun haben.
  • Der Warnung, dass es glatt werden könnte und man besonders aufmerksam und vorsichtig fahren und sich bewegen sollte, sind offenbar viele Bürger in Werne nachgekommen.
  • Nachdem am Dienstag der Wochenmarkt abgesagt wurde, kamen zumindest vier Händler am Freitag wieder zum vom Schnee befreiten Marktplatz. Mit Heizung und mehreren Hosen ausgestattet wappnete sich ein Markthändler vor der Eiseskälte mit Temperaturen um Minus 15 Grad.
  • Auch auf den Gleisen hat sich die Lage langsam etwas beruhigt. Die Eurobahn der RB-Linie 50, die zwischen Dortmund und Münster verkehrt, hat ihren Betrieb am Donnerstagabend wieder aufgenommen. Am Freitag mussten die Reisenden jedoch mit Verspätungen rechnen, weil immer wieder Weichen eingefroren waren.
  • Zum Wochenende hin soll es vor allem in den Nachtstunden weiterhin eisig bleiben. Wohl erst zum Anfang der Woche sind wieder Temperaturen im Plus-Bereich zu erwarten, erklärte Meteorologe Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst. Dann, so der Experte weiter, kann es langsam auch dem Schnee an den Kragen gehen.

Damit beenden wir unseren Live-Blog für heute. Kommen Sie weiterhin gut durch den Winter!

15.45 Uhr: Markthändler trotzen der Kälte

Bei Minus 15 Grad haben sich am Freitag vier Händler auf dem Wochenmarkt in Werne eingefunden. Wie sie sich vor der Kälte schützen? Unter anderem mit drei Hosen, wie ein Beschicker verrät. Am Dienstag könnten je nach Wetterlage wieder mehr Händler beim Wochenmarkt dabei sein. Das entscheidet sich aber kurzfristig.

13.13 Uhr: Polizei des Kreises gibt Tipps zum Autokratzen

So sollte man es nicht machen… Die Polizei des Kreises Unna erinnert noch einmal, wie Autoscheiben von Eis frei zu kratzen sind:

11.40 Uhr: Eurobahn fährt wieder im normalen Rhythmus, allerdings mit Verspätungen

Die Eurobahn der RB-Linie 50 fährt seit Donnerstag, 17.30 Uhr, wieder im normalen Stunden-Rhythmus. Allerdings ist weiterhin mit Verspätungen zu rechnen – derzeit bis etwa 20 Minuten. „Leider müssen sich Reisende darauf einstellen. Es kann bei dieser eisigen Kälte immer wieder sein, dass eine Strecke gesperrt wird, weil Weichen festgefroren sind“, sagt Nicole Pizzuti, Pressesprecherin von Keolis, dem Eurobahn-Betreiber.

10.30 Uhr: Gefahr vor Dachlawinen und Eiszapfen

Dachdecker in Werne räumen den Schnee von Dächern. Denn hier ist die Gefahr von Dachlawinen groß. Vorsicht ist auch geboten, wenn Eiszapfen zu Boden segeln.

Freitag (12. Februar), 9 Uhr: Feuerwehr warnt vor trügerischen Eisflächen

Die Freiwillige Feuerwehr in Werne, die eine ruhige Nacht hinter sich hat, warnt dringend vor dem Betreten von Eisflächen in Werne. Das birgt lebensbedrohliche Gefahren. Die Feuerwehr gibt Verhaltens-Tipps.

18.45 Uhr: Tagesfazit

  • Die Eurobahn der RB-Linie 50, die zwischen Dortmund und Münster verkehrt, nahm den Betrieb am Donnerstagnachmittag, ab 16.30 Uhr, wieder auf. Zunächst fuhren die Züge im Zwei-Stunden-Rhythmus. Die erste Fahrt ab Dortmund in Richtung Münster war bereits für 14.30 Uhr angekündigt, dann allerdings gab es eine Verzögerung. „Das Fahrzeug war zugefroren. Deshalb konnte es nicht wie geplant um 14.30 Uhr losgehen“, erklärt eine Sprecherin von Keolis, dem Eurobahn-Betreiber, am Nachmittag.
  • Reisende sollten sich stets vor dem Reiseantritt immer wieder über die aktuelle Verkehrslage auf der Internetseite der Eurobahn informieren. Denn: „Es gibt viele Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Deshalb kann es immer mal wieder zu Einschränkungen kommen“, sagt sie. Auch Verspätungen seien nicht ausgeschlossen.
  • Der Räumdienst der Stadt Werne ist weiter im Dauer-Einsatz. Mittlerweile wurden alle Straßen, die in den Zuständigkeitsbereich des städtischen Baubetriebshofes fallen, mehrmals geräumt. Einige Bürger hätten aber den Eindruck, dass stellenweise noch gar nichts passiert sei. „Nur weil man keine schwarze Straße sieht, heißt das nicht, dass wir sie nicht bedient haben“, sagt Bruns. Teilweise werde aber bewusst eine dünne Schneedecke auf den Straßen liegen gelassen, weil man ansonsten über eine Eisfläche, die sich nicht einfach entfernen lässt, fahren müsste. Mittlerweile sind alle Straßen bereits mehrmals geräumt geworden. Auch Wirtschaftswege, Seitenstreifen und Parkplätze wurden nun vom Schnee befreit. Weil weiter tiefe Temperaturen zu erwarten sind, warnt Bruns weiter vor Beeinträchtigungen und vor allem Glatteis auf den Straßen.
  • Der Wochenmarkt in Werne soll mit kleinerem Angebot am Freitag (12. Februar) auf dem Marktplatz stattfinden. Dafür wurde auch am Donnerstag noch Schnee von Mitarbeitern des Baubetriebshofes abgetragen. Am Dienstag (16. Februar) könnten je nach Wetterverhältnissen dann auch wieder weitere Händler auf den Markt zurückkehren.
  • Verkehrsunfälle oder größere Vorfälle gab es bis zum Donnerstagabend nicht von der Freiwilligen Feuerwehr oder der Polizei zu vermelden.

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Der Bauhof Werne räumt am Donnerstag, 11. 2. 2021, auf dem Marktplatz den zusammengeschobenen Schnee weg, damit der Wochenmarkt stattfinden kann.
Der Bauhof Werne räumt am Donnerstag, 11. 2. 2021, auf dem Marktplatz den zusammengeschobenen Schnee weg, damit der Wochenmarkt stattfinden kann. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

14.20 Uhr: Eurobahn nimmt wieder Fahrt auf

Aufatmen für Reisende der Eurobahn der RB-Linie 50. Ab Donnerstag, 16.30 Uhr nehmen die Züge zwischen Dortmund und Münster im Zweistundentakt wieder ihren Betrieb auf. Das teilte Keolis, der Eurobahn-Betreiber, am Donnerstagnachmittag mit. Alle Fahrgäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt dennoch auf der Internetseite der Eurobahn zu informieren. „Es gibt viele Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Deshalb kann es immer mal wieder zu Einschränkungen kommen“, sagt eine Sprecherin von Keolis.

13.15 Uhr: Bis wohin muss ich Schnee räumen? Nachbarschaftsstreit entfacht

In Werne gab es mindestens einen Nachbarschaftsstreit über das Schneeräumen. Neben Anfragen zu Zuständigkeiten beim Räumdienst gab es auch einen Anruf bei der Stadtverwaltung, weil sich Nachbarn aufgrund des Schneeschippens gestritten hatten. Ein Nachbar habe grenzscharf den Schnee vor seinem Haus geräumt, ein anderer Nachbar hatte daraufhin kritisiert, dass er nicht mehr aus seiner Einfahrt kommen würde, erzählt Adrian Kersting, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt. In solche Streitigkeiten mischt sich die Stadtverwaltung nicht ein, sondern verweist auf die geltende Ortssatzung. Darin ist auch geklärt, was für das Schneeräumen gilt.

12.45 Uhr: Die Eurobahn fällt noch länger aus als gedacht:

Die Eurobahn der RB-Linie 50 zwischen Dortmund und Münster fällt noch länger aus als heute zunächst angenommen. Bis mindestens Donnerstag, 21 Uhr, verkehrt kein Zug auf der Strecke. Zunächst war von Zugausfällen bis 18 Uhr die Rede. Ein Busnotverkehr – nun auf der gesamten Strecke zwischen Dortmund und Münster – wurde eingerichtet.

12 Uhr: Zwischenfazit aus dem Baubetriebshof: Alle Straßen geräumt

In Werne sind mittlerweile alle Straßen mehrmals von Schnee befreit worden. Das erklärt der Baubetriebshofleiter Detlef Bruns. Einige Bürger hätten aber den Eindruck, dass stellenweise noch gar nichts passiert sei. „Nur weil man keine schwarze Straße sieht, heißt das nicht, dass wir sie nicht bedient haben“, sagt Bruns. Teilweise werde aber bewusst eine dünne Schneedecke auf den Straßen liegen gelassen, weil man ansonsten über eine Eisfläche, die sich nicht einfach entfernen lässt, fahren müsste. Mittlerweile sind alle Straßen bereits mehrmals geräumt geworden.

Der Räumdienst hat am Mittwoch damit begonnen, auch in den Außenbezirken zu räumen und zu streuen. Alle Straßen, die vom Räumdienst der Stadt zu räumen sind, wurden bedient, so Bruns weiter. Dazu zählen auch Wirtschaftswege in den Außenbezirken. Dazu zählen aber nicht landwirtschaftliche Wege. Da sind die Landwirte selbst gefragt und müssen mit dem Trecker die Wege frei räumen.

Gefahrenpunkte am Gewerbegebiet: An der Raiffeisenstraße hat sich – wohl durch die vielen Fahrten hier mit Lkw – eine 14 bis 15 Zentimeter tiefe Kante in das Eis gesetzt, berichtet Detlef Bruns. Hier haben Mitarbeiter des Räumdienstes mit Radlager und viel Handarbeit das Problem gelöst. Es war aufgefallen, als man selbst dort mit einem Fahrzeug zum Salzstreuen unterwegs war, so Bruns weiter.

Eine weitere Gefahrenstelle bildete der Nordbecker Damm. Auf der Brücke, die über die Nordlippestraße führt, hat sich sehr viel Schnee gebildet. Nun sei diese Straße auch wieder passierbar, erklärt Bruns.

Am Mittwoch wurden verstärkt Bushaltestellen frei geräumt, weil die Busse mittlerweile auch wieder fahren.

9.30 Uhr: Eurobahn fährt auch am Donnerstag nicht

Die Verbindung der Eurobahn-Linie RB50 fährt auch am fünften Schnee-Tag nicht. Die Züge zwischen Dortmund und Münster fallen bis mindestens Donnerstag (11. Februar), 18 Uhr, weiter aus. Ein Busnotverkehr – nun auf der gesamten Strecke zwischen Dortmund und Münster – wurde eingerichtet.

Donnerstag (11. Februar), 9.15 Uhr: Ruhige Nacht für Feuerwehr und Polizei

In der Nacht und am Donnerstagmorgen ist es für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in Werne ruhig geblieben. Meldungen etwa über witterungsbedingte Verkehrsunfälle gab es bislang nicht.

18.15 Uhr: Tagesfazit

Am vierten Schnee-Tag in Werne ist es ruhig geblieben. Der Räumdienst des Baubetriebshofes war weiterhin damit beschäftigt, die Straßen und Gehwege von Schnee zu befreien. Auch der Marktplatz wurde heute von Schneemassen geräumt, damit der Wochenmarkt am Freitag stattfinden kann. Dieser steigt mit deutlich weniger Händlern als sonst zu gewohnter Zeit zentral auf dem Marktplatz.

Zumindest im Bus-Verkehr gab es am Mittwoch etwas Entspannung. Viele Busse der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) waren wieder auf den Straßen unterwegs. Allerdings mussten die Kunden sich aufgrund der weiterhin teils schwierigen Wetterverhältnisse auf Verspätungen bis zu 20 Minuten einstellen. Anders sieht das weiterhin im Zugverkehr der Eurobahn der RB-Linie 50 aus. Bis mindestens Donnerstag, 10 Uhr, fällt die RB50 noch aus. Ein Busnotverkehr wird lediglich zwischen Dortmund und Werne in Richtung Münster angeboten.

Auf der A1 gab es vor allem für Lkw-Fahrer zunächst Einschränkungen. Für sie war morgens die Ausfahrt Hamm-Bockum/Werne in beide Richtungen gesperrt, ebenso der Autohof, der weiter mit Schneemassen bedeckt war.

Meldungen über Verkehrsunfälle oder größere Einsätze aufgrund des extremen Wetters gab es bis zum Abend weder bei der Werner Feuerwehr noch bei der Polizei. Weiter ist mit eisigen Temperaturen und damit auch glatten Straßen zu rechnen. Der Schnee bleibt Werne auf jeden Fall noch weiter erhalten.

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16.30 Uhr: Fazit am Baubetriebshof, Bürgermeister lobt Einsatz des Bauhofes

Baubetriebshof-Leiter Detlef Bruns, der eine erste Bilanz hinsichtlich des Schnee-Einsatzes zieht, ist überzeugt, dass durch den Einsatz seiner Kollegen ein weitaus größeres Chaos und viele Unfälle hätten verhindert werden können.

Sicherlich habe es vereinzelt Beschwerden gegeben, wieso man in den Außenbezirken nicht mit der Intensität wie innerstädtisch gereinigt habe. „Wir müssen an dieser Stelle jedoch Prioritäten setzen und dafür gibt es abgestimmte Einsatzpläne und entsprechende Gefahrenabschätzungen“, erläutert Bürgermeister Lothar Christ, der in diesem Zusammenhang nicht mit Lob für den Bauhof in den zurückliegenden Tagen spart.

Nicht zuletzt bei einem Blick in die Nachbarkommunen verfestige sich sein Eindruck, dass in Werne vieles sehr positiv und vor allem unbürokratisch angegangen worden sei. Dies beinhalte beispielsweise den Bauhof-Einsatz am Autohof, wo zuständigkeitshalber zwar der Landesbetrieb Straßen NRW hätte räumen müssen, die dramatische Verkehrslage mit dem Rückstau bis zu der Autobahn-Abfahrt jedoch ein sofortiges Handeln verlangt habe. Nicht zuletzt auch in den Gewerbegebieten und Kreisverkehren habe der Bauhof nach seinen personellen Möglichkeiten Schnee geräumt und die Befahrbarkeit vieler Straßen sichergestellt.

Auch in den nächsten Tagen werde es darum gehen, Fuß- und Radwege passierbar zu machen und dauerhaft von Eis und Schnee zu befreien. „Dieser besondere Wintereinbruch wird uns noch länger beschäftigen“, befürchtet nicht nur Detlef Bruns.

15.55 Uhr: Bisher ist es ruhig bei Feuerwehr und Polizei

An diesem Mittwoch gab es von der Freiwilligen Feuerwehr in Werne noch von der Polizei des Kreises Unna keine Meldungen über Verkehrsunfälle oder Vorfälle aufgrund der extremen Wetterverhältnisse.

14.35 Uhr: Busse der VKU fahren, aber mit Verspätungen rechnen

Trotz der widrigen Straßenverhältnisse sind die Busse der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) unterwegs. Es kommt aktuell zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten, in Ausnahmen auch länger, teilt Felicitas Bachmann von der VKU mit. Diese werden oftmals durch querstehende PKW verursacht, die die Weiterfahrt der Busse behindern. Dennoch gibt es bislang keine größeren Störungen, heißt es weiter.

Aktuell muss allerdings die Linie R192 für heute die Fahrt wegen Eisglätte einstellen. Die R19, die heute Vormittag nur in Teilstücken bedient wurde, fährt jetzt wieder die komplette Linienstrecke. „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es auch weiterhin zu Verspätungen und einzelnen Fahrtausfällen kommen wird“, erklärt Bachmann. Zudem weist die VKU daraufhin, dass keine Nachtbusse am 11. Februar fahren. Diese werden normalerweise zu Weiberfastnacht eingesetzt.

13.10 Uhr: Wochenmarkt findet am Freitag statt

Der Wochenmarkt in Werne wird mit einem kleineren Angebot am Freitag zu den gewohnten Öffnungszeiten von 8 bis 12.30 Uhr stattfinden. Laut Marktmeister David Ruschenbaum von Werne Marketing werden wohl mindestens vier Händler ihre Waren anbieten. Die Obst- und Gemüsehändler allerdings werden nicht dabei sein. Der Markt findet zentral auf dem Marktplatz statt, der am Mittag von Mitarbeitern des Baubetriebshofes von den Schneemassen geräumt wurde.

Ein Fahrzeug des Bauhofes Werne ist am Mittwoch auf dem Marktplatz Werne zu sehen.
Ein Fahrzeug des Bauhofes Werne ist am Mittwoch auf dem Marktplatz Werne zu sehen. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

12.03 Uhr: Notbusverkehr nur zwischen Dortmund und Werne

Die Eurobahn auf der Strecke der Linie RB50 fährt bis mindestens Donnerstag, 10 Uhr, nicht. Der Notbusverkehr fährt aufgrund der schlechter Straßenverhältnisse Richtung Münster aktuell nur zwischen Dortmund und Werne. Das teilt der Eurobahn-Betreiber nun auf seiner Internetseite mit.

11.15 Uhr: Weiter eisige Temperaturen für Werne erwartet

In Werne wird der Schnee noch bis mindestens Anfang der Woche liegen bleiben. Davon geht Malte Witt, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD), aus. Er sagt aber auch: „Es kommt nicht mehr viel Neuschnee hinzu.“ Mit weiterhin eisigen Temperaturen – in der Nacht zu Samstag bis minus 15 Grad – ist zu rechnen. Ab Donnerstagnachmittag soll sich für einige Stunden auch wieder die Sonne zeigen. Erst ab Montag können die Temperaturen wieder in den Plus-Bereich steigen, erklärt Witt.

10.15 Uhr: Autobahn-Ausfahrt Werne für Lkw wieder frei

Die Ausfahrt Hamm-Bockum/Werne auf der A1 ist für Lkw mittlerweile wieder freigegeben. Insgesamt, so Andreas Bode, Pressesprecher der Polizei Münster, sei die Nacht recht ruhig geblieben. Auch von Verkehrsbeeinträchtigungen wegen von Lkw überfüllten Parkplätzen wie etwa in Ostwestfalen gab es im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Münster nicht.

Mittwoch (10. Februar), 9.45 Uhr: Autobahn-Ausfahrt Werne für Lkw gesperrt

Der Autohof an der Nordlippestraße ist wegen Schnee gesperrt. Damit Lkw nicht weiter versuchen, auf die Raststätte zu kommen, ist die A1-Ausfahrt Hamm-Bockum/Werne für Lkw in beiden Richtungen seit den frühen Morgenstunden gesperrt. Montag hatte es sich bereits auf dem Autobahn-Zubringer gestaut. Bis Montagabend, 22 Uhr, galt ein Lkw-Fahrverbot. Daran hielten sich allerdings nicht alle Fahrer. „Es waren auch einige Lkw unterwegs. Den Fahrern mussten wir Verwarnungen aussprechen“, erklärt Andreas Bode, Pressesprecher von der Polizei Münster.

18.50 Uhr: Tagesfazit

Der Dienstag verlief in Werne weitestgehend ruhig – sowohl auf den Straßen als auch auf den Gleisen. Weder die Busse der VKU noch die Eurobahn der Linie RB 50 kamen zum Einsatz. Zudem waren viele Bürger offensichtlich der Empfehlung der Behörden gefolgt, angesichts der Witterungsbedingungen zuhause zu bleiben und sich nicht ans Steuer zu setzen. Insbesondere in den frühen Morgenstunden hatte es in NRW zahlreiche Unfälle und Staus gegeben. Für Werne meldete die Polizei bis zum Mittag allerdings lediglich sieben Einsätze – alle ohne Personenschaden. Auch die Feuerwehr zog am Mittag eine positive Bilanz.

Vorsicht ist allerdings weiterhin geboten, denn die Temperaturen bleiben niedrig. Für Mittwoch (10. Februar) sind in Werne Werte zwischen -17 und -3°C vorhergesagt. Zudem ist mit Windböen zwischen 9 und 30 km/h zu rechnen.

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17.30 Uhr: Eurobahn fährt bis Donnerstag nicht

Der Verkehr auf der Eurobahnstrecke RB50 zwischen Münster und Dortmund ruht weiterhin – vorerst bis zum Donnerstag, 11. Februar, um 10 Uhr. Das teilt der Betreiber Keolis auf seiner Website mit. Es wurde ein Busnotverkehr eingerichtet. Der Ersatzbus hält in Werne am Werner Bahnhof.

16.10 Uhr: Polizei warnt vor Eiszapfen

Die Kreispolizei Unna warnt in einem Tweet vor großen Eiszapfen. Diese könnten von Dachrinne herunterfallen und Passanten treffen, heißt es. Wer entsprechende Eiszapfen beobachtet, solle die Feuerwehr informieren, rät die Polizei.

16.00 Uhr: Eurobahn fährt heute nicht mehr

Eurobahn-Betreiber Keolis hat inzwischen mitgeteilt, dass der Verkehr auf der Zuglinie RB50 (Münster bis Dortmund) bis Mittwoch, 10. Februar, 3 Uhr, eingestellt bleibt.

14.40 Uhr: Der Schnee muss weg – und alle packen mit an

Auch wenn schon seit Stunden keine Flocke mehr vom Himmel rieselte, gibt es an der ein oder anderen Stelle noch einiges zu tun. Der Einsatz manch eines motivierten Schneebeseitigers – ob Bauhofmitarbeiter oder nicht – kommt beim im Schnee spielenden Nachwuchs nicht gerade gut an. Dient aber natürlich der Sicherheit.

Peter Telgmann bürstet vor dem familieneigenen Betrieb den Gehweg frei.
Peter Telgmann bürstet vor dem familieneigenen Betrieb den Gehweg frei. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

13.50: Tipps fürs sichere Autofahren im Schnee

Nur wenn keine andere Möglichkeit besteht, sollte man sich heute hinters Steuer setzen. Denjenigen, bei denen dies der Fall ist, empfehlen wir nochmals die Tipps der Fahrlehrer:

Das aktuelle Wetter bringt Gefahrenpotential mit sich - aber auch schöne und teils kuriose Erscheinungen: Nadine Tembaak aus Werne fotografierte eine gefrorene Seifenblase auf ihrem Balkon.
Das aktuelle Wetter bringt Gefahrenpotential mit sich – aber auch schöne und teils kuriose Erscheinungen: Nadine Tembaak aus Werne fotografierte eine gefrorene Seifenblase auf ihrem Balkon. © Nadine Tembaak © Nadine Tembaak

13 Uhr: Busse fahren am Dienstag nicht mehr

Die VKU hat inzwischen mitgeteilt, dass sie den Busbetrieb am Dienstag (9. Februar) nicht wieder aufnehmen wird. „Auch wenn inzwischen kaum noch Schnee fällt, sind viele Straßen weiterhin nur schwer oder kaum befahrbar. Auf den Hauptstraßen befinden sich unter dem geräumten Schnee vielfach Eisplatten, in den Nebenstraßen türmen sich die Schneehügel“, heißt es seitens des Unternehmens. Viele der VKU-Haltestellenbuchten seien zudem mit Schnee zugeschoben, der festgefroren ist. Das mache eine durchgängige Befahrbarkeit nicht möglich.

„Die Räum- und Streudienste arbeiten mit Hochdruck, damit die Hauptstraßen in Kürze wieder sicher befahrbar sind. Wir gehen davon aus, dass wir den Busverkehr im Kreis Unna ab Mittwoch früh wieder aufnehmen werden. Es ist aber mit Verspätungen und eventuellen Fahrtausfällen zu rechnen. Wir bitten um Verständnis“, so die VKU weiter.

12.35 Uhr: Polizei meldet nur wenige Einsätze

Auch die Bilanz der Polizei fällt weitgehend positiv aus. Das erklärte Vera Howanietz, Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde in Unna, auf Anfrage unserer Redaktion. Zwischen Montagnachmittag (16 Uhr) und Dienstagmittag (12 Uhr) habe es in Werne sieben witterungsbedingte Einsätze gegeben. In den meisten Fällen handelte es sich um festgefahrene beziehungsweise liegengebliebene Lkw und Pkw – unter anderem auf der Lünener und Selmer Straße. In Stockum sei hingegen ein Fahrzeug gegen einen Laternenmasten gerutscht. Personenschäden hat es laut Polizei in Werne allerdings nicht gegeben. Das liege auch daran, dass kreisweit auf den Straßen nicht viel los gewesen sei.

Dennoch lautet der Appell der Polizei an die Bevölkerung: Wer nicht unbedingt fahren muss, sollte zuhause bleiben! Vorsicht ist zudem nicht nur auf Bundesstraßen, Autobahnen oder noch nicht freigeräumten Seitenstraßen geboten. „Gerade an Kreuzungen, vor allem solchen mit leichten Steigungen, bildet sich durch das ständige Anfahren Eis. Dadurch kommen die Fahrzeuge dann nicht mehr von der Stelle“, erklärt Howanietz. Insbesondere bei größeren Fahrzeugen bestehe dann das Risiko, dass diese anschließend die Straße blockieren.

Die Radwege in Werne sind größtenteils geräumt, dennoch schwierig zu befahren.
Die Radwege in Werne sind größtenteils geräumt, dennoch schwierig zu befahren. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

12.05 Uhr: VKU-Busse stehen noch still

Ob der Fahrbetrieb bei der VKU ab 13 Uhr wieder aufgenommen werden kann, ist noch unklar, teilt das Unternehmen mit. „Unsere fleißigen Kollegen befreien unseren Betriebshof von den Schneemassen, prüfen die Straßenverhältnisse im Verkehrsgebiet und begutachten Nebenstraßen und Haltestellenbuchten hinsichtlich eines gefahrlosen Betriebs“, schreibt das Unternehmen

11.55 Uhr: Werner Feuerwehr zieht positive Bilanz

Die Freiwillige Feuerwehr Werne zieht am Dienstag (9. Februar) eine positive Bilanz für die Zeit seit Montagabend. Es habe lediglich kleinere Einsätze gegeben, erklärte Pressesprecher Tobias Tenk am Mittag auf Nachfrage unserer Redaktion. So habe etwa am Vorabend ein Gerätewagen mit Drehleiter ausrücken müssen, um ein Schneebrett von einem Dach zu entfernen, das herunterzustürzen drohte. Größere Einsätze, etwa infolge von Schneeverwehungen, habe es nicht gegeben.

Man habe allerdings präventiv ein weiteres Fahrzeug mit Schneeketten ausgerüstet, falls man in abgelegene Gebiete beziehungsweise auf unbefestigte Wege vorrücken müsste. „Grundsätzlich hätte es uns sicherlich schlimmer treffen können“, so Tenk. Mit dem gestoppten Schneefall sei der Räumdienst zunehmend Herr der Lage geworden. „Und die Leute sind offensichtlich dem Appell gefolgt, die Straßen zu meiden. Das hat bis jetzt gut funktioniert.“

11.25 Uhr: A1 wieder frei

Die Autobahn 1 bei Münster war zwischenzeitig nach einem LKW-Unfall in Fahrtrichtung Bremen zwischen Münster-Nord und Greven vollgesperrt. Inzwischen ist sie wieder freigegeben. Dennoch kommt es auf den Autobahnen zu Verkehrsbeeinträchtigungen, wie auch der Blick auf unsere interaktive Karte zeigt.

11.10 Uhr: Keine Abholung der Bio- und Wertstofftonnen

Der Betriebszweig Straßen und Verkehr der Stadt Werne weist darauf hin, dass die Abfuhr der Wertstoff- und Biotonnen aufgrund der Wetterlage diese Woche komplett ausfällt. „Eis, Schnee und zum Teil viele Autos in den Straßen machen die Leerung der Tonnen für die großen Fahrzeuge der Stadtwerke Selm unmöglich“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Tonnen werden daher planmäßig in zwei Wochen nachträglich geleert. Bürger haben dann auch die Möglichkeit Säcke mit Wertstoffmüll neben die Tonne zu legen.

Dienstag (9. Februar) 10.45 Uhr: Weiterhin Einschränkungen im ÖPNV

Keine Chance für Busse: Laut Angaben der VKU ist der Fahrverkehr noch bis mindestens 13 Uhr komplett eingestellt. Auch die TaxiBusse fahren nicht. „Sicherheit von Fahrgästen und Beschäftigten steht bei der VKU an erster Stelle. Und diese ist angesichts der Wetterverhältnisse aktuell nicht zu gewährleisten. Wir bitten um Verständnis“, schreibt die VKU. Auch auf den Gleisen geht wenig bis gar nichts. Die Bahn geht davon aus, dass viele Züge, wie der RB50 frühestens ab 12 Uhr wieder fahren können.

Der Ausrufer auf dem zugeschneiten Marktplatz in der Wintersonne.
Der Ausrufer auf dem zugeschneiten Marktplatz in der Wintersonne. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Die Bilanz von Montag (8. Februar):

  • Pkw und Lkw blieben im gesamten Kreisgebiet immer wieder im Schnee stecken. So kam es im gesamten zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Staus. So war es auch am Kreisverkehr Raiffeisenstraße/Wahrbrink Staus. Dort hatte sich ein Lkw, der ins Gewerbegebiet fahren wollte, gegen 7.30 Uhr festgefahren. Größere Verkehrsunfälle aufgrund des Wetters gab es bis zum Abend nicht.
  • Busse und Bahnen fielen und fallen aus: Der Zugverkehr auf der Eurobahn der RB-Linie 50 zwischen Dortmund und Münster wird bis mindestens bis Dienstagmorgen, 3 Uhr, komplett eingestellt. Bis mindestens Dienstagmittag, 13 Uhr, fahren die Busse der VKU (Verkehrsgesellschaft Kreis Unna) nicht. Auch die Taxibusse fallen aus.
  • Der Räumdienst des Baubetriebshofes war und ist im pausenlosen Einsatz, um die Straßen und Gehwege frei zu räumen. Dabei haben die Hauptstraßen Vorrang vor den Wohngebieten und ländlichen Gegenden.
  • Wochenmarkt fällt aus: Der Markt findet aufgrund der extremen Wetterverhältnisse und zur Sicherheit für Kunden und Beschicker am Dienstag nicht statt. Ob er Freitag ebenfalls abgesagt wird, werden die Verantwortlichen kurzfristig, wohl am Mittwoch, entscheiden, erklärte David Ruschenbaum von Werne Marketing.
  • Einschränkungen gibt es auch bei der Müllabfuhr in Werne: Die Wertstoff-Tonnen konnten bereits am Montag in Bezirk F nicht alle entleert werden. Je nach Wetterlage folgt eventuell ein alternativer Termin. Die Wertstoff-Tonnen-Abholung am Dienstag in Bezirk G werden nicht verbindlich entleert. Ebenso fällt die Bio-Tonnen-Abholung am Mittwoch (9. Februar) wetterbedingt aus. Sollte es das Wetter zulassen, könnte nächste Woche dieser Termin nachgeholt werden, ansonsten erfolgt eine Abholung gemäß Abfallkalender wieder in zwei Wochen.

18.30 Uhr: Gelsenwasser: Trinkwasserversorgung ist gesichertKönnte das Trinkwasser in den Leitungen gefrieren? Der Versorger Gelsenwasser lässt mitteilen, dass auch bei andauernder Wetterlage die Trinkwasserversorgung sichergestellt sei. „Trinkwasserleitungen lägen meist in einem Meter tiefe und frieren auch bei langer anhaltender Kälte nicht ein. Auch die Wasserwerke können die Trinkwasseraufbereitung bei Frost dauerhaft gewährleisten“, schreibt das Unternehmen.

Wasserzähler hingegen sind oft in kalten Räumen untergebracht. Unzureichend geschützte Wasser-Anschlussleitungen, -installationen und -zähler frieren ein und müssen aufgetaut oder sogar ausgetauscht werden. Gelsenwasser empfiehlt:

  • Halten Sie in Kellerräumen Türen und Fenster geschlossen. Ersetzen Sie zerbrochene Scheiben, dichten Sie Türen zusätzlich ab. Eine alte Decke kann da noch gute Dienste leisten.
  • Schützen Sie Wasserleitungen, Ventile und Wasserzähleranlagen, zum Beispiel mit Schaumstoff, Holz- oder Glaswolle. Dies ist besonders wichtig, wenn Anlagen außen in Schächten liegen.

18.20 Uhr: Polizei bittet – nur wirkliche Notfälle meldenDie Polizei im Kreis Unna bittet die Menschen, den Notruf nur zu wählen, wenn auch ein Notfall vorliegt. „Wir müssen nicht darüber informiert werden, dass es Schneeverwehungen gibt – das wissen wir“, heißt es in dem Facebook-Post der Beamten.

17.30 Uhr: Auch Busse im Kreis Unna fallen weiter aus:

Bis mindestens Dienstag, 13 Uhr, fahren die Busse der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) im Kreis Unna nicht. Auch die Taxibusse fahren nicht. Die Sicherheit von Fahrgästen und Beschäftigten steht bei der VKU an erster Stelle. Diese ist angesichts der Wetterverhältnisse aktuell nicht zu gewährleisten, teilt Felicitas Bachmann von der VKU mit.

„Die elektronischen Anzeigen an den Haltestellen zeigen leider, aufgrund einer technischen Störung, nicht überall an, dass der Busbetrieb eingestellt wurde. Wir werden Sie zeitnah darüber informieren, wann und wie der Busverkehr wieder aufgenommen wird“, so Bachmann weiter.

17.16 Uhr: Räumdienst weiter pausenlos im Einsatz:

Weiter ist mit Einschränkungen auf den Straßen in Werne zu rechnen. Und dies, obwohl die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes in den vergangenen beiden Tagen ausnahmslos im Einsatz waren, wie Baubetriebshofleiter Detlef Bruns berichtete. „Jeden, den wir mobilisieren konnten, hatten wir an Bord.“

Rund um die Uhr wurde an den Haupt- und Einfallstraßen Schnee geräumt bzw. Salz gestreut – dennoch war der Einsatz vergleichbar mit einer Sisyphos-Arbeit: Sobald ein Abschnitt halbwegs geräumt und wieder befahrbar war, sorgte der starke Schneefall dafür, dass es innerhalb kürzester Zeit wieder zugeschneit und unpassierbar war. „Trotz des Einsatzes von Streusalz blieb es an vielen Stellen ein eher hoffnungsloses Unterfangen“, sagte Detlef Bruns, der zudem um Verständnis dafür bat, nicht an allen Stellen in der Stadt räumen zu können.

Im Außenbereich und überall dort, wo der Winterdienst durch die Bürger zu erfolgen habe, sei der Bauhof nicht im Einsatz gewesen. Im Einzelfall seien leider auch Einfahrten von privaten Grundstücken zugeschoben worden – Folge der unglaublichen Schneemengen, die auch nicht abgefahren hätten werden können.

Sollten die Temperaturen in den kommenden Tagen wie angekündigt weiter erheblich sinken, wird auch der Einsatz von Streusalz keine Wirkung mehr zeigen, heißt es von der Stadtverwaltung. Sie appelliert noch einmal an die Bürger: Nur in dringenden Fällen das Haus verlassen und Fahrten mit dem Pkw auf das Nötigste reduzieren!

16.30 Uhr: Eurobahn fällt bis in die frühen Morgenstunden aus:

Reisende müssen sich auf längere Einschränkungen auf der Eurobahn der RB-Linie 50 zwischen Dortmund und Münster einstellen. Nun wurde bekannt, dass der Zugverkehr bis Dienstagmorgen, 3 Uhr, komplett eingestellt wird. „Die Schneeräumaktionen laufen auf Hochtouren. Insbesondere auf den Hauptstrecken wird versucht, den Personennahverkehr sukzessive wieder aufzunehmen. Nach wie vor sorgen die immer wieder einsetzenden Schneefälle sowie Kaltfronten für vereiste Weichen oder auch gefrorenen Oberleitungen“, teilt Keolis, der Eurobahn-Betreiber, mit. Mit einer Betriebsaufnahme sei somit voraussichtlich nicht vor Dienstagvormittag zu rechnen. Der Start einzelner Linien wird nach Streckenfreigabe sukzessive erfolgen, heißt es weiter. Fahrgäste sollen sich vor Reiseantritt auf der Internetseite der Eurobahn über die Verkehrslage informieren.

16.10 Uhr: Sonnenstrahlen zwischen dem Schnee zu sehen:

Am Nachmittag waren sogar einige Sonnenstrahlen in Werne zu sehen. Entsprechend winterlich idyllisch sah es am Karl-Pollender-Museum aus.

Am Karl-Pollender-Museum sind am Nachmittag einige Sonnenstrahlen, gepaart mit Schneeflocken, zu sehen.
Am Karl-Pollender-Museum sind am Nachmittag einige Sonnenstrahlen, gepaart mit Schneeflocken, zu sehen. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

15.43 Uhr: Müllabfuhr in Werne fällt teilweise aus:

Einschränkungen gibt es auch bei der Müllabfuhr in Werne: Die Wertstoff-Tonnen konnten bereits am Montag in Bezirk F nicht alle entleert werden. Je nach Wetterlage folgt eventuell ein alternativer Termin, teilt Michele Bachara von der Stadtverwaltung mit. Die Wertstoff-Tonnen-Abholung am morgigen Dienstag in Bezirk G werden nicht verbindlich entleert. Ebenso fällt die Bio-Tonnen-Abholung am Mittwoch (9. Februar) wetterbedingt aus. Sollte es das Wetter zulassen, könnte nächste Woche dieser Termin nachgeholt werden, ansonsten erfolgt eine Abholung gemäß Abfallkalender wieder in zwei Wochen, so Bachara weiter.

15.20 Uhr: Tatkräftige Unterstützung am Krankenhaus:

Schneemassen werden mit Muskelkraft und tatkräftiger Unterstützung am Christophorus-Krankenhaus in Werne geräumt.

15.15 Uhr: Wintereinbruch und die Auswirkungen bei Amazon in Werne:

Am Morgen ist ein Lkw, der zu Amazon fahren wollte, im Schnee stecken geblieben. Bis heute Abend, 18 Uhr, gilt zudem ein Lkw-Fahrverbot auf den Autobahnen in Westfalen. Kommen nun die Pakete von Amazon später beim Kunden an?

14.35 Uhr: Dünne Eisschicht auf dem Krankenhaus-See in Werne:

Eine dünne Eisschicht ist auf dem See am Christophorus-Krankenhaus am Nachmittag zu sehen. Das Foto hat Leserin Franziska Lierz aus einem Fenster des Krankenhauses gemacht.

Der teils mit einer dünnen Eisschicht bedeckte Stadtsee: Leserin Franziska Lierz hat das Bild vom Christophorus-Krankenhaus gemacht.
Der teils mit einer dünnen Eisschicht bedeckte Krankenhaus-See: Leserin Franziska Lierz hat das Bild vom Christophorus-Krankenhaus gemacht. © Franziska Lierz © Franziska Lierz

13.58 Uhr: Werne ist weiter von einer weißen, dicken Schneemasse umhüllt:

Werne ist am Montagmittag immer noch eine Winterlandschaft. Idyllisch zeigt sich etwa der Stadtsee und ausgesprochen ruhig geht es am Bahnhof in Werne zu. Hier gibt‘s einige, weiße Eindrücke aus Werne.

13.21 Uhr: Eurobahn zwischen Dortmund und Münster fährt mindestens bis 16 Uhr nicht:

Am Bahnhof in Werne geht am Mittag gar nichts. Die Züge der Eurobahn der RB-Linie 50, die zwischen Dortmund und Münster verkehren, fallen noch bis mindestens 16 Uhr aus. Das gab Keolis, der Eurobahn-Betreiber, am Mittag bekannt.

Bis mindestens noch 16 Uhr fallen die Züge der Eurobahn aus.
Bis mindestens noch 16 Uhr fallen die Züge der Eurobahn aus. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

13.05 Uhr: Polizei des Kreises Unna gibt Verhaltens-Tipps:

Wer nun doch trotz der extremen Wetterverhältnisse mit dem Auto fahren muss, sollte vorsichtig sein und defensiv fahren. Auch gewisses Equipment wie etwa eine Decke oder heißer Tee sollten Autofahrer einpacken. Die Polizei des Kreises Unna gibt in einem Video einige Verhaltens-Tipps.

12.35 Uhr: Sperrung am Wahrbrink aufgehoben:

Mittlerweile ist die Sperrung in Richtung Industriegebiet Wahrbrink aufgehoben. Dort hatte sich am Morgen ein Lkw, der Richtung Amazon war, im Schnee im Kreisverkehr festgefahren. Es könnte im Kreisverkehr Kreisel an der Raiffeisenstraße/Wahrbrink stellenweise glatt sein, warnt Detlef Bruns, Leiter des Baubetriebshofes in Werne. Ausgerechnet im Kreisel gibt es zwei unterschiedliche Zuständigkeiten.

Ganz schön viel Schnee und eine Alltagsmaske ist in Werne zu sehen.
Ganz schön viel Schnee und eine Alltagsmaske ist in Werne zu sehen. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Während die Mitarbeiter des örtlichen Baubetriebshofes für das Räumen und Streuen der Zufahrt zum Industriegebiet, also die Raiffeisenstraße verantwortlich sind, ist der Landesbetrieb Straßen NRW für die Bundesstraße 54 und damit für den Winterdienst des Kreisverkehrs zuständig. „Weil wir aber ja sowieso durch den Kreisverkehr fahren, um zur Raiffeisenstraße zu kommen, haben wir den Kreisel zur Hälfte mitgemacht“, sagt Bruns. Da werde man nicht aufhören, zu räumen oder zu streuen. Aber für die andere Seite des Kreisels ist Straßen NRW zuständig. Es kann also stellenweise dort unterschiedlich glatt und mit Schneemassen bedeckt sein.

12.15 Uhr: Werne ist weiterhin eine Winterlandschaft:

Am Wochenende sind einige Werner zur Rodelpartie zum Stadtsee gegangen, andere haben sich sogar auf das Fahrrad getraut. Zu Beginn der neuen Woche ist Werne immer noch von einer dicken Schneehülle umgeben. Vorsicht ist deshalb weiter geboten auf den Straßen und Gehwegen. Viele Werner nutzten die Chance, diese extremen Schneemengen, die es schon lange nicht mehr in der Lippestadt gab, in Fotos festzuhalten.

11.55 Uhr: Hinweis in eigener Sache: Eis und Schnee erschweren die Zeitungs-Zustellung Hinweis in eigener Sache: Aufgrund der erschwerten Bedingungen kann es zu Verspätungen in der Zeitungs-Zustellung kommen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis. Damit Sie aber nicht auf Ihre Lokalnachrichten verzichten müssen, schalten wir heute das ePaper in der App und für den PC frei.

11.15 Uhr: Busverkehr eingestellt, kein Zugverkehr bis mindestens 14 Uhr:

Keine Busse im Kreis Unna: Aufgrund der witterungsbedingten Gefährdungslage wird die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) am heutigen Montag den Betrieb nicht wieder aufnehmen. „Eine sichere und gefahrlose Beförderung unserer Kunden ist am heutigen Tage nicht mehr absehbar“, teilt Felicitas Bachmann von der VKU mit.

Auch der Zugverkehr ist stark beeinträchtigt. Die Züge der Eurobahn der RB-Linie 50, die zwischen Dortmund und Münster verkehren, fallen bis mindestens heute Nachmittag, 14 Uhr, aus. „Wir können noch keine Prognose treffen, wann wieder Züge fahren können“, sagte eine Sprecherin von Keolis, dem Eurobahn-Betreiber. Sie weist darauf hin, dass auch weiter kein Busnotverkehr eingerichtet werden kann.

Einige Werner sind am Montagmittag in der Stadt unterwegs - etwa zu einem Spaziergang mit den Hunden.
Einige Werner sind am Montagmittag in der Stadt unterwegs – etwa zu einem Spaziergang mit den Hunden. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

10.45 Uhr: Einschränkungen bei Entsorgungsunternehmen in Werne:

Das Entsorgungsunternehmen RCS aus Werne hat darauf hingewiesen, dass es Einschränkungen bei den Entsorgungsfahrten geben könnte.

10.14 Uhr: Kein Wochenmarkt am Dienstag:

Der Wochenmarkt in Werne wird am Dienstag nicht stattfinden. Der Markt fällt aufgrund der extremen Wetterverhältnisse aus. Ob er Freitag ebenfalls abgesagt wird, ist noch unklar, erklärte Christiane Wagner von Werne Marketing am Montagmorgen.

10 Uhr: Kurioser und unnötiger Einsatz für die Feuerwehr in Werne:

Unnötiger Einsatz für die Feuerwehr Werne im Schneetreiben: Ein Rauchmelder in einer Wohnung blieb minutenlang an. Ein Mann hatte sein Essen verbrannt, ließ den Alarm an und holte sich erstmal einen Döner. Sehr zum Ärger der ehrenamtlichen Kameraden der Feuerwehr, die im Schnee zum Einsatz ausrücken mussten.

Erstmeldung 9.45 Uhr: Kreisverkehr zum Industriegebiet Wahrbrink dicht:

Zurzeit gibt es am Kreisverkehr Raiffeisenstraße/Wahrbrink Staus. Dort hat sich ein Lkw, der ins Gewerbegebiet fahren wollte, gegen 7.30 Uhr festgefahren. „Dort haben sich dann Rückstaus gebildet. Auch andere Lkw, die zu Amazon wollten, sind nicht weiter gekommen“, sagt Christian Stein, Pressesprecher der Polizei des Kreises Unna, am Montagmorgen. Daraufhin hat der Baubetriebshof der Stadt Werne die Zufahrt zum Gewerbegebiet von der B54 aus gesperrt, wie Detlef Bruns, Leiter des Baubetriebshofs, erklärt.

Fotostrecke

Werne hat sich in eine idyllische Winterlandschaft verwandelt

Mit weiteren Beeinträchtigungen auf den Straßen ist aufgrund der Schneemassen und des anhaltenden Schneefalls weiterhin zu rechnen. Das gilt für den gesamten Kreis Unna. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch das Kreisgebiet“, sagt Christian Stein von der Polizei.

Räumdienst in Werne weiter im Dauereinsatz

Der Räumdienst der Stadt Werne hat weiter alle Hände voll zu tun, um die Straßen und Gehwege von den Schneemassen zu befreien. Wie schon am Sonntag sind die Mitarbeiter am Montag wieder von 3.30 Uhr bis 20 Uhr im Dauereinsatz, erklärt Detlef Bruns vom Baubetriebshof. „Wir versuchen, so schnell wie möglich, die Straßen frei zu bekommen. Aber solche Schneemengen sind nicht üblich. Und auch die Temperaturen machen es nicht leichter“, so Bruns.

Demnach sind die Mitarbeiter in zwei Schichten, die sich jeweils mittags ablösen, im Einsatz. Mehr als 30 Kollegen kümmern sich im Wechsel um den Räumdienst. All das passiert im Schichtdienst, um Verkehrszeiten und Ruhezeiten für die Mitarbeiter gewährleisten zu können. Zunächst versuchen die Mitarbeiter die Hauptstraßen zu räumen.

Danach sind die Wohngebiete dran. Dort hofft Bruns auf das Verständnis der Anwohner: „Es gab viele Diskussionen, weil wir mit unseren Räumfahrzeugen die Einfahrten und Autos der Bürger wieder mit Schnee zu schieben. Leider können wir diese Menge an Schnee aber auch nicht aufnehmen. Es geht leider nicht anders.“

Die Berge an Schnee in den Wohngebieten stellt auch die ehrenamtlichen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Werne vor Herausforderungen. „Viele haben schon am Sonntag gemeldet, dass sie schwer aus ihren Straßen kommen, falls es einen Einsatz geben sollte“, erzählt Tobias Tenk, Pressesprecher Freiwilligen Feuerwehr in Werne. In der Nacht zu Montag aber blieb es ruhig für die Einsatzkräfte.

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Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek
Redakteur
Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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